Apple-Klage: Microsoft stellt sich in der Berufung auf Epic Games Seite
Der Streit zwischen dem Spiele-Riesen Epic Games und iPhone-Hersteller Apple geht in die nächste Runde: Für ein Berufungsverfahren haben sich nun prominente Partner wie Microsoft noch einmal gegen Apples App Store-Richtlinien ausgesprochen.
Auch eine Reihe an US-Bundesstaaten stellt sich in dem Streit auf die Seite von Epic Games. Der Streit zwischen Epic Games und Apple läuft inzwischen schon seit Jahren. Über den aktuellen Stand der Dinge hat Martin Geuß alias Dr. Windows jetzt einen interessanten Vermerk entdeckt: Microsoft stellt sich in dem Berufungsverfahren auf die Seite von Epic Games und spricht sich gegen die aktuellen App-Store-Richtlinien von Apple aus. Apple würde dabei, so Microsoft, den Wettbewerb durch seinen mobilen App Store behindern.
Dass Microsoft das so sieht, wurde zuletzt klar, als Microsoft selbst mit dem Xbox Game Pass Opfer der App-Richtlinien wurde. Microsoft hat sich aber selbst auch gewandelt und hat Epic Games in seinen Store damit locken können, dass Epic die gesamten Umsätze behält und keine Provisionen abgeben muss.
"Das Verhalten von Apple hat den Entwicklern mobiler Apps und Millionen von Bürgern geschadet und tut es noch immer", heißt es in den Stellungnahmen der Bundesstaaten. "In der Zwischenzeit monopolisiert Apple weiterhin den App-Vertrieb und In-App-Zahlungslösungen für iPhones, unterdrückt den Wettbewerb und sammelt wettbewerbsübersteigende Gewinne in der Smartphone-Industrie, die jährlich fast eine Billion Dollar erwirtschaftet."
Das Justizministerium hatte in einer Erklärung für die Berufung ausgeführt, dass die US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers "mehrere Rechtsfehler begangen hat, die eine wirksame Durchsetzung des Kartellrechts gefährden könnten, insbesondere in der digitalen Wirtschaft".
Rogers hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass die 15- bis 30-prozentige Provision, die Apple einigen App-Herstellern über sein In-App-Payment-System berechnet, nicht gegen das Kartellrecht verstößt. Von Apple wird nun eine Stellungnahme bis März erwartet.
Siehe auch:
Epic Games trollt Apple mit einem "1984" Fortnite-Video
Dass Microsoft das so sieht, wurde zuletzt klar, als Microsoft selbst mit dem Xbox Game Pass Opfer der App-Richtlinien wurde. Microsoft hat sich aber selbst auch gewandelt und hat Epic Games in seinen Store damit locken können, dass Epic die gesamten Umsätze behält und keine Provisionen abgeben muss.
Viel Gewicht
Vor allem der letzte Punkt dürfte nun in dem Berufungsverfahren wichtig werden. Zudem erwarten Experten, dass Microsoft mit seiner Stellungnahme in dem App-Store-Streit großen Einfluss auf das Gericht haben wird, da der Konzern zeigt, dass man eben nicht wie Apple handeln muss. Neben der neuen Stellungnahme von Microsoft hatten sich vor Kurzem auch insgesamt 34 der US-Bundesstaaten geäußert. Von den Vertretern wurden Schriftstücke eingereicht, die ihre Auffassung vertreten, dass Apple den Wettbewerb durch seinen mobilen App Store behindert."Das Verhalten von Apple hat den Entwicklern mobiler Apps und Millionen von Bürgern geschadet und tut es noch immer", heißt es in den Stellungnahmen der Bundesstaaten. "In der Zwischenzeit monopolisiert Apple weiterhin den App-Vertrieb und In-App-Zahlungslösungen für iPhones, unterdrückt den Wettbewerb und sammelt wettbewerbsübersteigende Gewinne in der Smartphone-Industrie, die jährlich fast eine Billion Dollar erwirtschaftet."
Das Justizministerium hatte in einer Erklärung für die Berufung ausgeführt, dass die US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers "mehrere Rechtsfehler begangen hat, die eine wirksame Durchsetzung des Kartellrechts gefährden könnten, insbesondere in der digitalen Wirtschaft".
Rogers hatte im vergangenen Jahr entschieden, dass die 15- bis 30-prozentige Provision, die Apple einigen App-Herstellern über sein In-App-Payment-System berechnet, nicht gegen das Kartellrecht verstößt. Von Apple wird nun eine Stellungnahme bis März erwartet.
Siehe auch:
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Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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