'Geile Krise': Schwere Betrugsvorwürfe gegen Influencer Fynn Kliemann
Fynn Kliemann ist ein Tausendsasa der guten Sache, Influencer, Handwerker, Immobilienbesitzer, Bekleidungshersteller, Maskenanbieter und, und, und. Alles selbstlos, für den guten Zweck und in jeder Hinsicht fair. Recherchen des ZDF Magazin Royale zeigen nun: Vieles ist Schwindel.
Er ist jung, er ist hip, er ist erfolgreich, er sieht gut aus und hat ein großes Herz und kann sogar singen. Fynn Kliemann ist das Paradebeispiel, wie man dank sozialer Medien sich selbst und sein vermeintlich gutes Gewissen zu einer coolen und erfolgreichen Marke aufbauen kann. Doch diese hat dank Recherchen von Jan Böhmermanns ZDF Magazin Royale schwere Risse bekommen, ja man kann von eingestürzt sprechen.
Dabei geht es um gleich mehrere dubiose Deals und Geschäftsfelder Kliemanns, vor allem aber um mutmaßlich betrügerische Tricks in Zusammenhang mit Masken. Diese hat der Influencer zusammen mit seinem Geschäftspartner Tom Illbruck eigenen Angaben nach nahezu zum Selbstkostenpreis verkauft.
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Das Problem: Das ZDF Magazin Royale zeigt nun unter Berufung auf zahlreiche Dokumente, Chats und Audio-Aufnahmen, dass das alles - man kann es nicht anders sagen - erstunken und erlogen war. So wurden die Masken in Bangladesch und Vietnam produziert und dann in "saubere Kartons" ohne Herkunftsmarkierung umgepackt.
Laut den Informationen des ZDF Magazin Royale haben Fynn Kliemann und Partner 2,3 Millionen Masken in Asien produzieren lassen: Diese kosteten alles zusammen bis zu 45 Cent das Stück, verkauft wurden sie um zumindest 93 Cent.
Ein weiterer Aspekt, der regelrecht schauderhaft ist: 100.000 Masken waren fehlerhaft und statt sie zu entsorgen, hatten Kliemann und Illbruck eine besondere Idee: Aufgrund "gesellschaftlicher Verantwortung" wurden 100.000 Masken an Flüchtlingscamps gespendet.
Aus dem April 2020 liegt schließlich auch ein Zitat aus einer WhatsApp-Nachricht von Kliemann vor, das zynisch ist, aber die Sache auch gut zusammenfasst: "Krise kann auch geil sein." Die komplette Recherche und alle Beweise kann man übrigens auf einer eigens eingerichteten Webseite mit dem Namen LMAAFK nachlesen.
Dabei geht es um gleich mehrere dubiose Deals und Geschäftsfelder Kliemanns, vor allem aber um mutmaßlich betrügerische Tricks in Zusammenhang mit Masken. Diese hat der Influencer zusammen mit seinem Geschäftspartner Tom Illbruck eigenen Angaben nach nahezu zum Selbstkostenpreis verkauft.
Faire Masken aus der EU - fast zum Selbstkostenpreis
Eine gute Sache, dachten sich damals viele Abnehmer, denn schließlich wurden die Mund-Nasen-Bedeckungen am Anfang der Corona-Pandemie dringend benötigt - und Kliemann wollte sich daran nicht nur nicht bereichern, sondern auch europäische Arbeitsplätze retten. Denn offiziell wurden die Masken in Portugal unter Einsatz von Stoffen aus "fairer" Quelle hergestellt.
Auf YouTube ansehenDas Problem: Das ZDF Magazin Royale zeigt nun unter Berufung auf zahlreiche Dokumente, Chats und Audio-Aufnahmen, dass das alles - man kann es nicht anders sagen - erstunken und erlogen war. So wurden die Masken in Bangladesch und Vietnam produziert und dann in "saubere Kartons" ohne Herkunftsmarkierung umgepackt.
Laut den Informationen des ZDF Magazin Royale haben Fynn Kliemann und Partner 2,3 Millionen Masken in Asien produzieren lassen: Diese kosteten alles zusammen bis zu 45 Cent das Stück, verkauft wurden sie um zumindest 93 Cent.
Ein weiterer Aspekt, der regelrecht schauderhaft ist: 100.000 Masken waren fehlerhaft und statt sie zu entsorgen, hatten Kliemann und Illbruck eine besondere Idee: Aufgrund "gesellschaftlicher Verantwortung" wurden 100.000 Masken an Flüchtlingscamps gespendet.
Aus dem April 2020 liegt schließlich auch ein Zitat aus einer WhatsApp-Nachricht von Kliemann vor, das zynisch ist, aber die Sache auch gut zusammenfasst: "Krise kann auch geil sein." Die komplette Recherche und alle Beweise kann man übrigens auf einer eigens eingerichteten Webseite mit dem Namen LMAAFK nachlesen.
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