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Microsoft und Amazon werfen jetzt russische Firmen aus ihren Clouds
Obwohl die großen Tech-Konzerne ihre Geschäfte mit Russland schon vor längerer zeit weitgehend eingestellt haben, konnten dortige Kunden noch immer verschiedene Cloud-Services nutzen. Damit ist nun bei Microsoft und Amazon auch Schluss.
Laut Softline-Managerin habe Microsoft die Sperrung seiner Azure-Produkte für russische Nutzer mit dem 12. Sanktions-Paket der EU begründet. Dieses sieht Beschränkungen für die Lieferung "bestimmter Management-, Business-Analyse- oder Design-Software, einschließlich Cloud-Lösungen, an in Russland registrierte Organisationen" bis spätestens 20. März vor.
Nach dem vollständigen Einmarsch Russlands in die Ukraine kündigte Microsoft bereits im März 2022 an, den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland einzustellen. Insbesondere bei den Cloud-basierten Angeboten zog sich die Umsetzung aber lange hin. Erst im August 2023 beschloss das Unternehmen beispielsweise, aufgrund der Sanktionen der EU und der USA die Erneuerung der Abonnements für die Office-Suite Microsoft 365 einzustellen.
Das zeigt auch eine Aussage des Alt, das eine gleichnamige russische Linux-Distribution entwickelt: "Die Unternehmen, die Abonnements bei Microsoft oder anderen ausländischen Dienstleistern für die Datenspeicherung abgeschlossen hatten, waren kurzsichtig. Es bestand immer das Risiko, vom Zugang abgeschnitten zu werden, und das hat sich nun bewahrheitet. Das ist ein ernsthaftes Problem für die Unternehmen, die es vermieden hatten, zu inländischen Software- und Dienstanbietern zu wechseln."
Siehe auch:
12. Sanktions-Paket
Ab Mittwoch, den 20. März, sollen die Zugänge zu einer ganzen Reihe von Business-Produkten gesperrt werden, teilte das russische IT-Unternehmen Softline seinen Kunden gegenüber mit. Dieses nutzt einige Azure- und AWS-Services, um IT-Dienste für russische Unternehmen anzubieten. Das werde fortan aber nur noch in deutlich eingeschränkterem Rahmen möglich sein.Laut Softline-Managerin habe Microsoft die Sperrung seiner Azure-Produkte für russische Nutzer mit dem 12. Sanktions-Paket der EU begründet. Dieses sieht Beschränkungen für die Lieferung "bestimmter Management-, Business-Analyse- oder Design-Software, einschließlich Cloud-Lösungen, an in Russland registrierte Organisationen" bis spätestens 20. März vor.
Nach dem vollständigen Einmarsch Russlands in die Ukraine kündigte Microsoft bereits im März 2022 an, den Verkauf seiner Produkte und Dienstleistungen in Russland einzustellen. Insbesondere bei den Cloud-basierten Angeboten zog sich die Umsetzung aber lange hin. Erst im August 2023 beschloss das Unternehmen beispielsweise, aufgrund der Sanktionen der EU und der USA die Erneuerung der Abonnements für die Office-Suite Microsoft 365 einzustellen.
Solange es geht
Der Leiter des russischen Ministeriums für digitale Entwicklung, Maksut Shadayev, erklärte dazu beschwichtigend, dass als Reaktion darauf viele Nutzer auf russische Linux-basierte Betriebssysteme als Alternative zur US-Software umsteigen würden. In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass Microsoft-Produkte in vielen Unternehmen so lange weitergenutzt werden, wie es geht.Das zeigt auch eine Aussage des Alt, das eine gleichnamige russische Linux-Distribution entwickelt: "Die Unternehmen, die Abonnements bei Microsoft oder anderen ausländischen Dienstleistern für die Datenspeicherung abgeschlossen hatten, waren kurzsichtig. Es bestand immer das Risiko, vom Zugang abgeschnitten zu werden, und das hat sich nun bewahrheitet. Das ist ein ernsthaftes Problem für die Unternehmen, die es vermieden hatten, zu inländischen Software- und Dienstanbietern zu wechseln."
Zusammenfassung
- Tech-Konzerne stellen Cloud-Services in Russland ein
- Microsoft und Amazon sperren ab 20. März Business-Produkte
- Softline kündigt eingeschränkte IT-Dienste für russische Firmen an
- EU-Sanktionspaket veranlasst Sperrung von Azure-Produkten
- Microsoft 365-Abonnements seit August 2023 nicht mehr erneuert
- Russisches Ministerium sieht Umstieg auf Linux als Lösung
- Russische Firmen nutzten ausländische Cloud-Dienste trotz Risiken
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Christian Kahle
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