Zukunft des ÖPNV: Berlin testet erste fahrerlose Busse im Stadtgebiet

Die Berliner Verkehrsbetriebe haben zusammen mit VW und dem Bundesverkehrsministerium ein Pilotprojekt auf den Weg gebracht. In Berlin fahren ab sofort mehrere autonome Kleinbusse, die in Zukunft Passagiere im Regelbetrieb befördern sollen.
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Berlin startet Pilotprojekt

In den USA fahren schon seit Längerem autonome Fahrzeuge durch die Straßen verschiedener Städte. Unternehmen wie Waymo bieten etwa ihre selbstfahrenden Taxis in San Francisco an. Das läuft allerdings nicht immer reibungslos. Manchmal liegt das an technischen Problemen, die die Fahrzeuge mitsamt Passagieren eine Ewigkeit im Kreis fahren lassen, und manchmal liegt es an den Streichen von Nutzern, die 50 der Robotaxis in eine Sackgasse bestellen.

Hierzulande ist man beim Einsatz von autonomen Fahrzeugen noch etwas zurückhaltender. Doch wie die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) zusammen mit VW und dem Bundesverkehrsministerium jetzt verkündet haben, startet ab sofort das Pilotprojekt "NoWeL4" in der Hauptstadt. In dessen Rahmen rollen fünf Kleinbusse des Typs VW ID. Buzz AD durch die öffentlichen Straßen, die fähig sind, auf Autonomielevel 4 zu fahren.


Erste eingeschränkte Tests

Die Tests sollen zunächst nur im berliner Nordwesten in den Bezirken Spandau, Charlottenburg-Wilmersdorf und Reinickendorf stattfinden. Zum Start transportieren die Fahrzeuge allerdings erst einmal keine Passagiere. Verlaufen die Tests erfolgreich, sollen die Kleinbusse ab dem ersten Halbjahr 2026 aber auch erste Fahrgäste mitnehmen und ab 2027 in den Regelbetrieb der BVG eingegliedert werden.

Auf den momentan getesteten Routen steuern die Fahrzeuge bis zu 80 Haltepunkte an, an denen Personen aus- und zusteigen können. Um die Sicherheit zu gewährleisten, stehen die VW-Busse dabei unter Fernüberwachung und haben zusätzlich einen Fahrer an Bord, der im Notfall eingreifen kann. Langfristig soll sich das jedoch ändern.

VW ID. Buzz ADVW ID. Buzz ADVW ID. Buzz ADVW ID. Buzz AD

Autonomes Fahren ist der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft. Es steht vor allem für mehr Effizienz und mehr Teilhabe im Straßenverkehr für Bürgerinnen und Bürger. Projekte wie die geplanten autonomen Shuttles im Berliner Nordwesten sind daher wegweisend für den öffentlichen Nahverkehr in Deutschland.
Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister

Zukunft des autonomen ÖPNV

NoWeL4 wird vom Bundesverkehrsministerium mit 9,5 Millionen Euro gefördert und von der Technischen Universität Berlin mit dem Zentrum für Technik und Gesellschaft und dem Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität betreut.

Bis es zu einem Regelbetrieb der Busse kommt, sind jedoch noch etliche Hürden inklusive einer Serienzulassung von Level-4-Fahrzeugen durch die zuständigen Stellen im Bund und im Land Berlin zu nehmen. Mit der Hamburger Hochbahn und der Münchner Verkehrsgesellschaft treiben allerdings noch weitere Nahverkehrsverbünde die Entwicklung autonomer Transportsysteme voran. In einigen Jahren können daher vermutlich Fahrgäste in mehreren deutschen Großstädten auf autonome Transportmittel zurückgreifen.

Was haltet ihr von autonomen Transportmitteln für den ÖPNV? Würdet ihr euch in einen der Busse setzen oder habt ihr zu große Sicherheitsbedenken? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

Zusammenfassung
  • Projekt NoWeL4 startet mit VW ID Buzz AD Kleinbussen in Berlin
  • Autonomiegrad 4-Fahrzeuge sollen zunächst in drei Bezirken getestet werden
  • Ab erstem Halbjahr 2026 Mitnahme erster Fahrgäste geplant
  • Langfristiges Ziel ist die Integration in den BVG-Regelbetrieb ab 2027
  • Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit 9,5 Millionen Euro
  • Sicherheitskonzept umfasst Fernüberwachung und Notfallfahrer
  • Nahverkehrsverbünde in Hamburg und München arbeiten an ähnlichen Konzepten

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