Scharfe EU-Warnung wirkt: Apple windet sich im Kampf mit Epic zurück
Nach dem Motto "Man kann es ja mal versuchen" hatte Apple im ewigen Streit mit Epic Games probiert, den Start eines alternativen App-Stores in der EU zu verhindern. Nach deutlicher Warnung durch Regulatoren zieht Apple schnell wieder zurück und muss Epic gewähren lassen.
Jahre später hat Apple in der EU jüngst den starken Mann markiert und Epic abermals versagt, einen eigenen App-Store anzubieten. Das ging ordentlich nach hinten los.
Anfang letzter Woche war klar geworden, dass Apple trotz klar anderslautender Regeln im neuen Digital Markets Act (DMA) versucht, Epic Games daran zu hindern, Fortnite für iOS über einen eigenen Game-Store anzubieten. Dabei beruft man sich auf "frühere Vertragsverletzungen." Wie Reuters berichtet, dauerte es nur kurz, bis die EU reagierte.
Demnach hatte Thierry Breton, Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, gegenüber Apple eine klare Warnung ausgesprochen, es mit Epic Games und der anhaltenden Blockade nicht zu weit zu treiben. Dank der neuen Marktregeln durch den DMA scheint Apple diesen Schuss vor den Bug auch ernst zu nehmen.
"Ich nehme mit Genugtuung zur Kenntnis, dass Apple nach unseren Gesprächen beschlossen hat, die Entscheidung über den Ausschluss von Epic zurückzunehmen", so Breton. Der Kommissar ist sich sicher, dass diese Entscheidung nur auf Basis des DMA erzielt werden konnte. Die neuen Regeln würden im Fall von Apple direkt nach Inkrafttreten "sehr konkrete Ergebnisse" liefern. Siehe auch:
- Apple versuchte Epics alternativen App-Store in EU zu stoppen
- Regulatoren warnen Apple, Epic muss App-Store anbieten dürfen
- Epic Games wollte 2020 eigenen Bezahldienst für Fortnite einführen
- Apple scheitert mit Blockade gegen Epic durch Digital Markets Act
- EU-Kommissar Breton mahnt Apple, Blockade nicht zu übertreiben
- Apple nimmt Entscheidung gegen Epic nach EU-Gesprächen zurück
- Breton sieht DMA als Grund für Apples Einlenken gegenüber Epic
EU zieht Apple die Zügel an: Epic-Sieg
Der Streit Apple gegen Epic Games dauert schon lange an. Der Spieleentwickler hatte den iPhone-Konzern im Jahr 2020 erzürnt, weil man einen eigenen Bezahldienst für Fortnite auf iOS etablieren wollte. Seitdem streiten die beiden Unternehmen.Jahre später hat Apple in der EU jüngst den starken Mann markiert und Epic abermals versagt, einen eigenen App-Store anzubieten. Das ging ordentlich nach hinten los.
Anfang letzter Woche war klar geworden, dass Apple trotz klar anderslautender Regeln im neuen Digital Markets Act (DMA) versucht, Epic Games daran zu hindern, Fortnite für iOS über einen eigenen Game-Store anzubieten. Dabei beruft man sich auf "frühere Vertragsverletzungen." Wie Reuters berichtet, dauerte es nur kurz, bis die EU reagierte.
Demnach hatte Thierry Breton, Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, gegenüber Apple eine klare Warnung ausgesprochen, es mit Epic Games und der anhaltenden Blockade nicht zu weit zu treiben. Dank der neuen Marktregeln durch den DMA scheint Apple diesen Schuss vor den Bug auch ernst zu nehmen.
"Ich nehme mit Genugtuung zur Kenntnis, dass Apple nach unseren Gesprächen beschlossen hat, die Entscheidung über den Ausschluss von Epic zurückzunehmen", so Breton. Der Kommissar ist sich sicher, dass diese Entscheidung nur auf Basis des DMA erzielt werden konnte. Die neuen Regeln würden im Fall von Apple direkt nach Inkrafttreten "sehr konkrete Ergebnisse" liefern. Siehe auch:
- Wegen eines Punktes: Apple zieht gegen Epic vor das Höchstgericht
- Apple triumphiert über Epic Games, das in der Berufung scheitert
- Apple-Klage: Microsoft stellt sich in der Berufung auf Epic Games Seite
- Epic-Chef fordert gemeinsamen App-Store von Apple und Google
- Apple vs. Epic: Berufung gegen Urteil zu alternativen Zahlmethoden
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