Spotify im Würgegriff: Apple blockiert App-Updates trotz EU-Recht
Nach einer Beschwerde seitens Spotify und einer dadurch verhängten Wettbewerbsstrafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro macht Apple dem Musik-Streaming-Dienst das Leben im iOS-Ökosystem schwer. Angeblich blockt das Unternehmen wichtige App-Updates.
Leidtragender ist der Musik-Streaming-Dienst Spotify, dessen Beschwerde aus dem Jahr 2019 durch eine Überprüfung der EU-Wettbewerbshüter erst vor wenigen Tagen zu einer Strafe gegen Apple in Höhe von 1,8 Milliarden Euro geführt hat. Grund dafür waren erhöhte Preise im iOS App Store, verursacht durch Apples "30-Prozent-Steuer" und die fehlende Möglichkeit, über günstigere Zahlungsmethoden außerhalb des Stores zu informieren.
Nun muss sich Apple den Anti-Steering-Regeln der EU beugen und Links zu externen Zahlungsmöglichkeiten anbieten, die von Entwicklern selbst bestimmt werden. Dem voraus gehen entsprechende App-Updates, die in Cupertino nun anscheinend mehr als genau unter die Lupe genommen werden. Wurden Aktualisierungen bekannter Apps zuvor oft innerhalb von 24 Stunden geprüft, wartet Spotify bereits seit dem 5. März 2024 auf eine Update-Freigabe.
"Es sind nun schon neun Tage vergangen und wir warten immer noch darauf, von Apple zu hören, dass wir eine App eingereicht haben, die den EU-Konsumenten die Preise und einen Link zu unserer Website anzeigt, wozu wir nun durch die Entscheidung der Europäischen Kommission im Musikstreaming-Fall berechtigt sind", sagt Spotify-Sprecherin Jeanne Moran gegenüber The Verge.
Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und Spotify könnte somit erneut auf dem Tisch der EU-Wettbewerbshüter landen. Eine entsprechende Beschwerde hat der Musik-Streaming-Dienst bereits bei der Europäischen Union eingereicht.
Siehe auch:
Apple beugt sich... nur ganz langsam
Das Inkrafttreten des Digital Markets Act (DMA) zwingt Apple, seinen "Walled Garden" für Nutzer und Unternehmen in der Europäischen Union zu öffnen. Zwar erfüllt der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino die Auflagen der EU-Kommission, greift dabei allerdings scheinbar in jede Trickkiste.Leidtragender ist der Musik-Streaming-Dienst Spotify, dessen Beschwerde aus dem Jahr 2019 durch eine Überprüfung der EU-Wettbewerbshüter erst vor wenigen Tagen zu einer Strafe gegen Apple in Höhe von 1,8 Milliarden Euro geführt hat. Grund dafür waren erhöhte Preise im iOS App Store, verursacht durch Apples "30-Prozent-Steuer" und die fehlende Möglichkeit, über günstigere Zahlungsmethoden außerhalb des Stores zu informieren.
Nun muss sich Apple den Anti-Steering-Regeln der EU beugen und Links zu externen Zahlungsmöglichkeiten anbieten, die von Entwicklern selbst bestimmt werden. Dem voraus gehen entsprechende App-Updates, die in Cupertino nun anscheinend mehr als genau unter die Lupe genommen werden. Wurden Aktualisierungen bekannter Apps zuvor oft innerhalb von 24 Stunden geprüft, wartet Spotify bereits seit dem 5. März 2024 auf eine Update-Freigabe.
Klassische Verzögerungstaktik?
Spotify unterstellt dem iPhone-Erfinder Taktiken, um die Entscheidungen der EU-Kommission zu umgehen, zu verzögern oder gar nicht erst einzuhalten."Es sind nun schon neun Tage vergangen und wir warten immer noch darauf, von Apple zu hören, dass wir eine App eingereicht haben, die den EU-Konsumenten die Preise und einen Link zu unserer Website anzeigt, wozu wir nun durch die Entscheidung der Europäischen Kommission im Musikstreaming-Fall berechtigt sind", sagt Spotify-Sprecherin Jeanne Moran gegenüber The Verge.
Das Katz-und-Maus-Spiel zwischen Apple und Spotify könnte somit erneut auf dem Tisch der EU-Wettbewerbshüter landen. Eine entsprechende Beschwerde hat der Musik-Streaming-Dienst bereits bei der Europäischen Union eingereicht.
Zusammenfassung
- Spotify beklagt von Apple blockierte App-Updates
- EU-Strafe von 1,8 Milliarden Euro gegen Apple
- Apple muss EU-Regeln zum Digital Markets Act folgen
- Verzögerte Update-Freigabe für Spotify seit 5. März
- Spotify wirft Apple Umgehungstaktiken vor
- EU fordert Öffnung von Apples "Walled Garden"
- Spotify reicht erneut Beschwerde bei EU ein
Siehe auch:
- Spotify-Erfolg: EU verhängt 1,8-Milliarden-Dollar-Strafe gegen Apple
- Hörbuch-Nutzung steigt: Spotify testet jetzt ein reines Hörbuch-Abo
- Spotify-Preisanstieg umgehen: Telekom noch für kurze Zeit günstiger
- Spotify: App Store-Änderungen sind ein "neuer Tiefpunkt" von Apple
- DMA sei Dank: Spotify ab März mit deutlichen Änderungen fürs iPhone
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