Intel-Chef: Briten haben sich mit Brexit selbst aus dem Spiel genommen
Wenn einer der Weltmarktführer der Chipindustrie mit einem gigantischen Investitionsprogramm neue Werke hochziehen will, haben viele Länder Interesse. So auch Großbritannien. Dort wird aber definitiv keine neue Intel-Fabrik entstehen.
Das stellte Konzernchef Pat Gelsinger jetzt in einem Gespräch mit der britischen BBC klar. Wie er ausführte, liege der Grund dafür im Ausstieg des Landes aus der EU, womit sich die Grundlagen für das Wirtschaften im Vereinigen Königreich komplett geändert haben - denn das Land gehört nicht mehr zum großen europäischen Binnenmarkt, der komplett ohne Zollschranken zugänglich ist.
Vor dem Brexit wäre die Ansiedlung eines Werkes in Großbritannien durchaus Bestandteil der Planungen gewesen. Es seien damals sogar schon konkrete Standorte in der Diskussion gewesen. "Nach dem Brexit schauen wir aber auf die verbliebenen EU-Staaten und bekommen auch Unterstützung von der EU", führte Gelsinger aus. Die Briten haben somit keine Chance mehr auf einen Teil des Kuchens von 95 Milliarden Dollar, die Intel in den kommenden zehn Jahren in neue Produktionsanlagen investieren will.
Intel macht hier ordentlich Druck, da das Unternehmen unbedingt deutlich größere Fertigungskapazitäten benötigt, um seine Position im Weltmarkt behaupten zu können. Die Nachfrage wächst rasant und Branchenexperten gehen davon aus, dass sich das Handelsvolumen im Halbleiter-Markt binnen der kommenden sieben Jahre auf 800 Milliarden Dollar verdoppelt.
Intel wird dabei von politischer Seite aus den USA als auch Europa als wichtiger Partner angesehen. Denn beide Regionen wollen unbedingt unabhängiger von der Halbleiter-Industrie in Asien werden. Aktuell vereinen die beiden großen Anbieter Samsung und TSMC immerhin 70 Prozent der Weltproduktion auf sich.
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Vor dem Brexit wäre die Ansiedlung eines Werkes in Großbritannien durchaus Bestandteil der Planungen gewesen. Es seien damals sogar schon konkrete Standorte in der Diskussion gewesen. "Nach dem Brexit schauen wir aber auf die verbliebenen EU-Staaten und bekommen auch Unterstützung von der EU", führte Gelsinger aus. Die Briten haben somit keine Chance mehr auf einen Teil des Kuchens von 95 Milliarden Dollar, die Intel in den kommenden zehn Jahren in neue Produktionsanlagen investieren will.
Chancen wären minimal
Grundsätzlich sei es zwar möglich, dass ein britischer Standort in den Auswahlprozess kommt, nennenswerte Chancen hat er dabei aus Sicht des Intel-Chefs nicht. Denn aktuell lägen schon 70 Projektierungs-Vorhaben aus zehn Ländern über ganz Europa hinweg vor. Noch vor Jahresende will man hier Ergebnisse vorliegen haben, die Standorte für eine Ansiedlung und auch die damit verbundenen Unterstützungsleistungen seitens der EU umfassen.Intel macht hier ordentlich Druck, da das Unternehmen unbedingt deutlich größere Fertigungskapazitäten benötigt, um seine Position im Weltmarkt behaupten zu können. Die Nachfrage wächst rasant und Branchenexperten gehen davon aus, dass sich das Handelsvolumen im Halbleiter-Markt binnen der kommenden sieben Jahre auf 800 Milliarden Dollar verdoppelt.
Intel wird dabei von politischer Seite aus den USA als auch Europa als wichtiger Partner angesehen. Denn beide Regionen wollen unbedingt unabhängiger von der Halbleiter-Industrie in Asien werden. Aktuell vereinen die beiden großen Anbieter Samsung und TSMC immerhin 70 Prozent der Weltproduktion auf sich.
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