Nothing Phone 2 "hackt" Apple und verteilt bald iMessage-Support
Vor allem in den USA hat Apples Plattform iMessage einen regelrecht monopolistischen Stand und entsprechend oft beschwert sich Google über die grünen Chat-Bubbles, die an Android vergeben werden. Das Smartphone-Startup Nothing plant, sich darüber hinwegzusetzen.
Das Smartphone-Startup Nothing will sich hingegen nicht kümmern, was Apple dazu sagt und die blauen Nachrichten erzwingen: "Nothing ist der erste Smartphone-Hersteller, der eine Lösung für eine der größten Frustrationen bei der Kommunikation zwischen Android- und iOS-Nutzern anbietet. Mit Nothing Chats, powered by Sunbird, lassen sich direkt über das Nothing Phone blaue Nachrichten an Nutzer*innen anderer Smartphones versenden", schreibt der Hersteller in einem Blogbeitrag.
Wie Ars Technica erläutert, soll diese Funktionalität bereits Ende dieser Woche starten, Nothing Chats wird eine App sein, die RCS (also den SMS-"Nachfolger") und iMessage unterstützt. Wie erwähnt, kommt dabei Sunbird zum Einsatz. Das ist eine Anwendung, die beide Nachrichtenformate unterstützt.
Sunbird "tarnt" die Nachrichten als iMessage bzw. die Nutzer als iPhone-Anwender und bietet auch diverse Funktionalitäten der Apple-Plattform. Denn Apples Beharren auf iMessage ist nicht nur eine Frage der Chatfarbe, sondern auch der Features. Nothing Chats wird eigenen Angaben nach aber die Tippanzeige, Sharing hochauflösender Medien und Gruppennachrichten unterstützen. Lesebestätigungen und Tapback-Reaktionen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.
Apple wird zweifellos dennoch schnell darauf hinweisen, dass die Nutzerdaten angeblich unsicher sind. In der Tat müssen Nutzer die Apple ID-Daten an ein anderes Unternehmen aushändigen. Es wird sich auch zeigen, ob Apple rechtliche Schritte in die Wege leiten wird - Nothing-Co-Gründer Carl Pei rechnet allerdings nicht damit.
Siehe auch:
- iMessage dominiert USA; Google kritisiert grüne Android-Bubbles.
- Google fordert EU-Öffnung; Nothing ignoriert Apple.
- Nothing Chats sendet blaue Nachrichten via Sunbird.
- Start Ende der Woche; unterstützt RCS und iMessage.
- Funktionen wie Tippanzeige und Media-Sharing geplant.
- Datenschutzbedenken; Nothing verspricht Verschlüsselung.
- Apple könnte Sicherheitsrisiken anprangern; rechtliche Schritte offen.
Apple gegen Google und Android
Es ist vielleicht etwas schwierig zu erklären, warum iMessage in den USA einen so dominanten Stand hat, aber es ist eine Tatsache, dass viele US-Amerikaner Android keine Chance geben, weil sie die grüne Chatfarbe fürchten. Zuletzt hat Google auch die EU angerufen und will zumindest bei uns die Öffnung erzwingen. Denn iMessage ist in erster Linie ein Messenger wie WhatsApp, der zwar auch SMS unterstützt (diese werden dann eben grün angezeigt), seine volle Funktionalität aber eben nur zwischen Apple-Geräten ausspielen kann - also per blauen Sprechblasen.Das Smartphone-Startup Nothing will sich hingegen nicht kümmern, was Apple dazu sagt und die blauen Nachrichten erzwingen: "Nothing ist der erste Smartphone-Hersteller, der eine Lösung für eine der größten Frustrationen bei der Kommunikation zwischen Android- und iOS-Nutzern anbietet. Mit Nothing Chats, powered by Sunbird, lassen sich direkt über das Nothing Phone blaue Nachrichten an Nutzer*innen anderer Smartphones versenden", schreibt der Hersteller in einem Blogbeitrag.
Wie Ars Technica erläutert, soll diese Funktionalität bereits Ende dieser Woche starten, Nothing Chats wird eine App sein, die RCS (also den SMS-"Nachfolger") und iMessage unterstützt. Wie erwähnt, kommt dabei Sunbird zum Einsatz. Das ist eine Anwendung, die beide Nachrichtenformate unterstützt.
Nothing Phone erläutert, wie man iMessage unterstützen wird
Sunbird "tarnt" die Nachrichten als iMessage bzw. die Nutzer als iPhone-Anwender und bietet auch diverse Funktionalitäten der Apple-Plattform. Denn Apples Beharren auf iMessage ist nicht nur eine Frage der Chatfarbe, sondern auch der Features. Nothing Chats wird eigenen Angaben nach aber die Tippanzeige, Sharing hochauflösender Medien und Gruppennachrichten unterstützen. Lesebestätigungen und Tapback-Reaktionen werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.
Datenschutzfragen
Nutzer müssen sich aber im Klaren sein, dass das kein offizieller Weg ist. Das bedeutet, dass es durchaus Privatsphäre-Fragezeichen gibt, auch wenn Nothing beteuert, dass keine Daten gespeichert werden und zudem alle Nachrichten verschlüsselt sind.Apple wird zweifellos dennoch schnell darauf hinweisen, dass die Nutzerdaten angeblich unsicher sind. In der Tat müssen Nutzer die Apple ID-Daten an ein anderes Unternehmen aushändigen. Es wird sich auch zeigen, ob Apple rechtliche Schritte in die Wege leiten wird - Nothing-Co-Gründer Carl Pei rechnet allerdings nicht damit.
Siehe auch:
- Google & Co gegen Apple: EU soll Öffnung von iMessage erzwingen
- iMessage: Apple pocht auf Nutzermangel als Argument gegen EU-Gesetz
- Apple droht: Wir nehmen den Briten iMessage und FaceTime weg
- iMessage auf Windows-Desktop: Microsoft startet "iPhone" Link-App
- Redesign: Apple könnte iMessage erneuern & AR-Elemente hinzufügen
Thema:
Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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