Absurde Speicherpreise: PlayStation-SSD kostet so viel wie 6 Konsolen
Gamer, die den Speicherplatz ihrer PlayStation 5 erweitern möchten, lässt SanDisk tief in die Tasche greifen. Eine neue, offiziell lizenzierte SSD bietet zwar enorme Kapazitäten, sprengt mit dem aufgerufenen Preis aber jegliche Verhältnismäßigkeit.
Die frisch auf dem Markt gestartete Optimus GX Pro 850P bietet maximal acht Terabyte Platz. Mit einem Preis im offiziellen deutschen Online-Store des Herstellers von satten 3034 Euro kostet das Bauteil rund das Sechsfache der günstigsten Ausführung der Sony-Konsole.
Wie SanDisk auf seiner US-Website angibt, ist der aktuelle Preis zudem lediglich ein Einführungsangebot. Später könnte die Optimus GX Pro also noch mehr kosten. Das Portfolio der Speichererweiterung umfasst neben dem Spitzenmodell drei weitere Varianten. Kunden zahlen für ein Terabyte 390 Euro, für zwei Terabyte 779 Euro und für vier Terabyte 1539 Euro.
Die SSD kostet ein Vielfaches der Sony-Konsole
Solche Lizenzierungen beinhalten oft strenge Vorgaben seitens des Plattformbetreibers. Um das Zertifikat für die PlayStation 5 zu erhalten, müssen Speicherlaufwerke spezielle Stresstests bestehen und exakte Vorgaben bei der Wärmeableitung einhalten. Das garantiert den Nutzern zwar eine reibungslose Funktion, treibt die Lizenzgebühren für SanDisk jedoch spürbar in die Höhe. Die zusätzlichen Ausgaben werden direkt an die Kunden weitergegeben.
Das Bauteil lässt sich theoretisch auch in herkömmlichen Computern verwenden, sofern das Mainboard kompatibel ist und der integrierte Kühlkörper nicht mit anderen Komponenten kollidiert. Für PC-Nutzer gibt es auf dem Markt jedoch zahlreiche günstigere Alternativen. Bei den von SanDisk aufgerufenen Preisen für die PS5-SSD ist aber wohl auch für die meisten Konsolenspieler eine andere Option attraktiver: das Löschen von alten Spielen.
Was denkt ihr über den Preis der Optimus GX Pro 850P? Würdet ihr euch eine SSD für über 3000 Euro für eure PlayStation 5 zulegen? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Siehe auch:
Hoher Preis für neuen PS5-Speicher
Speicher wird immer teurer und Hersteller streichen Traumgewinne ein. Bezahlen muss der Kunde. Dabei werden nicht nur Smartphones teurer. Auch Hersteller von Spielekonsolen und ihre Kunden spüren die Auswirkungen der globalen Krise. Zuletzt hieß es sogar, Sony prüfe massive Einschnitte bei der Ausstattung der kommenden PlayStation 6. Wie absurd die Preise für RAM und SSDs mittlerweile sind, zeigt jetzt aber am eindrücklichsten eine neue SanDisk-Festplatte für die aktuelle PS5.Die frisch auf dem Markt gestartete Optimus GX Pro 850P bietet maximal acht Terabyte Platz. Mit einem Preis im offiziellen deutschen Online-Store des Herstellers von satten 3034 Euro kostet das Bauteil rund das Sechsfache der günstigsten Ausführung der Sony-Konsole.
Gerade im 'Sonderangebot'
Technisch reizt die SSD im Format M.2-2280 die Schnittstelle PCIe 4.0 der Konsole aus. Ein vorinstallierter Kühlkörper sorgt zudem für die nötige Temperaturkontrolle im laufenden Betrieb. Die Lesegeschwindigkeit erreicht bis zu 7300 Megabyte pro Sekunde, während Daten mit 6600 Megabyte pro Sekunde geschrieben werden. Auf dem Acht-Terabyte-Modell finden bei einer durchschnittlichen Installationsgröße von 36 Gigabyte etwa 200 Spiele Platz. Das ist viel Platz, macht bei dem enormen Preis aber umgerechnet immer noch 15 Euro pro Spiel.Wie SanDisk auf seiner US-Website angibt, ist der aktuelle Preis zudem lediglich ein Einführungsangebot. Später könnte die Optimus GX Pro also noch mehr kosten. Das Portfolio der Speichererweiterung umfasst neben dem Spitzenmodell drei weitere Varianten. Kunden zahlen für ein Terabyte 390 Euro, für zwei Terabyte 779 Euro und für vier Terabyte 1539 Euro.
Die SSD kostet ein Vielfaches der Sony-Konsole
Alte Technik mit neuem Namen
Hinter dem klangvollen neuen Namen verbirgt sich allerdings ein bereits bekanntes Produkt. Die Spezifikationen der Optimus GX Pro 850P gleichen exakt denen der SN850X der Konzernmutter Western Digital. Die Abmessungen, die Geschwindigkeiten beim Lesen und Schreiben sowie die Lebensdauer sind identisch. Die SN850X war in der Vergangenheit zu einem deutlich geringeren Preis erhältlich. Der Aufschlag dürfte also primär durch die offizielle PlayStation-Lizenzierung zustande kommen.Solche Lizenzierungen beinhalten oft strenge Vorgaben seitens des Plattformbetreibers. Um das Zertifikat für die PlayStation 5 zu erhalten, müssen Speicherlaufwerke spezielle Stresstests bestehen und exakte Vorgaben bei der Wärmeableitung einhalten. Das garantiert den Nutzern zwar eine reibungslose Funktion, treibt die Lizenzgebühren für SanDisk jedoch spürbar in die Höhe. Die zusätzlichen Ausgaben werden direkt an die Kunden weitergegeben.
Das Bauteil lässt sich theoretisch auch in herkömmlichen Computern verwenden, sofern das Mainboard kompatibel ist und der integrierte Kühlkörper nicht mit anderen Komponenten kollidiert. Für PC-Nutzer gibt es auf dem Markt jedoch zahlreiche günstigere Alternativen. Bei den von SanDisk aufgerufenen Preisen für die PS5-SSD ist aber wohl auch für die meisten Konsolenspieler eine andere Option attraktiver: das Löschen von alten Spielen.
Was denkt ihr über den Preis der Optimus GX Pro 850P? Würdet ihr euch eine SSD für über 3000 Euro für eure PlayStation 5 zulegen? Teilt eure Meinung gerne unten in den Kommentaren mit uns!
Zusammenfassung
- Die Speicherkrise treibt Preise für RAM und SSD immer weiter in die Höhe
- Der Hersteller SanDisk hat eine neue SSD für die PS5 veröffentlicht
- Für das Spitzenmodell mit acht Terabyte werden über 3000 Euro fällig
- Technisch gleicht das neue Modell der günstigeren WD SN850X
- Grund für den enormen Preis ist auch die offizielle PlayStation-Lizenz
Siehe auch:
- Nothing-CEO: Speicher macht mehr als 50% der Smartphone-Kosten aus
- Seagate: Bis neue Speicher-Werke fertig wären, ist der KI-Hype vorbei
- Speicherkrise: Chinesische Firmen könnten den DDR5-Markt bald fluten
- Schluss mit 15 GB gratis: Google führt neue Speicher-Hürde ein
- PlayStation 6 bei Speicher kastriert? Sony soll Einschnitt für PS6 prüfen
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