Spotify: "Apple missachtet Kunden und Entwickler, verachtet Gesetze"
Es ist fast schon eine unendliche Geschichte, denn neben Epic Games ist wohl Spotify der erbittertste Gegner und Kritiker von Apple. Die EU hat mittlerweile viele Spotify-Kritikpunkte (indirekt) aufgegriffen, doch dem schwedischen Musikstreaming-Dienst ist das nicht genug.
Denn erst vergangenen Mittwoch hat Apple Spotify mitgeteilt, dass ein App-Update für Nutzer in der EU aufgrund fehlender Elemente nicht in die regionalen App-Store-Instanzen aufgenommen wurde. Im Mittelpunkt des Ganzen steht die Integration von Buttons und Links zu externen Quellen, über die man einen Dienst abschließen kann - und aus Sicht von Spotify ohne die berühmte Apple-Steuer, die auch auf Abos erhoben wird, bezahlen zu müssen.
Die Ablehnung erfolgte auf Basis des Umstands, dass Spotify nicht dem sogenannten "Music Streaming Services Entitlement" zugestimmt habe, das ist aber erforderlich, um solche Links nach außen setzen zu können. Spotify verweist indes auf die EU-Gesetzgebung, die Apple auffordert, seine Anti-Steering-Praktiken einzustellen.
Gegenüber Apple Insider teilte Spotify mit, dass sich Apple erneut über die Entscheidung der Europäischen Kommission hinweggesetzt habe "und unser Update für den Versuch, mit den Kunden über unsere Preise zu kommunizieren, abgelehnt, es sei denn, wir zahlen Apple eine neue Steuer".
Mit "neue Steuer" meint Spotify die angepassten Apple-Regeln, die statt 30 Prozent eine Gebühr von 27 Prozent vorsehen. Spotify legte weiter nach: "(Apples) Missachtung von Verbrauchern und Entwicklern wird nur noch von ihrer Verachtung für das Gesetz übertroffen".
Siehe auch:
- Spotify kritisiert Apple weiterhin und sieht EU-Maßnahmen als unzureichend
- EU hat einige Beschwerden von Spotify aufgegriffen, Konflikt bleibt bestehen
- Apple lehnt Spotify-Update in EU ab wegen fehlender Zustimmung zu Richtlinien
- Streitpunkt sind externe Links in der App, die Apple-Steuer umgehen sollen
- Spotify beruft sich auf EU-Gesetze gegen Apples restriktive Praktiken
- Apple setzt sich laut Spotify über EU-Entscheidungen hinweg
- Spotify empört über Apples angepasste Gebühren und rechtliche Missachtung
Apple gegen Spotify und Spotify gegen Apple
Die berühmte "Apple-Steuer" ist für Spotify schon lange ein Dorn im Auge, allerdings ist die EU mit dem Gesetz für digitale Märkte auf viele Punkte bereits eingegangen. Doch für die Schweden ist das weiterhin nicht genug, denn man klagt nach wie vor gegen unfaire Geschäftspraktiken seitens des Konzerns aus dem kalifornischen Cupertino. Es ist allerdings eine vergiftete Beziehung, die auf Gegenseitigkeit beruht.Denn erst vergangenen Mittwoch hat Apple Spotify mitgeteilt, dass ein App-Update für Nutzer in der EU aufgrund fehlender Elemente nicht in die regionalen App-Store-Instanzen aufgenommen wurde. Im Mittelpunkt des Ganzen steht die Integration von Buttons und Links zu externen Quellen, über die man einen Dienst abschließen kann - und aus Sicht von Spotify ohne die berühmte Apple-Steuer, die auch auf Abos erhoben wird, bezahlen zu müssen.
Die Ablehnung erfolgte auf Basis des Umstands, dass Spotify nicht dem sogenannten "Music Streaming Services Entitlement" zugestimmt habe, das ist aber erforderlich, um solche Links nach außen setzen zu können. Spotify verweist indes auf die EU-Gesetzgebung, die Apple auffordert, seine Anti-Steering-Praktiken einzustellen.
Gegenüber Apple Insider teilte Spotify mit, dass sich Apple erneut über die Entscheidung der Europäischen Kommission hinweggesetzt habe "und unser Update für den Versuch, mit den Kunden über unsere Preise zu kommunizieren, abgelehnt, es sei denn, wir zahlen Apple eine neue Steuer".
Mit "neue Steuer" meint Spotify die angepassten Apple-Regeln, die statt 30 Prozent eine Gebühr von 27 Prozent vorsehen. Spotify legte weiter nach: "(Apples) Missachtung von Verbrauchern und Entwicklern wird nur noch von ihrer Verachtung für das Gesetz übertroffen".
Siehe auch:
- Spotify im Würgegriff: Apple blockiert App-Updates trotz EU-Recht
- Spotify-Erfolg: EU verhängt 1,8-Milliarden-Dollar-Strafe gegen Apple
- Spotify: App Store-Änderungen sind ein "neuer Tiefpunkt" von Apple
- Bericht: Apple droht Milliardenstrafe der EU nach Spotify-Beschwerde
- Update mehrmals abgelehnt: Spotify wieder im wilden Streit mit Apple
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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