Windkraft-Ausbau kaum nach Ziel zu schaffen - 2029 droht Stromlücke
Es wird immer unwahrscheinlicher, dass Deutschland seine Zubau-Ziele bei den erneuerbaren Energien erreicht. Vor allem der Windkraft-Ausbau geht viel zu langsam voran, wodurch es gemäß der aktuellen Planung im Jahr 2029 zu einer Stromlücke kommen könnte.
Um die aktuellen Vorhaben der Bundesregierung zu schaffen, müssen in den kommenden sieben Jahren die gleichen Leistungsmengen bei der Windkraft installiert werden, wie in den 20 vorhergehenden Jahren. Das geht aus einer aktuellen Berechnung des Energiewirtschaftlichen Instituts an der Universität zu Köln (EWI) hervor, die im Auftrag des Handelsblatts erstellt wurde. Das klingt zwar machbar, in der Praxis sieht die Lage aber anders aus.
Die derzeitige Leistung der installierten Windkraft-Anlagen liegt bei 56 Gigawatt. 2030 sollen es 115 Gigawatt sein - das wären also 59 Gigawatt mehr als jetzt. In der Zeit von 2010 bis 2021 wurden in Deutschland laut EWI durchschnittlich 3,5 Windkraftanlagen mit einer mittleren Leistung von 2,8 Megawatt täglich in Betrieb genommen.
Eines der größten Hindernisse der letzten Zeit waren die bürokratischen Genehmigungsverfahren, die sich pro Windkraft-Anlage gerne mal bis zu sechs Jahre hinzogen. Daran immerhin wird bei der Bundesregierung gearbeitet. Allerdings braucht man auch das Fachpersonal und die Materialien. Aufgrund der bremsenden Politik der vorhergehenden Bundesregierungen hat aber inzwischen auch der letzte Hersteller von Rotorblättern das Land verlassen und eine Ausbildungsoffensive für die Erneuerbaren im Handwerk ist auch noch nicht zu sehen.
Dabei hängt an einer deutlichen Beschleunigung vieles - und der Ausbau der Windkraft lässt sich auch nicht einfach durch bestehende Fossil-Kraftwerke kompensieren. Denn viele Unternehmen orientieren sich aufgrund des großen Preisvorteils längst in Richtung von Standorten, an denen viel Windstrom zu bekommen ist. Geht der Ausbau nicht schnell genug voran, werden Neuinvestitionen oder gar bestehende Produktionslinien in andere Länder abwandern.
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Die derzeitige Leistung der installierten Windkraft-Anlagen liegt bei 56 Gigawatt. 2030 sollen es 115 Gigawatt sein - das wären also 59 Gigawatt mehr als jetzt. In der Zeit von 2010 bis 2021 wurden in Deutschland laut EWI durchschnittlich 3,5 Windkraftanlagen mit einer mittleren Leistung von 2,8 Megawatt täglich in Betrieb genommen.
Doppelte Mengen nötig
Die neueren Modelle bringen es zwar auf deutlich bessere Leistungswerte, aber auch wenn man davon ausgeht, dass jede Anlage durchschnittlich auf 4,2 Megawatt kommt, müssten bis Ende 2029 pro Tag immerhin 5,8 Windräder in Betrieb genommen werden. Das ist aktuell völlig unrealistisch und es gibt auch wenig Anzeichen dafür, dass sich das grundlegend ändert.Eines der größten Hindernisse der letzten Zeit waren die bürokratischen Genehmigungsverfahren, die sich pro Windkraft-Anlage gerne mal bis zu sechs Jahre hinzogen. Daran immerhin wird bei der Bundesregierung gearbeitet. Allerdings braucht man auch das Fachpersonal und die Materialien. Aufgrund der bremsenden Politik der vorhergehenden Bundesregierungen hat aber inzwischen auch der letzte Hersteller von Rotorblättern das Land verlassen und eine Ausbildungsoffensive für die Erneuerbaren im Handwerk ist auch noch nicht zu sehen.
Dabei hängt an einer deutlichen Beschleunigung vieles - und der Ausbau der Windkraft lässt sich auch nicht einfach durch bestehende Fossil-Kraftwerke kompensieren. Denn viele Unternehmen orientieren sich aufgrund des großen Preisvorteils längst in Richtung von Standorten, an denen viel Windstrom zu bekommen ist. Geht der Ausbau nicht schnell genug voran, werden Neuinvestitionen oder gar bestehende Produktionslinien in andere Länder abwandern.
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