Microsoft kippt Lizenzmodell:
Copilot Cowork mit Verbrauchsabrechnung

Microsoft stellt sein Preismodell für KI grundlegend um. Mit "Copilot Cowork" führt der Konzern nun für Unternehmen erstmals seit rund zwei Jahrzehnten ein verbrauchsbasiertes Abrechnungssystem ein und verabschiedet sich damit von klassischen Pauschallizenzen.
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"Agentische" Funktionen starten

Die neue Lösung erweitert den bestehenden Microsoft-365-Copilot um sogenannte "agentische" Funktionen. Copilot Cowork kann mehrstufige Aufgaben eigenständig ausführen, etwa Daten analysieren, Inhalte erstellen und verschiedene Dienste innerhalb des Microsoft-Ökosystems miteinander verknüpfen.

Kern der Umstellung ist aber ein Credit-System. Unternehmen zahlen künftig nicht mehr pauschal für Funktionen, sondern abhängig von der tatsächlichen Nutzung, wie der Konzern bekannt gegeben hat. Voraussetzung bleibt allerdings eine bestehende Microsoft-365-Copilot-Lizenz, die derzeit rund 30 Euro pro Nutzer und Monat kostet.


Ein Credit kostet dabei 0,01 Euro. Wie viele Credits verbraucht werden, hängt von der Komplexität der Aufgabe ab. Einfache Anfragen liegen im Bereich von etwa 100 bis 300 Credits, während aufwendige Prozesse deutlich darüber hinausgehen können. Für die Nutzung von Copilot Cowork stehen zwei Modelle zur Wahl:

  • Pay-as-you-go mit Abrechnung pro Nutzung
  • Vorauszahlungsmodell mit gebuchten Kontingenten


Mehrere KI-Modelle zur Auswahl

Technisch setzt Microsoft auf eine flexible Infrastruktur. Über die Plattform "Work IQ" wird Copilot Cowork mit Diensten wie Microsoft 365, Dynamics 365 und Fabric verbunden. Unternehmen können zudem zwischen verschiedenen KI-Modellen wählen.

Zum Start sind unter anderem Modelle von Anthropic verfügbar, ebenso plant Microsoft den Einsatz eines eigenen Modells namens "Cowork 1". Für bestimmte Unternehmenskunden wird zusätzlich Zugriff auf leistungsstärkere Systeme wie GPT 5.5 angeboten. Auch günstigere Alternativen sind in Planung. Copilot CoworkAbrechnung nach Copilot Credits Die tatsächlichen Kosten pro Aufgabe ergeben sich aus mehreren Faktoren, darunter das gewählte Modell, die Datenmenge im Kontext, externe Tool-Aufrufe und die Rechenzeit.

Kostenkontrolle im Fokus

Um unerwartete Ausgaben zu vermeiden, integriert Microsoft ein zentrales Steuerungsinstrument in das Admin Center von Microsoft 365. Dort können Administratoren Budgets festlegen, Credits zuweisen und Nutzungsregeln definieren - sowohl für einzelne Nutzer als auch für Teams oder ganze Abteilungen. Copilot CoworkEinfache Aufgaben greifen auf eine geringe Anzahl von Wissensquellen zurück, erfordern nur begrenztes logisches Denken und führen zu einem oder weniger Ergebnissen. Bereits in der Testphase wurde Copilot Cowork laut Microsoft von mehr als der Hälfte der Fortune-500-Unternehmen erprobt. Zu den frühen Anwendern zählten unter anderem Beratungs- und Finanzunternehmen.

Parallelen zu GitHub Copilot

Ganz neu ist der Ansatz der tokenbasierten Abrechnung für Microsoft allerdings nicht. Ein ähnliches nutzungsbasiertes Modell hatte der Konzern bereits bei GitHub eingeführt. Dort stieß die Abrechnung nach Verbrauch jedoch auf Kritik vieler Nutzer, insbesondere wegen schwer kalkulierbarer Kosten und fehlender Transparenz im Alltag.

Was denkt ihr: Wird das neue Modell für Unternehmen wirklich flexibler oder einfach nur teurer und schwerer kalkulierbar? Kommentiert gerne!

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Zusammenfassung
  • Microsofts Copilot Cowork bietet neue agentische Funktionen für Office
  • Die Abrechnung erfolgt künftig über ein verbrauchsbasiertes Credit-System
  • Voraussetzung bleibt eine bestehende Lizenz für Microsoft 365 Copilot
  • Unternehmen können zwischen verschiedenen KI-Modellen flexibel wählen
  • Ein zentrales Admin-Werkzeug soll unerwartet hohe Kosten verhindern
  • Ein ähnliches Abrechnungsmodell stieß bereits bei GitHub auf Kritik

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