Neuerliche Eskalation: Apple sperrt Entwickler-Account von Epic Games
Der Streit zwischen Apple und Epic geht auf das Jahr 2020 zurück. Damals beschwerte sich der Spiele-Anbieter über die Praktiken des iOS-Anbieters, es kam zu einer langwierigen gerichtlichen Auseinandersetzung. Die ist an sich vorbei, flammt aber wieder auf - mehr denn je.
Konkret bedeutet das, dass der Fortnite-Entwickler seinen Epic Games Store in der EU nicht auf Apple-Geräte bringen kann. Das Ganze hängt mit dem Gesetz über digitale Märkte alias Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union zusammen. Denn Apple weigert sich seit Jahren, externe Stores auf seinem mobilen Betriebssystem zuzulassen
Der DMA schreibt das allerdings vor, zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis versucht Apple alles, um eine derartige Öffnung doch noch zu verhindern. Mitte Februar sah es aber ganz danach aus, als würde der Epic Games Store tatsächlich auf iOS kommen.
So schrieb auch Epic ursprünglich selbst auf Twitter: "Wir bieten Entwicklern auf allen Plattformen mehr Möglichkeiten und freuen uns auf das, was noch kommen wird . . . darunter die Einführung des Epic Games Store für iOS in Europa. Entwicklerkonto gesichert, los geht's!"
Doch nun ist alles wieder anders, man kann auch beim Alten schreiben. Denn mittlerweile schreibt Epic: "Zu unserer Überraschung hat Apple das Konto gekündigt und wir können den Epic Games Store für iOS nicht mehr entwickeln." Das sei ein "schwerer Verstoß" gegen den DMA, so Epic: "Sie untergraben unsere Fähigkeit, ein ernstzunehmender Konkurrent zu sein, und sie zeigen anderen Entwicklern, was passiert, wenn du versuchst, mit Apple zu konkurrieren oder ihre unfairen Praktiken zu kritisieren."
Laut Schiller gefährde das die Sicherheit von iOS: "Ein weiterer vorsätzlicher Verstoß könnte die Sicherheit der iOS-Plattform sowie die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer bedrohen."
Siehe auch:
Epic vs. Apple: In den USA zu Ende, Fortsetzung in der EU
Der Fall Epic gegen Apple wurde (in den USA) an sich bereits ausverhandelt und mit Ausnahme eines Punktes bekam der Konzern aus dem kalifornischen Cupertino Recht. Daraufhin wurden Epic und Fortnite wieder freigeschaltet, doch nun eskaliert die Angelegenheit erneut. Denn Epic wirft Apple vor, dass der iOS-Betreiber weniger als einen Monat nach der Freischaltung seines europäischen App-Store-Entwicklerkontos (das auf Epic Games Sweden AB läuft) dieses nun wieder gekündigt hat.Konkret bedeutet das, dass der Fortnite-Entwickler seinen Epic Games Store in der EU nicht auf Apple-Geräte bringen kann. Das Ganze hängt mit dem Gesetz über digitale Märkte alias Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union zusammen. Denn Apple weigert sich seit Jahren, externe Stores auf seinem mobilen Betriebssystem zuzulassen
Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Der DMA schreibt das allerdings vor, zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis versucht Apple alles, um eine derartige Öffnung doch noch zu verhindern. Mitte Februar sah es aber ganz danach aus, als würde der Epic Games Store tatsächlich auf iOS kommen.
So schrieb auch Epic ursprünglich selbst auf Twitter: "Wir bieten Entwicklern auf allen Plattformen mehr Möglichkeiten und freuen uns auf das, was noch kommen wird . . . darunter die Einführung des Epic Games Store für iOS in Europa. Entwicklerkonto gesichert, los geht's!"
Doch nun ist alles wieder anders, man kann auch beim Alten schreiben. Denn mittlerweile schreibt Epic: "Zu unserer Überraschung hat Apple das Konto gekündigt und wir können den Epic Games Store für iOS nicht mehr entwickeln." Das sei ein "schwerer Verstoß" gegen den DMA, so Epic: "Sie untergraben unsere Fähigkeit, ein ernstzunehmender Konkurrent zu sein, und sie zeigen anderen Entwicklern, was passiert, wenn du versuchst, mit Apple zu konkurrieren oder ihre unfairen Praktiken zu kritisieren."
Apple verweist auf Sicherheit
Apple selbst behauptet, dass Epic nicht vorhat, sich an die Regeln zu halten und verweist dabei u. a. auf Aussagen von Epic-Chef Tim Sweeney: "Deine farbenfrohe Kritik an unserem Plan zur Einhaltung der DMA sowie Epics bisherige Praxis, absichtlich gegen Vertragsbestimmungen zu verstoßen, mit denen es nicht einverstanden ist, lassen stark darauf schließen, dass Epic Sweden nicht die Absicht hat, die Regeln zu befolgen", schrieb Apples Phil Schiller in einer E-Mail Mitte Februar, die Epic auf seiner Seite veröffentlicht hat.Laut Schiller gefährde das die Sicherheit von iOS: "Ein weiterer vorsätzlicher Verstoß könnte die Sicherheit der iOS-Plattform sowie die Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer bedrohen."
Zusammenfassung
- Streit Apple vs. Epic seit 2020 um iOS-Praktiken entbrannt
- Gerichtsurteil meist zu Apples Gunsten, Fortnite wieder freigeschaltet
- Epic wirft Apple vor, Entwicklerkonto erneut gekündigt zu haben
- EU-Gesetz DMA fordert Öffnung für externe Stores, Apple sträubt sich
- Epic Games Store sollte laut Epic auf iOS in Europa starten
- Apple kündigt Konto, Epic sieht Verstoß gegen DMA und Wettbewerbshindernis
- Apple bezweifelt Epics Willen zur Regelkonformität und fürchtet Sicherheitsrisiken
Siehe auch:
- Wegen eines Punktes: Apple zieht gegen Epic vor das Höchstgericht
- Apple triumphiert über Epic Games, das in der Berufung scheitert
- Apple-Klage: Microsoft stellt sich in der Berufung auf Epic Games Seite
- Epic-Chef fordert gemeinsamen App-Store von Apple und Google
- Apple vs. Epic: Berufung gegen Urteil zu alternativen Zahlmethoden
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