Spotify-Erfolg: EU verhängt 1,8-Milliarden-Dollar-Strafe gegen Apple
Apples "Walled Garden" ist seit jeher vielen ein Dorn im Auge und den Konzern aus dem kalifornischen Cupertino kommt diese Praxis in einem Fall teuer zu stehen. Denn die EU hat eine 1,8 Milliarden-Euro-Strafe verhängt, weil Apple seine Marktmacht missbraucht haben soll.
Das Problem dabei: Apple weist mit keinem Wort darauf hin, dass die Preise bei Buchung via iOS höher sind. Das ist verständlich, allerdings verhindert der kalifornische Konzern auch, dass andere Anbieter ihre Kunden drauf hinweisen. Und das hat Apple nun eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro eingebracht.
Die Strafe geht auf eine Beschwerde von Spotify auf dem Jahr 2019 zurück, damals beklagte sich das schwedische Unternehmen über die so genannte "Apple-Steuer" von 30 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kamen die EU-Wettbewerbshüter nun zum Schluss, dass Apples Beschränkungen unfaire Handelsbedingungen darstellen.
Laut Reuters ist das ein noch verhältnismäßig neues Argument in einem Kartellverfahren, da es erstmals von der niederländischen Kartellbehörde in einer Entscheidung gegen Apple im Jahr 2021 verwendet wurde. Konkret ging es damals um ein Verfahren, das von Dating-App-Anbietern angestrengt wurde.
"Ein Jahrzehnt lang hat Apple seine beherrschende Stellung auf dem Markt für den Vertrieb von Musik-Streaming-Apps über den App Store missbraucht", sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. "Sie taten dies, indem sie die Entwickler daran hinderten, die Verbraucher über alternative, billigere Musikdienste außerhalb des Apple-Ökosystems zu informieren. Dies ist nach den EU-Kartellvorschriften illegal."
Siehe auch:
"Apple-Steuer" macht Dienste teurer
Wer ein iPhone besitzt und einen externen Dienst wie Spotify abonnieren will, der kann das bequem vom Handy aus erledigen. Das ist in der Regel aber teurer, da Apple bei jeder derartigen Transaktion mitkassiert. Was viele nicht wissen: Wer ein Abo über den Browser abschließt, der zahlt weniger, also den regulären Preis von Spotify und Co.Das Problem dabei: Apple weist mit keinem Wort darauf hin, dass die Preise bei Buchung via iOS höher sind. Das ist verständlich, allerdings verhindert der kalifornische Konzern auch, dass andere Anbieter ihre Kunden drauf hinweisen. Und das hat Apple nun eine Wettbewerbsstrafe in Höhe von 1,8 Milliarden Euro eingebracht.
Die Strafe geht auf eine Beschwerde von Spotify auf dem Jahr 2019 zurück, damals beklagte sich das schwedische Unternehmen über die so genannte "Apple-Steuer" von 30 Prozent. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, kamen die EU-Wettbewerbshüter nun zum Schluss, dass Apples Beschränkungen unfaire Handelsbedingungen darstellen.
Laut Reuters ist das ein noch verhältnismäßig neues Argument in einem Kartellverfahren, da es erstmals von der niederländischen Kartellbehörde in einer Entscheidung gegen Apple im Jahr 2021 verwendet wurde. Konkret ging es damals um ein Verfahren, das von Dating-App-Anbietern angestrengt wurde.
"Ein Jahrzehnt lang hat Apple seine beherrschende Stellung auf dem Markt für den Vertrieb von Musik-Streaming-Apps über den App Store missbraucht", sagte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager. "Sie taten dies, indem sie die Entwickler daran hinderten, die Verbraucher über alternative, billigere Musikdienste außerhalb des Apple-Ökosystems zu informieren. Dies ist nach den EU-Kartellvorschriften illegal."
Apple widerspricht
Apple wird die Sache nicht hinnehmen und hat angekündigt, gerichtlich dagegen vorzugehen: "Die Entscheidung wurde getroffen, obwohl die Kommission keine glaubwürdigen Beweise für eine Schädigung der Verbraucherinnen und Verbraucher gefunden hat, und ignoriert die Realität eines florierenden, wettbewerbsfähigen und schnell wachsenden Marktes", teilte Apple in einem Statement mit und verwies darauf, dass diese Entscheidung einzig und alleine Spotify zugutekomme und vom schwedischen Dienst stark beeinflusst sei.
Zusammenfassung
- EU verhängt 1,8 Mrd. Euro Strafe gegen Apple
- Marktmachtmissbrauch durch Apple festgestellt
- Abos via iOS teurer wegen Apple-Provision
- Spotify beschwerte sich über "Apple-Steuer"
- EU sieht unfaire Handelsbedingungen durch Apple
- Apple soll Marktstellung bei Musik-Apps missbraucht haben
- Apple plant gerichtliche Anfechtung der EU-Entscheidung
Siehe auch:
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