Vestas macht eines der Kern-Argumente der Windkraft-Gegner zunichte

Der Windkraftanlagen-Hersteller Vestas nimmt Kritikern jetzt ei­nes der Kernargumente weg: Das Unternehmen hat ein Ver­fah­ren ge­fun­den, mit dem sich auch die alten Rotorblätter ei­ner Wie­der­ver­wer­tung zuführen lassen.
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Die meisten Hersteller arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, die klassischen Blätter auf Epoxidbasis auslaufen zu lassen und Werkstoffe zu finden, die sich nach dem Ende der Lebenszeit einfach dem Recycling zuführen lassen. Im Rahmen der CETEC-Initiative arbeitete Vestas hingegen mit einigen Partnern daran, auch die bereits verbauten Rotorblätter in einen Kreislauf zu bringen, statt sie zu verbrennen oder auf Deponien zu verklappen.

Bisher war die Windkraftindustrie der Ansicht, dass das Material der Turbinenblätter einen neuen Ansatz für Design und Herstellung erfordert, um am Ende des Lebenszyklus entweder recycelbar oder darüber hinaus kreislauffähig zu sein. "Jetzt können wir alte Blätter auf Epoxidbasis als Rohstoffquelle betrachten", erklärte Isa Ekstrand, Vice President und Head of Sustainability bei Vestas.


Material für neue Rotoren

Das Recycling der Blätter war bisher aufgrund der chemischen Eigenschaften von Epoxidharz, einer widerstandsfähigen Substanz, von der man annahm, dass sie nicht in wiederverwendbare Komponenten zerlegt werden kann, eine Herausforderung. Die Lösung von Vestas wird durch ein neuartiges chemisches Verfahren ermöglicht, mit dem Epoxidharz in neuwertige Materialien aufgespalten wird. Das chemische Verfahren wurde in Zusammenarbeit mit der Universität Aarhus, dem dänischen Technologie-Institut und dem Epoxid-Hersteller Olin entwickelt.

Im Labor funktioniert das bereits und die Partner arbeiten aktuell an einer Umsetzung im industriellen Maßstab. Dann sollen nicht nur die frisch abgebauten Rotorblätter, sondern auch jene, die schon auf Deponien gelagert sind, einer Kreislaufwirtschaft zugeführt werden. Mit dem gewonnenen Rohstoff kann man dann entweder neue Anlagen oder auch andere Produkte produzieren.

Zusammenfassung
  • Vestas entwickelt Verfahren, um alte Rotorblätter wiederzuverwerten
  • Neues chemisches Verfahren ermöglicht Aufspaltung von Epoxidharz
  • Zusammenarbeit mit Uni Aarhus, DTI & Olin
  • Alte Rotorblätter können wiederverwendet werden
  • Gewonnener Rohstoff für neue Anlagen & Produkte nutzbar
  • Kreislaufwirtschaft wird ermöglicht

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