EU erteilt Microsoft und Activision Blizzard grünes Licht für Mega-Deal
Nach herben Schlägen durch Regulierungsbehörden in UK und den USA erhält Microsoft und Activision Blizzard jetzt starken Rückenwind aus Europa. Die EU erteilt offiziell grünes Licht für einen der größten Deals in der Geschichte der Gaming-Industrie.
Wie die New York Times zuerst berichtet, konnten Microsoft und Activision Blizzard Wettbewerbsbedenken der Marktschützer mit einigen wichtigen Zugeständnissen und Verpflichtungen "vollständig ausräumen". Das Cloud-Gaming, in anderen Ländern wichtiger Grund für einen vorläufigen Stopp des Deals, sieht die EU als noch "zu klein" an, um das Geschäft deshalb nicht zuzulassen.
Des Weiteren sei man zu dem Schluss gekommen, dass auch der Konsolen-Markt keine Nachteile durch Microsofts Übernahme des großen Publishers zu erwarten habe. Die EU-Beamten sehen für Microsoft "keine Anreize", konkurrierenden Systemen wie der Sony PlayStation keinen Zugang zu Activision-Titeln zu gewähren, ohne dass man dabei auf Gewinn verzichten müsste.
Zu guter Letzt war für die Entscheidung auch ein Blick auf den Markt für mobile Spiele von Bedeutung. In der EU entfallen rund 50 Prozent der Umsätze im Gaming-Bereich auf Mobile Games, Microsoft und Activision hätten hier aber nur einen relativ geringen Marktanteil, so die Behörde.
Siehe auch:
EU sieht keine Gründe, Microsofts Übernahme von Activision zu untersagen
In den letzten Jahren ist man es gewohnt, dass vor allem die Regulierungsbehörden der EU gerne auf der großen Weltbühne gegen Tech-Konzerne vorgehen. In dieser Hinsicht ist die Entscheidung der europäischen Wettbewerbshüter, die am heutigen Montag gefällt wurde, durchaus eine kleine Überraschung - wenn auch mit Vorankündigung. Nach Entscheidungen in UK und USA, den Deal zwischen Microsoft und Activision Blizzard vorerst nicht zuzulassen, fällen die EU-Beamten ein anderes Urteil: Europa sieht keine Gründe mehr, die Übernahme zu untersagen.Wie die New York Times zuerst berichtet, konnten Microsoft und Activision Blizzard Wettbewerbsbedenken der Marktschützer mit einigen wichtigen Zugeständnissen und Verpflichtungen "vollständig ausräumen". Das Cloud-Gaming, in anderen Ländern wichtiger Grund für einen vorläufigen Stopp des Deals, sieht die EU als noch "zu klein" an, um das Geschäft deshalb nicht zuzulassen.
Des Weiteren sei man zu dem Schluss gekommen, dass auch der Konsolen-Markt keine Nachteile durch Microsofts Übernahme des großen Publishers zu erwarten habe. Die EU-Beamten sehen für Microsoft "keine Anreize", konkurrierenden Systemen wie der Sony PlayStation keinen Zugang zu Activision-Titeln zu gewähren, ohne dass man dabei auf Gewinn verzichten müsste.
Zu guter Letzt war für die Entscheidung auch ein Blick auf den Markt für mobile Spiele von Bedeutung. In der EU entfallen rund 50 Prozent der Umsätze im Gaming-Bereich auf Mobile Games, Microsoft und Activision hätten hier aber nur einen relativ geringen Marktanteil, so die Behörde.
Der nächste Zug
Mit der Entscheidung der EU wird das Schicksal des Deals jetzt vor allem vor Gerichten in den USA und UK besiegelt. Hier stehen Microsoft und Activision vor der komplexen juristischen Herausforderung, den Nachweis zu führen, dass die angeführten Verpflichtungen für einen Schutz des "Wettbewerbs" ausreichen. Nach Analyse der New York Times haben die Konzerne in den USA wohl gute Chancen, vor Gericht eine Aufhebung der Kartellentscheidung zu erreichen. In UK wird es aber wohl deutlich schwieriger, ein solches Urteil zu erzielen.
Zusammenfassung
- EU erteilt Microsoft & Activision Blizzard grünes Licht für größten Gaming-Deal der Geschichte
- Wettbewerbsbedenken ausgeräumt durch Zugeständnisse & Verpflichtungen
- Cloud-Gaming zu klein, um Deal zu untersagen
- Konsolen-Markt keine Nachteile durch Übernahme zu erwarten
- Mobile Games-Marktanteil der beiden Konzerne relativ gering
- Entscheidung jetzt vor Gerichten in USA & UK besiegelt
- USA: Chancen auf Aufhebung der Kartellentscheidung, UK schwieriger
Siehe auch:
- Activision: EU-Entscheidung bald - angeblich zugunsten von Microsoft
- 'Brüssel-Schreck': Star-Anwalt soll Microsofts Activision-Deal retten
- Microsoft vor gewaltigem Erfolg: UK dürfte Activision-Deal erlauben
- Microsoft kommt der Activision-Übernahme einen Riesenschritt näher
- Klage von Gamern gegen Microsofts Activision-Übernahme abgewiesen
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