Hauptsache weg damit: Firma zahlt lieber 134.000 €, als Tesla zu fahren
Ein dänisches Unternehmen hat seine komplette Tesla-Dienstwagenflotte zurückgegeben. Der Geschäftsführer will nicht mit Elon Musks politischem Kurs in Verbindung gebracht werden und nimmt dafür sogar erhebliche Kosten in Kauf.
Zudem sagt mittlerweile die Mehrheit der Deutschen, die am Kauf eines Elektrofahrzeugs interessiert sind, dass sie aufgrund von Musk die Tesla-Autos nicht wollen. Aufgrund geringer Nachfrage wird in einigen Fabriken des Unternehmens demnächst sogar für eine Woche die Produktion ruhen.
"Als Trump gewählt wurde, hatte ich eigentlich beschlossen, die nächsten vier Jahre keine Nachrichten zu lesen und mich in meiner kleinen Blase zu verstecken, aber dann kommt so viel von dort drüben, was ich nicht unterstützen kann oder womit ich nicht einverstanden bin", erklärte der Inhaber des dänischen Unternehmens.
Wie Electrek berichtet, hat Tscherning seine Entscheidung in einem LinkedIn-Post öffentlich gemacht.
Auch Lichtblick, ein deutsches Energieunternehmen, gab seine Entscheidung auf LinkedIn bekannt, die Verträge für Tesla-Fahrzeuge in seiner Firmenflotte auslaufen zu lassen. Das Unternehmen begründete dies mit Bedenken hinsichtlich Musks öffentlicher Unterstützung für die AfD und Positionen, die mit den Unternehmenswerten in Konflikt stünden. "Bye, Tesla - für unseren Lichtblick-Fuhrpark ziehen wir Konsequenzen aus Elon Musks Wahlempfehlung für eine antidemokratische Partei", schrieb Lichtblick. Um wie viele Fahrzeuge es sich handelte, teilte das Unternehmen nicht mit.
Im Gegensatz zu Rossmann und Lichtblick, die ihre bestehenden Fahrzeuge weiterhin nutzen, geht Tscherning einen Schritt weiter und gibt seine komplette Flotte zurück - trotz der damit verbundenen Kosten. Die Firma bietet ihren Mitarbeitern stattdessen Dienstwagen anderer Marken an. Die Rückgabe hielt man sogar in einem Video fest.
Was haltet ihr von der Entscheidung des dänischen Unternehmens? Glaubt ihr dem CEO, dass es dabei um innere Überzeugung geht, oder ist die Aktion nur ein Marketing-Stunt? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Immer weniger wollen noch Teslas
Teslas Image hat sich in den letzten Monaten dramatisch gewandelt. Während das Unternehmen zuvor als technischer Vorreiter galt und für eine saubere Mobilität stand, steht heute vor allem CEO Elon Musk mit seinen rechtsgerichteten politischen Ansichten im Mittelpunkt der öffentlichen Wahrnehmung. Das hat dem Autokonzern bereits dramatische Umsatzeinbußen beschert.Zudem sagt mittlerweile die Mehrheit der Deutschen, die am Kauf eines Elektrofahrzeugs interessiert sind, dass sie aufgrund von Musk die Tesla-Autos nicht wollen. Aufgrund geringer Nachfrage wird in einigen Fabriken des Unternehmens demnächst sogar für eine Woche die Produktion ruhen.
Dänisches Unternehmen gibt Tesla-Flotte zurück
Doch nicht nur bei Privatleuten zeigt sich eine wachsende Abneigung gegenüber dem Autobauer. So hat das dänische Abbruchunternehmen Tscherning jetzt seine gesamte Tesla-Dienstwagenflotte zurückgegeben. Geschäftsführer Søren Tscherning will nicht länger mit Elon Musk in Verbindung gebracht werden. Die vorzeitige Rückgabe der zehn Fahrzeuge an das Leasingunternehmen kostet die Firma zwar rund eine Million dänische Kronen (etwa 134.000 Euro), für den Firmenchef steht jedoch die persönliche Integrität über den finanziellen Aspekten.Musks Politik als ausschlaggebender Faktor
Die Entscheidung steht in direktem Zusammenhang mit Musks kontroversen politischen Engagement für den US-Präsidenten Donald Trump und dessen republikanische Administration. Auch Musks Einmischung in die deutsche Politik zugunsten der Alternative für Deutschland (AfD), die vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft wird, hat in Europa für Empörung gesorgt."Als Trump gewählt wurde, hatte ich eigentlich beschlossen, die nächsten vier Jahre keine Nachrichten zu lesen und mich in meiner kleinen Blase zu verstecken, aber dann kommt so viel von dort drüben, was ich nicht unterstützen kann oder womit ich nicht einverstanden bin", erklärte der Inhaber des dänischen Unternehmens.
