iMessage: Apple pocht auf Nutzermangel als Argument gegen EU-Gesetz
Geht es nach Apple und Microsoft, sind Dienste wie iMessage und die Suchmaschine Bing in Europa nicht relevant genug, um vom sogenannten Digital Markets Act (DMA) reguliert zu werden. Dies behaupten die Firmen jedenfalls in Dokumenten, welche sie der EU vorgelegt haben.
Genau dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine Reihe von Dokumenten, die Apple der EU vorgelegt haben soll. Nach Meinung von Apple kann iMessage deshalb nicht als eine Art "Gatekeeper" betrachtet werden, also als Dienst, der Konkurrenzprodukten den erfolgreichen Eintritt in einen bestimmten Marktbereich erschweren könnte. Apple behauptet den Quellen zufolge unter anderem, dass iMessage auf unserem Kontinent nicht genügend Nutzer hat, um in den Wirkungsbereich des Digital Markets Act zu fallen.
Aktuell soll noch keine Entscheidung der EU gefallen sein, was die erste Ausgabe der vom Digital Markets Act betroffenen Firmen angeht. Es gilt laut Quellen aus dem Umfeld der EU-Politiker in Brüssel aber als sicher, dass unter anderem Google, Amazon, Meta von der neuen Gesetzgebung in ihrem Spielraum eingeschränkt werden sollen. Schätzungen zufolge hat iMessage weltweit bis zu eine Milliarde Nutzer, doch hat Apple schon seit einigen Jahren keine Zahlen mehr zu diesem Thema veröffentlicht.
So soll Bing hierzulande nur auf rund drei Prozent Marktanteil kommen. Eine laut dem DMA vorgesehene Pflicht, eine Auswahl anderer Suchmaschinen anzubieten, würde laut Microsofts Angaben unter Umständen dazu führen, dass Googles überragende Marktposition sogar noch weiter gestärkt wird.
Die EU will mit dem DMA, welches auf Deutsch "Gesetz über digitale Dienste und Märkte" bezeichnet wird, dafür sorgen, dass keiner der großen Technologiekonzerne seine Marktmacht ausnutzen kann, um sich einen geschäftlichen Vorteil zu erarbeiten. Die Vorgaben gelten eigentlich schon seit Mai 2023, doch noch sind viele Detailfragen ungeklärt, darunter eben auch, welche Firmen davon betroffen sein sollen.
Siehe auch:
Hat iMessage in Europa weniger als 45 Millionen User?
Apples Instant-Messaging-Dienst ist in den USA eine Macht. In dem nach wie vor geschlossenen System tummeln sich dort die Nutzer von Apple-Geräten praktisch exklusiv, doch hierzulande spielt iMessage kaum eine Rolle. Dies ist jedenfalls die Argumentation des wertvollsten Technologiekonzerns der Welt, wenn es darum geht, die Gefahr einer Regulierung durch die Europäische Union abzuwehren.Genau dies berichtet die Financial Times unter Berufung auf eine Reihe von Dokumenten, die Apple der EU vorgelegt haben soll. Nach Meinung von Apple kann iMessage deshalb nicht als eine Art "Gatekeeper" betrachtet werden, also als Dienst, der Konkurrenzprodukten den erfolgreichen Eintritt in einen bestimmten Marktbereich erschweren könnte. Apple behauptet den Quellen zufolge unter anderem, dass iMessage auf unserem Kontinent nicht genügend Nutzer hat, um in den Wirkungsbereich des Digital Markets Act zu fallen.
EU will Interoperabilität von Diensten erzwingen
Apple sieht sich deshalb nicht in der Pflicht, seinen Messenger zu verändern, um eine Interoperabilität mit konkurrierenden Produkten wie WhatsApp zu gewährleisten, heißt es weiter. Letztlich wird sich aber wohl zeigen müssen, wie Apple und die EU jeweils den Umfang des "Marktes" definieren, in dem iMessage genutzt wird. Apple dürfte argumentieren, dass sich das Szenario auf die EU-Staaten begrenzt, heißt es.Aktuell soll noch keine Entscheidung der EU gefallen sein, was die erste Ausgabe der vom Digital Markets Act betroffenen Firmen angeht. Es gilt laut Quellen aus dem Umfeld der EU-Politiker in Brüssel aber als sicher, dass unter anderem Google, Amazon, Meta von der neuen Gesetzgebung in ihrem Spielraum eingeschränkt werden sollen. Schätzungen zufolge hat iMessage weltweit bis zu eine Milliarde Nutzer, doch hat Apple schon seit einigen Jahren keine Zahlen mehr zu diesem Thema veröffentlicht.
Bing hat tatsächlich sehr geringe Marktanteile in Europa
Anders als Apple dürfte Microsoft durchaus gute Argumente haben, was die Reichweite seiner Suchmaschine Bing angeht. Die Redmonder hatten ähnlich wie Apple argumentiert, doch ist der Marktanteil der Suchmaschine sowie der damit verbundenen Dienste trotz der jüngst eingeführten KI-Funktionen nicht gestiegen und somit weiter vergleichsweise gering.So soll Bing hierzulande nur auf rund drei Prozent Marktanteil kommen. Eine laut dem DMA vorgesehene Pflicht, eine Auswahl anderer Suchmaschinen anzubieten, würde laut Microsofts Angaben unter Umständen dazu führen, dass Googles überragende Marktposition sogar noch weiter gestärkt wird.
Die EU will mit dem DMA, welches auf Deutsch "Gesetz über digitale Dienste und Märkte" bezeichnet wird, dafür sorgen, dass keiner der großen Technologiekonzerne seine Marktmacht ausnutzen kann, um sich einen geschäftlichen Vorteil zu erarbeiten. Die Vorgaben gelten eigentlich schon seit Mai 2023, doch noch sind viele Detailfragen ungeklärt, darunter eben auch, welche Firmen davon betroffen sein sollen.
Zusammenfassung
- Apple und Microsoft sehen iMessage und Bing als nicht regulierungsbedürftig.
- Apple argumentiert, iMessage habe in Europa nicht genügend Nutzer.
- Keine Notwendigkeit von Apple, iMessage anzupassen.
- Microsoft meint, mit einem Marktanteil von 3% keine Regulierung nötig.
- Die EU hat noch keine Entscheidung getroffen.
- Regulierungen sollen verhindern, dass Marktmacht ausgenutzt wird.
- DMA-Vorgaben gelten seit Mai, viele Detailfragen noch ungeklärt.
Siehe auch:
- Apple droht: Wir nehmen den Briten iMessage und FaceTime weg
- iMessage auf Windows-Desktop: Microsoft startet "iPhone" Link-App
- Redesign: Apple könnte iMessage erneuern & AR-Elemente hinzufügen
- URL-Trick ermöglicht WhatsApp-, Signal- und iMessage-Phishing
- iMessage: Google wirft Apple Mobbing vor - bietet aber selbst nichts
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