Apple droht: Wir nehmen den Briten iMessage und FaceTime weg
Apple hat angekündigt, seine Dienste FaceTime und iMessage aus dem britischen Markt zurückzuziehen, wenn die geplante Gesetzes-Novelle des Investigatory Powers Act (IPA) in der derzeitigen Entwurfsfassung durchkommt. User in UK wären dann darüber nicht mehr erreichbar.
Auf diese Weise sollen Strafverfolgungsbehörden bei Ermittlungen wieder Zugriff auf die Kommunikation bekommen können, berichtete die BBC. Aktuell ist dies meist nicht möglich, da die meisten Messenger-Plattformen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung arbeiten, die auch dem Betreiber einen Zugang zu den Inhalten verwehrt.
Zum Start der Konsultationsphase, mit der sich der Gesetzgeber Expertenmeinungen zu neuen Regelungen einholt, erklärte Apple, dass man diese Entwicklung nicht mittragen werde. Man werde keinesfalls Änderungen an den Sicherheitsfunktionen vornehmen. Zumal hier noch hinzukäme, dass die Sicherheit der Kommunikation aller User weltweit aufgeweicht werden müsste, um die Regelungen eines Landes zu befolgen.
Der Cyber-Sicherheitsexperte Alan Woodward von der Universität Surrey erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass überhaupt irgendein Technologieunternehmen die Vorschläge akzeptieren würde. "Es zeugt von einer gewissen Arroganz und Ignoranz der Regierung, wenn sie glaubt, dass einige der größeren Technologieunternehmen die neuen Anforderungen ohne großen Kampf erfüllen werden", erklärte er.
Siehe auch:
- Apple zieht FaceTime & iMessage aus UK zurück, falls IPA-Novelle durchkommt.
- Streit um Verschlüsselung von Kommunikationswegen.
- Regierung will Zugriff auf Kommunikation für Ermittlungen.
- Apple verweigert Änderungen an Sicherheitsfunktionen.
- Apple schließt britische Nutzer von Verwendung aus.
- Auch WhatsApp & Signal kündigten ähnliches an.
- Technologieunternehmen würden Vorschläge nicht akzeptieren.
Ewig währt der Krypto-Streit
In der Sache geht es einmal mehr um den seit langer Zeit brodelnden Streit um die Verschlüsselung von Kommunikationswegen. Die britische Regierung will mit der Gesetzesänderung unter anderem erreichen, dass Anbieter von Messaging-Plattformen den Einsatz solcher Sicherheitstechnologien vorab mit dem Innenministerium abstimmen und Optionen vorhalten, diese auf behördliche Anfrage ohne Wissen des Nutzers abzuschalten.Auf diese Weise sollen Strafverfolgungsbehörden bei Ermittlungen wieder Zugriff auf die Kommunikation bekommen können, berichtete die BBC. Aktuell ist dies meist nicht möglich, da die meisten Messenger-Plattformen mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung arbeiten, die auch dem Betreiber einen Zugang zu den Inhalten verwehrt.
Zum Start der Konsultationsphase, mit der sich der Gesetzgeber Expertenmeinungen zu neuen Regelungen einholt, erklärte Apple, dass man diese Entwicklung nicht mittragen werde. Man werde keinesfalls Änderungen an den Sicherheitsfunktionen vornehmen. Zumal hier noch hinzukäme, dass die Sicherheit der Kommunikation aller User weltweit aufgeweicht werden müsste, um die Regelungen eines Landes zu befolgen.
Apple says no
Apple stellte daher klar, dass das Inkrafttreten der vorgeschlagenen Gesetzesänderung zur Folge hätte, dass man die britischen Nutzer von der Verwendung FaceTimes und iMessages ausschließt. Ein solches Vorgehen hatten zuvor auch schon die Betreiber der Plattformen WhatsApp und Signal angekündigt.Der Cyber-Sicherheitsexperte Alan Woodward von der Universität Surrey erklärte, es sei unwahrscheinlich, dass überhaupt irgendein Technologieunternehmen die Vorschläge akzeptieren würde. "Es zeugt von einer gewissen Arroganz und Ignoranz der Regierung, wenn sie glaubt, dass einige der größeren Technologieunternehmen die neuen Anforderungen ohne großen Kampf erfüllen werden", erklärte er.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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