Peinliche Pleite: Musks "autonome" Robotaxis fahren teils ferngesteuert
Tesla plant den Start seiner Robotaxi-Flotte in Austin für Juni, doch die Realität sieht anders aus als ursprünglich versprochen. Denn statt wie von Elon Musk ursprünglich autonom zu fahren, müssen Mitarbeiter die Fahrzeuge teils fernsteuern.
Eigentlich sollten laut Musk schon 2020 über eine Million völlig autonome Robotaxis auf den Straßen fahren. Doch Probleme bei der Entwicklung des Full-Self-Driving-Systems von Tesla machten dem Start immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Laut Informationen, die Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas nach einem Besuch im Tesla-Büro in Palo Alto erhielt (via Electrek), ist die Lage bei Tesla zudem angespannt. "Wir dürfen keinen Mist bauen", werden Quellen aus dem Umfeld des Autobauers zitiert.
Der ehemalige Waymo-Chef John Krafcik äußert sich zudem skeptisch gegenüber Teslas Robotaxi-Plänen und weist auf Sicherheitsrisiken bei der Fernsteuerung hin. Eine Studie der Coventry University stellte fest, dass selbst eine Latenzzeit von 300 bis 500 Millisekunden - also etwa eine halbe Sekunde - die Fähigkeit eines Teleoperators beeinträchtigen kann, das Fahrzeug auch bei langsamer Geschwindigkeit sicher zu kontrollieren.
Doch egal, wie der Start der Robotaxis ausfällt: Das einst zukunftsweisende Projekt ist schon lange keine Erfolgsgeschichte mehr, und Elon Musks Team wurde mittlerweile von Konkurrenten wie Waymo überholt. Wie lange es dauern wird bis tatsächlich eine Million autonome Robotaxis auf den Straßen unterwegs sind, steht noch in den Sternen.
Was haltet ihr von Teslas Ansatz? Ist die Fernsteuerung ein sinnvoller Zwischenschritt auf dem Weg zu echten Robotaxis, oder handelt es sich nur um einen weiteren Rückschritt von Musks ursprünglichen Versprechen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Siehe auch:
Viel versprochen, wenig gehalten
Elon Musk ist für seine vollmundigen Versprechen bekannt. Häufig legt er damit aber eine Bruchlandung hin. Ein anschauliches Beispiel ist der Cybertruck, den Musk als Alleskönner verkaufte. Doch anstatt eines kugelsicheren Autos, dass auch als Boot verwendet werden kann, ist der absurde Truck mittlerweile aufgrund etlicher Probleme, die sogar zu Rückrufen führten, ein echter Ladenhüter. Zu einer ähnlichen Geschichte hat sich auch das sogenannte Robotaxi entwickelt.Eigentlich sollten laut Musk schon 2020 über eine Million völlig autonome Robotaxis auf den Straßen fahren. Doch Probleme bei der Entwicklung des Full-Self-Driving-Systems von Tesla machten dem Start immer wieder einen Strich durch die Rechnung.
Ferngesteuerte Taxis statt echter Autonomie
Im Juni soll es mit knapp fünf Jahren Verspätung aber endlich so weit sein. Die Robotaxis, die in ein paar Wochen durch Austin in Texas rollen, haben mit autonomem Fahren allerdings nur bedingt etwas zu tun. Denn die Autos werden von sogenannten Teleoperatoren ferngesteuert. Das sind Tesla-Mitarbeiter, die aus der Ferne bei Bedarf eingreifen. Statt über einer Million sollen es zu Anfang außerdem lediglich zehn bis 20 Model Y-Fahrzeuge sein, die zudem nur auf Einladung verfügbar sind.Laut Informationen, die Morgan Stanley-Analyst Adam Jonas nach einem Besuch im Tesla-Büro in Palo Alto erhielt (via Electrek), ist die Lage bei Tesla zudem angespannt. "Wir dürfen keinen Mist bauen", werden Quellen aus dem Umfeld des Autobauers zitiert.
Sicherheitsbedenken und technische Hürden
Auch andere Anbieter wie Waymo setzen Mitarbeiter ein, die sich in speziellen Fällen aus der Ferne einschalten. Allerdings sollen und können sie - anders als Teslas Teleoperatoren - zu keiner Zeit das Fahrzeug steuern. Angestellte können den Fahrzeugen lediglich "Tipps" oder zusätzliche Informationen geben, mit denen sich das Auto dann eigenständig aus einer Problemsituation befreit. Teslas Ansatz unterscheidet sich also grundlegend und setzt stattdessen auf eine direkte Steuerung. Das könnte darauf hindeuten, dass das eingesetzte System noch deutlich weniger zuverlässig ist als das der Konkurrenz.Der ehemalige Waymo-Chef John Krafcik äußert sich zudem skeptisch gegenüber Teslas Robotaxi-Plänen und weist auf Sicherheitsrisiken bei der Fernsteuerung hin. Eine Studie der Coventry University stellte fest, dass selbst eine Latenzzeit von 300 bis 500 Millisekunden - also etwa eine halbe Sekunde - die Fähigkeit eines Teleoperators beeinträchtigen kann, das Fahrzeug auch bei langsamer Geschwindigkeit sicher zu kontrollieren.
Zweifel an Einsatzbereitschaft
Außer "Juni" gibt es noch keinen konkreten Starttermin für die Robotaxis. Aufgrund der Verzögerungen in der Vergangenheit wäre es auch dieses Mal denkbar, dass der Start noch einmal verschoben wird. Einige Experten glauben sogar, dass Tesla letztlich auf am Steuer sitzende Mitarbeiter zurückgreifen muss, da sie davon ausgehen, dass nicht einmal das Teleoperator-System komplett einsatzfähig ist.Doch egal, wie der Start der Robotaxis ausfällt: Das einst zukunftsweisende Projekt ist schon lange keine Erfolgsgeschichte mehr, und Elon Musks Team wurde mittlerweile von Konkurrenten wie Waymo überholt. Wie lange es dauern wird bis tatsächlich eine Million autonome Robotaxis auf den Straßen unterwegs sind, steht noch in den Sternen.
Was haltet ihr von Teslas Ansatz? Ist die Fernsteuerung ein sinnvoller Zwischenschritt auf dem Weg zu echten Robotaxis, oder handelt es sich nur um einen weiteren Rückschritt von Musks ursprünglichen Versprechen? Teilt eure Meinung in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Tesla plant Robotaxi-Start in Austin mit ferngesteuerten Fahrzeugen
- Ursprüngliches Versprechen von einer Million autonomer Taxis bis 2020
- Nur 10 bis 20 Model Y werden zunächst auf Einladungsbasis verfügbar sein
- Statt Autonomie übernehmen Tesla-Mitarbeiter teils per Fernsteuerung die Kontrolle
- Experten bezweifeln Sicherheit der Fernsteuerung wegen möglicher Latenzzeiten
- Teslas ehemals zukunftsweisendes Projekt wurde von Konkurrenten überholt
Siehe auch:
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