Apple blockiert "iMessage für Android" und das wird zum Politikum
Apple betreibt zwar viele geschlossene Plattformen, eine der bekanntesten ist jene für Messaging - zu erkennen an der Trennung zwischen grünen und blauen Sprechblasen. Einen aktuellen Versuch, das auszuhebeln, hat Apple nun verhindert - und wird dafür kritisiert.
Zuletzt hat es deshalb Versuche gegeben, für Android-Nutzer die Möglichkeit zu schaffen, von ihrem Smartphone mit Google-Betriebssystem auch "blaue" Nachrichten in Richtung iOS und iMessage zu verschicken. Eine von Nothing forcierte Lösung ging aufgrund von Sicherheitsbedenken (spektakulär) schief, eine andere Anwendung hat Apple nun aus dem Verkehr gezogen.
Das hat inzwischen auch Kritik auf sich gezogen, denn die bekannte und Big-Tech-kritische Senatorin Elizabeth Warren schrieb auf Twitter: "Texte mit grüner Sprechblase sind weniger sicher. Warum sollte Apple also eine neue App blockieren, die es Android-Nutzern ermöglicht, mit iPhone-Nutzern über iMessage zu chatten? Big Tech-Manager schützen ihre Gewinne, indem sie Konkurrenten ausschalten. Chatten zwischen verschiedenen Plattformen sollte einfach und sicher sein." Ob das Apple beeindruckt, ist freilich eine andere Frage.
Siehe auch:
Grüne Sprechblase als Stigma
Vor allem in den USA ist das Thema grüne/blaue Bubbles ein viel diskutiertes, denn es gilt als eine Art Stigma, iOS-Anwendern eine normale SMS bzw. die Nachfolgelösung Rich Communication Services (RCS) zu schicken. Denn iMessage-Nutzer schicken sich gegenseitig Nachrichten mit blauen Sprechblasen. Das ist zwar auch eine Diskussion, in der es um Features sowie Sicherheit geht, es ist allerdings auch eine Frage des Marketings. Denn viele Anwender meiden Android-Smartphones auch deshalb, weil sie fürchten, mit Freunden und Verwandten per grüner Blase kommunizieren zu müssen.Zuletzt hat es deshalb Versuche gegeben, für Android-Nutzer die Möglichkeit zu schaffen, von ihrem Smartphone mit Google-Betriebssystem auch "blaue" Nachrichten in Richtung iOS und iMessage zu verschicken. Eine von Nothing forcierte Lösung ging aufgrund von Sicherheitsbedenken (spektakulär) schief, eine andere Anwendung hat Apple nun aus dem Verkehr gezogen.
Beeper Mini
Konkret ist hier von Beeper Mini die Rede, das ist oder besser gesagt war eine gut funktionierende Lösung, die sich mit "iMessage für Android" umschreiben lässt. Per Reverse Engineering schaffte es das Startup, die Apple-Lösung aufzubohren. Dafür gab es auch viel Lob. Doch die Freude währte nur kurz, denn Apple schaffte es nach nur wenigen Tagen, Beeper Mini zu blocken (via The Verge). Zunächst hatte die App technische Schwierigkeiten, mittlerweile funktioniert sie gar nicht mehr.Das hat inzwischen auch Kritik auf sich gezogen, denn die bekannte und Big-Tech-kritische Senatorin Elizabeth Warren schrieb auf Twitter: "Texte mit grüner Sprechblase sind weniger sicher. Warum sollte Apple also eine neue App blockieren, die es Android-Nutzern ermöglicht, mit iPhone-Nutzern über iMessage zu chatten? Big Tech-Manager schützen ihre Gewinne, indem sie Konkurrenten ausschalten. Chatten zwischen verschiedenen Plattformen sollte einfach und sicher sein." Ob das Apple beeindruckt, ist freilich eine andere Frage.
Zusammenfassung
- Apple blockt App für Android-iMessage-Kommunikation
- Grün vs. blau bei Nachrichten stigmatisiert Android-Nutzer
- Beeper Mini ermöglichte "blaue" Nachrichten für Android
- Apple unterbindet Beeper Mini nach kurzer Zeit
- Senatorin Warren kritisiert Apple für Blockade von Beeper Mini
- Sicherheitsbedenken führten zum Scheitern anderer Lösungen
- Kritik an Apple für Schutz eigener Gewinne durch Ausschluss
Siehe auch:
- MyFritzApp Android: Update startet neue Sprachunterstützung
- Günstige Smartphones: Android-Woche bei Media Markt & Saturn
- Diebe wollen geklautes Android-Handy nicht: 'Dachten, es ist ein iPhone'
- Seeing AI: Microsoft bringt Android-Version und großes Feature-Update
- Microsoft wird mit Partnern eigenen Store auf Android und iOS starten
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