Wegen eines Punktes: Apple zieht gegen Epic vor das Höchstgericht
Eigentlich konnte Apple gegen Epic "triumphieren", wie wir im Frühling schrieben, denn ein Berufungsgericht gab dem Konzern aus dem kalifornischen Cupertino in fast allen Punkten recht. "Fast" deshalb, weil sich Epic in einem einzigen Aspekt durchsetzen konnte - vorerst.
In neun von insgesamt zehn im Fall Epic Games gegen Apple verhandelten Punkten hat ein Berufungsgericht dem App-Store-Betreiber recht gegeben. Der Herausforderer hingegen konnte erreichen, dass das Gericht bestätigt, dass die Einschränkungen im Apple-Store "eine erhebliche wettbewerbswidrige Wirkung haben, die den Verbrauchern schadet".
Konkret geht es dabei darum, dass Apple externen Entwicklern nicht verbieten kann, dass diese in ihren Apps Links und Buttons zu Zahlungsoptionen bereitstellen, die außerhalb des App-Stores liegen - das ist ein Schritt, der die an Apple gezahlten Verkaufsprovisionen verringert, weil die Nutzer der für alle Transaktionen fälligen "Apple-Steuer" entkommen.
Apple geht es natürlich nur um diesen einen Punkt, allerdings kann Epic Games die Angelegenheit ausweiten und seinerseits den Supreme Court anrufen. Bisher ist aber nicht klar, ob Epic tatsächlich diesen Schritt gehen wird.
Siehe auch:
Konkret geht es dabei darum, dass Apple externen Entwicklern nicht verbieten kann, dass diese in ihren Apps Links und Buttons zu Zahlungsoptionen bereitstellen, die außerhalb des App-Stores liegen - das ist ein Schritt, der die an Apple gezahlten Verkaufsprovisionen verringert, weil die Nutzer der für alle Transaktionen fälligen "Apple-Steuer" entkommen.
Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Apple ruft den Supreme Court an
Allerdings ist auch hier noch nicht das letzte Wort gesprochen, denn Apple will auch noch den letzten Punkt im eigenen Sinne geklärt haben - und zieht deshalb vor das US-amerikanische Höchstgericht. Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, hat der kalifornische Konzern in jüngerer Vergangenheit die für diesen Schritt notwendigen rechtlichen Dokumente eingereicht.Apple geht es natürlich nur um diesen einen Punkt, allerdings kann Epic Games die Angelegenheit ausweiten und seinerseits den Supreme Court anrufen. Bisher ist aber nicht klar, ob Epic tatsächlich diesen Schritt gehen wird.
Fortnite bleibt fort
Auch Monate nach der Entscheidung des Berufungsgerichts ist das prominente "Opfer" dieses Falles - die iOS-Verfügbarkeit von Fortnite - nicht im App Store von Apple zurück. Seit mittlerweile drei Jahren ist der Epic-Hit allenfalls über Umwege auf iOS-Geräten spielbar und angesichts des Umstandes, dass es nun vor das US-Höchstgericht geht, ist nicht zu erwarten, dass sich das bald ändert.
Zusammenfassung
- Apple bekam in neun von zehn Punkten im Fall Epic Games recht.
- Punkt, in dem Epic Recht bekam: Einschränkungen im Store schaden Verbrauchern.
- Apple will letzten Punkt vor US-Höchstgericht klären.
- Epic Games kann Angelegenheit ausweiten und ebenfalls vor Supreme Court ziehen.
- Fortnite ist seit drei Jahren nicht im App Store verfügbar.
Siehe auch:
- Apple triumphiert über Epic Games, das in der Berufung scheitert
- Apple-Klage: Microsoft stellt sich in der Berufung auf Epic Games Seite
- Epic-Chef fordert gemeinsamen App-Store von Apple und Google
- Apple vs. Epic: Berufung gegen Urteil zu alternativen Zahlmethoden
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