Brandenburgs nächster Coup: Nach Tesla soll nun auch Intel kommen

Brandenburg könnte nach dem Deal mit Tesla bald die nächste Überraschung in der Wirtschaftspolitik bevorstehen: Das Bundesland wird jetzt als möglicher Standort für eine große Chipfabrik des Halbleiterkonzerns Intel gehandelt. Intel-Chef Pat Gelsinger hatte kürzlich bereits verkündet, dass man daran interessiert sei, einen oder mehrere größere Produktionsstandorte in Europa aufzubauen. "Das Land Brandenburg ist ein möglicher Standort für die Ansiedlung", zitieren die Regionalzeitungen Märkische Oderzeitung und Lausitzer Rundschau den Kommunikationschef der bundeseigenen Wirtschaftsförderungsgesellschaft German Trade & Invest (GTAI), Andreas Bilfinger.

Deutschland steht bei Intel demnach ohnehin ganz oben auf der Liste. Denn hier ist die Nähe zu potenziellen Kunden ausschlaggebend. Insbesondere die große deutsche Automobilindustrie in ihrem Wandel zur Elektromobilität entpuppt sich als regelrechter Magnet für die Halbleiter-Branche. Und innerhalb Deutschlands hat Brandenburg diverse Punkte zu bieten, die für eine Ansiedlung sprechen.

Forschung und Lage

So betreibt die Leibniz-Gemeinschaft in Frankfurt an der Oder mit dem IHP eines der weltweit führenden Forschungsinstitute für den Halbleiter-Bereich. Und in unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Bundeshauptstadt Berlin, die die höchste Dichte an Forschungseinrichtungen im ganzen Land aufweist. Als mögliche Standorte für eine Intel-Fabrik werden derzeit die Lausitz und eben auch Frankfurt (Oder), wo Intel schon einmal in den 1990er Jahren Anlauf nahm, gehandelt.

Dass Brandenburg durchaus in der Lage ist, ausländische Großinvestoren anzuziehen, hat man mit Tesla inzwischen unter Beweis gestellt. Allerdings dürfte auch ein Intel-Werk ganz ähnliche Probleme aufwerfen. Denn die Halbleiter-Produktion benötigt ebenfalls große Mengen Wasser - und das ist in weiten Teilen Brandenburgs zunehmend Mangelware. Der Sandboden der Mark reagiert besonders stark auf die Effekte der Klimakrise, die vor allem im Süden auf den Raubbau der Braunkohleförderung an den Grundwasser-Reserven stoßen.

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