Spotify: App Store-Änderungen sind ein "neuer Tiefpunkt" von Apple
Kürzlich hat Apple per iOS 17.4 Änderungen durchgeführt und reagiert damit auf neue EU-Richtlinien. Damit werden nun - theoretisch - Sideloading und externe Zahlungsquellen möglich, eine lange Forderung von Spotify und Co. Doch dort ist man alles andere als zufrieden.
An dieser Stelle könnte man glauben, dass die Apple-Konkurrenten zufrieden sind, denn nach Jahren und Jahrzehnten bekommen sie ihre Forderungen endlich erfüllt. Das gilt aber allenfalls nur auf dem Papier: Denn in der Praxis unternimmt Apple alles, um Lücken im Gesetz zu finden, die eines im Sinn haben: Dass sich in der Praxis möglichst wenig bis nichts ändert.
Und so prasselt seit Tagen auf Apple auch Kritik ein, Epic-Chef Tim Sweeney schimpfte beispielsweise über die "Horrorshow", die Apple abzieht. Damit ist er auch nicht alleine, denn ähnliche Aussagen gibt es auch von anderen Schwergewichten der Branche, darunter Spotify.
So schrieb etwa Spotify-Chef Daniel Ek kürzlich auf Twitter, dass die Änderungen "ein neuer Tiefpunkt, selbst für (Apple)" seien. Dem war ein offizielles Statement des Streaming-Dienstes zuvor gegangen, in dem man dem iPhone-Hersteller vorwirft, dass diese glaube, dass man sich "nicht an Regeln halten" müsse: "Apple ist einfach nur konsequent. Das Unternehmen hat sich zwar schon seit Jahren schlecht benommen, aber damit erreicht die Arroganz ein völlig neues Niveau. Unter dem Vorwand der Einhaltung von Gesetzen und Zugeständnissen haben sie einen neuen Plan vorgelegt, der eine totale Farce ist. Im Grunde war die alte Steuer nach dem DMA nicht mehr akzeptabel, also wurde eine neue Steuer eingeführt, die sich als gesetzeskonform ausgab."
Download Spotify - Musik-Streaming-Client für Windows
Siehe auch:
Gesetz oder Gesetzeslücken?
Das europäische Gesetz über digitale Märkte (DMA) soll eigentlich bestimmten Monopolen bzw. vergleichbaren Konstrukten einen Riegel vorschieben und dazu gehört auch bzw. vor allem Apple. Denn der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino weigert sich seit jeher, seine Stores und Plattformen zu öffnen. Unter dem Druck der EU muss man das nun aber durchführen und das bedeutet, dass externe Zahlungsquellen, Sideloading und auch alternative Browser-Engines möglich sein sollen oder besser gesagt müssen.An dieser Stelle könnte man glauben, dass die Apple-Konkurrenten zufrieden sind, denn nach Jahren und Jahrzehnten bekommen sie ihre Forderungen endlich erfüllt. Das gilt aber allenfalls nur auf dem Papier: Denn in der Praxis unternimmt Apple alles, um Lücken im Gesetz zu finden, die eines im Sinn haben: Dass sich in der Praxis möglichst wenig bis nichts ändert.
Und so prasselt seit Tagen auf Apple auch Kritik ein, Epic-Chef Tim Sweeney schimpfte beispielsweise über die "Horrorshow", die Apple abzieht. Damit ist er auch nicht alleine, denn ähnliche Aussagen gibt es auch von anderen Schwergewichten der Branche, darunter Spotify.
So schrieb etwa Spotify-Chef Daniel Ek kürzlich auf Twitter, dass die Änderungen "ein neuer Tiefpunkt, selbst für (Apple)" seien. Dem war ein offizielles Statement des Streaming-Dienstes zuvor gegangen, in dem man dem iPhone-Hersteller vorwirft, dass diese glaube, dass man sich "nicht an Regeln halten" müsse: "Apple ist einfach nur konsequent. Das Unternehmen hat sich zwar schon seit Jahren schlecht benommen, aber damit erreicht die Arroganz ein völlig neues Niveau. Unter dem Vorwand der Einhaltung von Gesetzen und Zugeständnissen haben sie einen neuen Plan vorgelegt, der eine totale Farce ist. Im Grunde war die alte Steuer nach dem DMA nicht mehr akzeptabel, also wurde eine neue Steuer eingeführt, die sich als gesetzeskonform ausgab."
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Zusammenfassung
- Apple reagiert auf EU-Richtlinien mit iOS 17.4
- Sideloading und externe Zahlungen theoretisch(!) möglich
- EU-Gesetz DMA zielt auf Monopole wie Apple ab
- Konkurrenten unzufrieden mit Apples Umsetzung
- Epic-Chef kritisiert Apples "Horrorshow"
- Spotify-Chef nennt Änderungen "neuen Tiefpunkt"
- Apple beschuldigt, Gesetzeslücken auszunutzen
Siehe auch:
- DMA sei Dank: Spotify ab März mit deutlichen Änderungen fürs iPhone
- Netflix, Youtube, Spotify: Lassen Entwickler Vision Pro im Regen stehen?
- EU plant Einmischung: Mehr Geld für kleine Künstler von Spotify und Co.
- Spotify kündigt jetzt den ersten Kunden nach der Preiserhöhung
- Bericht: Apple droht Milliardenstrafe der EU nach Spotify-Beschwerde
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