Amazon kündigt Milliarden-Investitionen in Brandenburg an
Die hohen Milliarden-Investitionen, die Microsoft für Datenzentren in Deutschland ankündigte, werden von Amazon jetzt um mehr als das Doppelte überboten. In Brandenburg soll längerfristig der Kern der Europa-Cloud des Unternehmens entstehen.
Im Zuge dessen soll in Brandenburg das Herz einer sogenannten "AWS European Sovereign Cloud" entstehen. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Cloud-Infrastruktur für europäische Kunden, die vom übrigen AWS-Betrieb getrennt ist und somit die gesetzlichen Regelungen für den europäischen Markt erfüllen kann. Das betrifft insbesondere die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die eine Übermittlung von Daten europäischer Bürger in US-Datenzentren untersagt.
Die Europa-Cloud Amazons soll bis zum Jahresende 2025 starten. Bis dahin sollen die ersten drei Datenzentren in Brandenburg gebaut und einsatzfähig sein. Ausgehend von diesem Impuls sollen dann weitere Cloud- und Digitalfachkräfte herangezogen und erneuerbare Energieprojekte vorangetrieben werden, um die Aktivitäten in der Region ausbauen zu können.
Ob Amazon in Brandenburg bereits einen Standort für das oder die Datenzentren gefunden hat, wurde aus der Ankündigung noch nicht klar. Sehr wahrscheinlich ist allerdings eine Ansiedlung im Umland Berlins, wo ein guter Zugang an den Internet-Backbone besteht.
Siehe auch:
Eigenständige Europa-Cloud
Wie der US-Handelskonzern jetzt mitteilte, plane man aktuell Investitionen in Höhe von rund 7,8 Milliarden Euro in der Region um die Bundeshauptstadt Berlin herum. Allerdings erstreckt sich das Vorhaben bis zum Jahr 2040. Wie sich die Gesamtinvestitionen über die Zeit verteilen, ist nicht ganz klar - es ist aber anzunehmen, dass zu Beginn erst einmal größere Ausgaben getätigt werden, um das Projekt anzuschieben.Im Zuge dessen soll in Brandenburg das Herz einer sogenannten "AWS European Sovereign Cloud" entstehen. Dabei handelt es sich um eine eigenständige Cloud-Infrastruktur für europäische Kunden, die vom übrigen AWS-Betrieb getrennt ist und somit die gesetzlichen Regelungen für den europäischen Markt erfüllen kann. Das betrifft insbesondere die Konformität mit der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), die eine Übermittlung von Daten europäischer Bürger in US-Datenzentren untersagt.
Die Europa-Cloud Amazons soll bis zum Jahresende 2025 starten. Bis dahin sollen die ersten drei Datenzentren in Brandenburg gebaut und einsatzfähig sein. Ausgehend von diesem Impuls sollen dann weitere Cloud- und Digitalfachkräfte herangezogen und erneuerbare Energieprojekte vorangetrieben werden, um die Aktivitäten in der Region ausbauen zu können.
Impuls für die Region
"Insgesamt wird die geplante AWS-Investition bis 2040 voraussichtlich 17,2 Milliarden Euro zum deutschen Bruttoinlandsprodukt und zur Schaffung von 2800 Vollzeitstellen bei regionalen Unternehmen beitragen", rechnete Amazon vor. Diese Arbeitsplätze umfassen die Bereiche Bau, Instandhaltung, Ingenieurwesen, Telekommunikation und die breitere regionale Wirtschaft, hieß es.Ob Amazon in Brandenburg bereits einen Standort für das oder die Datenzentren gefunden hat, wurde aus der Ankündigung noch nicht klar. Sehr wahrscheinlich ist allerdings eine Ansiedlung im Umland Berlins, wo ein guter Zugang an den Internet-Backbone besteht.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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