Die Krise hat begonnen: Microsoft leidet am Einbruch des PC-Marktes

Microsoft hat gestern Abend seine aktuellen Zahlen vorgestellt und diese kennen Licht und Schatten. Denn obwohl der Umsatz geringfügig gestiegen ist, gab es einen signifikanten Einbruch beim Gewinn. Vor allem ist der Ausblick auf dem PC-Markt alles andere als rosig. Der Redmonder Konzern hat vor Kurzem die Entlassung von rund 10.000 Angestellten bekannt gegeben, die jüngsten Quartalszahlen liefern nun den Kontext dazu. Denn Microsoft gab einen Umsatz von 52,7 Milliarden Dollar bekannt, das ist ein Plus von rund zwei Prozent. Der Gewinn betrug im zweiten Quartal des Microsoft-internen Fiskaljahres (FY23 Q2) aber "nur" 16,4 Milliarden Dollar, das ist ein Minus von immerhin zwölf Prozent.

"Anhaltende Schwäche des PC-Marktes"

Verantwortlich für die verhältnismäßig schlechte Performance war vor allem ein Einbruch im Bereich Windows-OEM. Denn die Umsätze, die man von PC-Herstellern für Windows-Lizenzen bekommt, sind um massive 39 Prozent zurückgegangen. Nach Angaben von Microsoft waren dafür die "anhaltende Schwäche des PC-Marktes und ein starkes vergleichbares Vorjahresergebnis" verantwortlich.

In der anschließenden Telefonkonferenz mit Anlegern bemühte sich Microsoft-CEO Satya Nadella dennoch um Optimismus: "Während die Zahl der ausgelieferten PCs im Laufe des Quartals zurückging und auf das Niveau vor der Pandemie zurückkehrte, ist die Nutzungsintensität von Windows weiterhin höher als vor der Pandemie, wobei die pro PC verbrachte Zeit um fast zehn Prozent stieg."


Die schlechten Ergebnisse auf dem PC-Markt rissen auch andere Sparten mit sich: Die Geräte-Sparte, die nicht nur Surface, sondern auch HoloLens sowie PC-Zubehör inkludiert, fiel im Umsatz ebenfalls um 39 Prozent - und das, obwohl Microsoft zuletzt gleich mehrere neue Surface-Geräte gestartet hat. Auch Xbox-Hardware schrieb ein Minus von 13 Prozent.

Der PC-Markt wird sich auch nicht so bald erholen und das ist eine der Erklärungen für die jüngste Entlassungswelle: Microsofts Finanzchefin Amy Hood sagte für das nächste Quartal einen Rückgang der Windows-OEM-Umsätze um mittlere bis hohe 30 Prozent und einen Rückgang der Geräteumsätze um etwa 40 Prozent voraus.

Dass der Gesamtumsatz dennoch im Plus lag, hat Microsoft - wenig überraschend - Office, Cloud und der Server-Sparte zu verdanken. Vor allem das Cloud-Geschäft erweist sich als großer Faktor: Hier lag der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 18 Prozent höher. Der Umsatz mit Server-Produkten und Cloud-Services stieg um 20 Prozent, der Umsatz mit Azure und anderen Cloud-Diensten um 31 Prozent.

Zusammenfassung
  • Microsoft: Umsatz gestiegen, Gewinn gesunken, schlechte Performance im PC-Markt
  • 10.000 Mitarbeiter entlassen, Windows-OEM Umsätze um 39% gesunken
  • Nadella: Nutzungsintensität von Windows höher als vor Pandemie
  • Geräte-Sparte, Xbox-Hardware und Surface-Geräte-Umsätze ebenfalls gesunken
  • Umsatz mit Office, Cloud und Server-Sparte im Plus, Cloud-Geschäft stark
  • Cloud-Dienste-Umsatz um 31% gestiegen

Siehe auch:
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