Wie Electrek berichtet, hat Tscherning seine Entscheidung in einem LinkedIn-Post öffentlich gemacht.
Bei Tscherning entscheiden wir nicht nur, wie wir fahren - sondern auch, mit wem wir fahren. Deshalb haben wir uns entschieden, die Schlüssel zu unseren Tesla-Firmenwagen abzugeben - nicht weil Tesla ein schlechtes Auto geworden ist, sondern angesichts von Elon Musks politischem Engagement und den Meinungen, die er öffentlich geäußert hat (und die zunehmend schwer zu übersehen sind), haben wir als Unternehmen beschlossen, 'Danke und auf Wiedersehen' zu sagen.In Europa leidet Tesla unter erheblichen Imageschäden aufgrund der politischen Aktivitäten seines CEOs. Die Verkaufszahlen waren bereits 2024 rückläufig, aber der Rückgang beschleunigte sich 2025 noch einmal dramatisch, nachdem immer mehr Menschen besorgt über Musks Unterstützung für Trump und rechtsextreme politische Parteien in Europa wurden.
Vom Umwelt-Vorreiter zum Problemfall
Tscherning ist nicht das erste Unternehmen, das sich von Tesla distanziert. Bereits im August letzten Jahres hatte die deutsche Drogeriemarktkette Rossmann den zukünftigen Verzicht auf Tesla-Fahrzeuge in seiner Flotte verkündet. Damals war die politische Nähe von Musk zu Donald Trump, der den Klimawandel leugnet, der ausschlaggebende Punkt für die Entscheidung. Tesla habe sich zu weit von seinen ursprünglichen Werten entfernt, zu denen auch der Umweltschutz gehörte.Auch Lichtblick, ein deutsches Energieunternehmen, gab seine Entscheidung auf LinkedIn bekannt, die Verträge für Tesla-Fahrzeuge in seiner Firmenflotte auslaufen zu lassen. Das Unternehmen begründete dies mit Bedenken hinsichtlich Musks öffentlicher Unterstützung für die AfD und Positionen, die mit den Unternehmenswerten in Konflikt stünden. "Bye, Tesla - für unseren Lichtblick-Fuhrpark ziehen wir Konsequenzen aus Elon Musks Wahlempfehlung für eine antidemokratische Partei", schrieb Lichtblick. Um wie viele Fahrzeuge es sich handelte, teilte das Unternehmen nicht mit.
Im Gegensatz zu Rossmann und Lichtblick, die ihre bestehenden Fahrzeuge weiterhin nutzen, geht Tscherning einen Schritt weiter und gibt seine komplette Flotte zurück - trotz der damit verbundenen Kosten. Die Firma bietet ihren Mitarbeitern stattdessen Dienstwagen anderer Marken an. Die Rückgabe hielt man sogar in einem Video fest.
Teslas Probleme in Europa wachsen
Tesla befindet sich währenddessen im Krisenmodus. Im März registrierte der Konzern in Frankreich 3.157 Fahrzeugverkäufe, in Schweden 911 und in Norwegen 2.211, was einem Rückgang von 36,83 Prozent, 63,9 Prozent bzw. einem Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In Dänemark sanken die Zulassungen um 65,6 Prozent auf 593 Fahrzeuge, und in den Niederlanden fielen sie um 61 Prozent auf 1.536.Was haltet ihr von der Entscheidung des dänischen Unternehmens? Glaubt ihr dem CEO, dass es dabei um innere Überzeugung geht, oder ist die Aktion nur ein Marketing-Stunt? Teilt eure Meinung in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Dänisches Abbruchunternehmen gibt komplette Tesla-Flotte zurück
- Geschäftsführer distanziert sich von Elon Musks politischen Ansichten
- Trotz Kosten von 134.000 Euro verzichtet das Unternehmen auf Tesla-Autos
- Andere Firmen wie Rossmann und Lichtblick folgen ähnlichen Entscheidungen
- Tesla leidet unter Imageschaden durch Musks Unterstützung für Trump und AfD
- Dramatische Umsatzeinbußen und rückläufige Verkaufszahlen in Europa
- Tesla hat sich laut Kritikern zu weit von ursprünglichen Werten entfernt
Siehe auch:
- Mysteriöses neues Tesla-Model bei Tests an Gigafactory Texas gesichtet
- Nachfragekrise: Die Tesla-Produktion wird eine Woche lang ruhen
- Tesla: Deutsche wollen Autos nicht - primär aus einem einzelnen Grund
- Schlappe für Tesla: Trademarks für Robotaxi und Cybercab abgelehnt
- Tesla kapituliert: Pläne zu 16.000-$-Zubehör für Cybertruck sind tot
Thema:
Teslas Aktienkurs in Euro
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- Das Tesla Model S Plaid mit neuer Bestzeit auf dem Nürburgring
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