Apple: iOS-Sideloading wird einfacher, nämlich direkt per Webseite
Die EU hat zuletzt mehrere Unternehmen gezwungen, ihre Software-Angebote anzupassen und zu öffnen, hier kam das Gesetz über digitale Märkte zum Einsatz. Im Fall von Apple betrifft das u. a. die Möglichkeit zum so genannten Sideloading - und das wird einfacher als gedacht.
Eine Wahl hat Apple hier allerdings nicht und so wurde mit iOS 17.4 bereits ein Update verteilt, das die EU-Richtlinien umsetzt. Dabei kann man durchaus sagen, dass Apple Sideloading als das kleinere Übel sieht: Denn der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat bekannt gegeben, dass man in einem für das "Frühjahr" geplanten Update die so genannte "Web-Distribution" einführen wird.
Das ist (in der Theorie) so simpel wie es klingt, denn damit wird man Sideloading durchführen können, und zwar direkt über den Besuch einer entsprechenden Webseite bzw. den Download der erforderlichen Dateien. "Apple wird den Zugang zu APIs ermöglichen, die die Verbreitung von Entwickler-Apps über das Internet, die Integration in Systemfunktionen, das Sichern und Wiederherstellen von Benutzer-Apps und vieles mehr erleichtern", schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung dazu.
Siehe auch:
Am App Store vorbei, aber nicht an Apple
Der Digital Markets Act (DMA) bringt europäischen Nutzern so manche Möglichkeit, um die sie Anwender im Rest der Welt beneiden. Im Fall von Apple hat das zur Folge, dass Nutzer auf eigenen Wunsch Apps am offiziellen App Store vorbei installieren können. Das soll nach Vorstellung der EU einerseits zu alternativen App-Stores führen, andererseits das so genannte Sideloading ermöglichen. Im Fall von Drittanbieter-Stores unternimmt Apple allerdings alles, um das so wenig attraktiv wie nur möglich zu gestalten.Eine Wahl hat Apple hier allerdings nicht und so wurde mit iOS 17.4 bereits ein Update verteilt, das die EU-Richtlinien umsetzt. Dabei kann man durchaus sagen, dass Apple Sideloading als das kleinere Übel sieht: Denn der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino hat bekannt gegeben, dass man in einem für das "Frühjahr" geplanten Update die so genannte "Web-Distribution" einführen wird.
Das ist (in der Theorie) so simpel wie es klingt, denn damit wird man Sideloading durchführen können, und zwar direkt über den Besuch einer entsprechenden Webseite bzw. den Download der erforderlichen Dateien. "Apple wird den Zugang zu APIs ermöglichen, die die Verbreitung von Entwickler-Apps über das Internet, die Integration in Systemfunktionen, das Sichern und Wiederherstellen von Benutzer-Apps und vieles mehr erleichtern", schreibt das Unternehmen in einer Mitteilung dazu.
Sicherheit gewährleistet
Die Möglichkeit zum Web-Download bedeutet allerdings nicht, dass Apple die Kontrolle aus der Hand gibt. Denn der Konzern muss auch bei dieser Methode die jeweilige App stets absegnen, damit die Sicherheit gewährleistet ist: " Mit App Store Connect können Entwickler signierte Binärdateien einfach herunterladen und auf ihrer Website zur Verteilung bereitstellen. Um Apps von der Website eines Entwicklers zu installieren, müssen die Nutzer den Entwickler zunächst in den Einstellungen ihres iPhones für die Installation von Apps freigeben", erklärt Apple.
Zusammenfassung
- EU zwingt Firmen zur Anpassung ihrer Software-Angebote
- Apple ermöglicht Sideloading durch EU-Gesetz
- iOS 17.4 Update setzt EU-Richtlinien um
- Apple führt Web-Distribution für App-Installation ein
- Entwickler-Apps können über Webseiten verbreitet werden
- Apple behält Kontrolle bei Web-Download von Apps
- Nutzer müssen Entwickler für App-Installation freigeben
Siehe auch:
- VZBV: Apple und Google setzen den neuen DMA nicht richtig um
- Scharfe EU-Warnung wirkt: Apple windet sich im Kampf mit Epic zurück
- Apple bereitet sich darauf vor, "Apple ID" in Rente zu schicken
- EU prüft Klage: Hat Apple den Digital Markets Act bereits verletzt?
- Kein iOS-Käfig mehr: Wechsel von Apple auf Android wird einfacher
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