Höchster Windmessturm der Welt steht jetzt in Brandenburg
Die Transformation der Lausitz von der Braunkohle- zur Energiewende-Region ist jetzt noch weiter sichtbar als bisher. Auf der Abraumkippe eines ehemaligen Tagebaus steht jetzt die höchste stationäre Windmessanlage der Welt.
In einer Bauzeit von vier Wochen haben Industriekletterer aus verschiedenen Staaten ein Stahlelement aufs nächste geschraubt. Gestern Mittag folgte das letzte von ihnen. Wie die Lausitzer Rundschau berichtet, war es um 12:30 Uhr an seinem Platz verschraubt und brachte den neuen Turm auf eine Höhe von 300 Metern.
Vergleichbare Masten aus Stahlverstrebungen kennt man bisher aus der Funktechnik. Von ihnen aus werden Rundfunkprogramme oder auch militärische Kommunikationskanäle betrieben. Bei der Konstruktion, die jetzt im südbrandenburgischen Schipkau steht, handelt es sich hingegen um eine passive Anlage: Sie soll Daten über den Wind in diversen Höhenlagen liefern, auf deren Grundlage die ganze Windkraftbranche weitere Entwicklungen aufsetzen wird.
Zu sehr sollte man sich in der Lausitz allerdings nicht an den Messturm als mögliches neues Wahrzeichen gewöhnen - denn von Dauer ist das Bauwerk nicht. Sein Betrieb ist nur für ein Jahr geplant. Dann soll er komplett nach Jüchen in Nordrhein-Westfalen umziehen und an einem anderen Standort auch Daten sammeln. Dann aber wird er längst Gesellschaft bekommen haben: Das Unternehmen GICON, das auch den Messturm gebaut hat, arbeitet an einem neuen Höhenwindturm, der ab dem Sommer 2024 Strom erzeugen und dabei am höchsten Rotor-Punkt auch 300 Meter hoch sein soll.
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Vergleichbare Masten aus Stahlverstrebungen kennt man bisher aus der Funktechnik. Von ihnen aus werden Rundfunkprogramme oder auch militärische Kommunikationskanäle betrieben. Bei der Konstruktion, die jetzt im südbrandenburgischen Schipkau steht, handelt es sich hingegen um eine passive Anlage: Sie soll Daten über den Wind in diversen Höhenlagen liefern, auf deren Grundlage die ganze Windkraftbranche weitere Entwicklungen aufsetzen wird.
Daten für kommende Windkraft-Projekte
Dabei geht es einerseits natürlich um höhere Windkraftanlagen, die stetigere und häufigere Winde nutzen können als kleinere Masten. Eine konkrete Fragestellung, der man hier nachgehen will, ist aber die nach der Möglichkeit, ob man Windparks zukünftig nicht auch auf zwei Etagen betreiben könnte, indem man niedrigere und höhere Anlagen kombiniert und so die Flächennutzung begrenzt.Zu sehr sollte man sich in der Lausitz allerdings nicht an den Messturm als mögliches neues Wahrzeichen gewöhnen - denn von Dauer ist das Bauwerk nicht. Sein Betrieb ist nur für ein Jahr geplant. Dann soll er komplett nach Jüchen in Nordrhein-Westfalen umziehen und an einem anderen Standort auch Daten sammeln. Dann aber wird er längst Gesellschaft bekommen haben: Das Unternehmen GICON, das auch den Messturm gebaut hat, arbeitet an einem neuen Höhenwindturm, der ab dem Sommer 2024 Strom erzeugen und dabei am höchsten Rotor-Punkt auch 300 Meter hoch sein soll.
Zusammenfassung
- Lausitz wird zur Energiewende-Region: 300m hohe Windmessanlage errichtet.
- Industriekletterer schaffen es in 4 Wochen Bauzeit.
- Anlage liefert Daten über Wind in diversen Höhenlagen.
- Ziel: höhere Windkraftanlagen & Windparks auf 2 Etagen.
- Messturm nur für 1 Jahr in Betrieb, dann Umzug nach Jüchen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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