Microsoft stoppt Lizenzverlängerungen für russische Nutzer
Bereits im März vergangenen Jahres hatte Microsoft bestätigt, den Verkauf sämtlicher Produkte in Russland einzustellen und bestehende Verträge nur noch bis zum Auslaufen dieser weiter zu erfüllen. Nun werden auch Lizenzverlängerungen eingestellt.
Lizenzverlängerungen werden laut der Ankündigung zum 30. September 2023 eingestellt. Neuabschlüsse waren schon länger nicht mehr möglich. Laut dem Bericht wird die Änderung die russischen Unternehmen hart treffen, denn nach den derzeitigen Schätzungen seien noch immer zwischen 70 und 90 Prozent der Firmen abhängig von Produkten und Lösungen von Microsoft. Infografik Sanktionen: Rückzug der Tech-Konzerne trifft Millionen Russen
"Microsoft ist nicht mehr in der Lage, Überweisungen auf ein lokales Bankkonto als Zahlungsmethode für Microsoft-Dienste in Russland zu akzeptieren. Angesichts dessen teilt Ihnen Microsoft mit einer Frist von 60 Tagen hiermit ausdrücklich mit, dass dies nach dem 30. September 2023 der Fall sein wird. Ab (wirksames Kündigungsdatum) können Sie Ihre bestehenden Abonnements nicht mehr verlängern.
Alle aktiven Abonnements zum Datum der wirksamen Kündigung bleiben für den Rest ihres jeweiligen aktuellen Abonnementzeitraums bestehen, vorbehaltlich der Bedingungen Ihrer Vereinbarung. Diese Abonnements können jedoch nicht verlängert werden. Bitte ergreifen Sie zuvor die erforderlichen Schritte, um Ihre Daten zu sichern."
Microsoft setzt zudem die Einführung neuer Produkte, den Verkauf von Dienstleistungen und viele andere Aspekte seiner Aktivitäten in Russland in Übereinstimmung mit Sanktionen der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten aus, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber Forbes.
Siehe auch:
Ab 30. September 2023 ist Schluss
Das meldet Forbes Russland und bezieht sich dabei auf Schreiben, die der Konzern an russische Unternehmen versandt haben soll. Nach dem langen Hin und Her seit Kriegsbeginn im Frühjahr 2022 gibt es jetzt auch einen konkreten Termin.Lizenzverlängerungen werden laut der Ankündigung zum 30. September 2023 eingestellt. Neuabschlüsse waren schon länger nicht mehr möglich. Laut dem Bericht wird die Änderung die russischen Unternehmen hart treffen, denn nach den derzeitigen Schätzungen seien noch immer zwischen 70 und 90 Prozent der Firmen abhängig von Produkten und Lösungen von Microsoft. Infografik Sanktionen: Rückzug der Tech-Konzerne trifft Millionen Russen
Umstellung läuft
Man habe laut einem Forbes-Experten dabei zwar schon einen Rückgang bei der Nutzung von Microsoft-Produkten allgemein gespürt und einige Unternehmen haben die Umstellung auf andere Anbieter begonnen. Die meisten Unternehmen benötigten aber einfach mehr Zeit. Dabei heißt es nun in dem Anschreiben an Kunden:"Microsoft ist nicht mehr in der Lage, Überweisungen auf ein lokales Bankkonto als Zahlungsmethode für Microsoft-Dienste in Russland zu akzeptieren. Angesichts dessen teilt Ihnen Microsoft mit einer Frist von 60 Tagen hiermit ausdrücklich mit, dass dies nach dem 30. September 2023 der Fall sein wird. Ab (wirksames Kündigungsdatum) können Sie Ihre bestehenden Abonnements nicht mehr verlängern.
Alle aktiven Abonnements zum Datum der wirksamen Kündigung bleiben für den Rest ihres jeweiligen aktuellen Abonnementzeitraums bestehen, vorbehaltlich der Bedingungen Ihrer Vereinbarung. Diese Abonnements können jedoch nicht verlängert werden. Bitte ergreifen Sie zuvor die erforderlichen Schritte, um Ihre Daten zu sichern."
Microsoft setzt zudem die Einführung neuer Produkte, den Verkauf von Dienstleistungen und viele andere Aspekte seiner Aktivitäten in Russland in Übereinstimmung mit Sanktionen der Europäischen Union, des Vereinigten Königreichs und der Vereinigten Staaten aus, erklärte ein Unternehmenssprecher gegenüber Forbes.
Zusammenfassung
- Microsoft stellt Verkauf und Lizenzverlängerungen in Russland ein
- Änderung tritt zum 30. September 2023 in Kraft
- 70 bis 90 Prozent der russischen Firmen nutzen Microsoft-Produkte
- Unternehmen müssen auf andere Anbieter umsteigen
- Überweisungen auf lokale Bankkonten in Russland nicht mehr akzeptiert
- Aktive Abonnements bleiben bis zum Ende der Laufzeit bestehen
- Maßnahme erfolgt in Übereinstimmung mit EU, UK und US-Sanktionen
Siehe auch:
- Ukraine: Polizei hebt gigantische Botfarm in Diensten Russlands aus
- Russland verbietet Staatsbediensteten die Nutzung von Apple-Geräten
- Russland will Piraterie legalisieren - Firmen dort finden das nicht knorke
- Eigenzensur bitte: Russland findet Kompromiss mit Piraten-Seiten
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