Intel-Chef: Talsohle ist durchschritten - jetzt gehts aggressiv voran
Bei Intel sieht man inzwischen die ersten Früchte der Bemühungen, die Produktion wieder auf einen ordentlichen Kurs zu bringen. Konzernchef Pat Gelsinger hat allerdings noch große Pläne, die möglichst schnell umgesetzt werden sollen.
Die Ausgangslage war dabei alles andere als optimal - "mit einem Jahrzehnt voller schlechter Entscheidungen, die nicht über Nacht behoben werden können", wie er laut einem Bericht des US-Magazins CNet jetzt anmerkte. Allerdings zeige sich, dass das Unternehmen die Talsohle durchschritten habe und Intel spürbar wieder an Kraft gewinne.
Ein Schlüssel für die kommenden Entwicklungen ist der Bau neuer Fertigungsanlagen. So baut Intel gerade zwei neue Fabriken, in die rund 20 Milliarden Dollar investiert werden. Ab dem Jahr 2024 sollen hier die dann modernsten Designs gefertigt werden können. Und noch in diesem Jahr will der Konzern den Standort für eine komplett neue Anlage festzurren, in dessen Entwicklung dann bis zu 100 Milliarden Dollar fließen sollen.
Das erfordert allerdings ganz anderer Anstrengungen, als man sie bisher kannte. Denn um ganz vorn mitzuspielen, braucht man nicht nur große Werke, sondern muss auch in kurzen Abständen die neuesten Prozesstechnologien an den Start bringen. Intels Roadmap sieht hier bereits fünf große Aktualisierungs-Schritte in den kommenden vier Jahren vor. Gelsinger will auf diese Weise bis 2024 zu den großen asiatischen Produzenten TSMC und Samsung aufschließen und sie ein Jahr später überholt haben.
Damit die dafür nötigen großen Investitionen jemals wieder eingespielt werden, muss Intel sich auch weiter als bisher als Auftragshersteller positionieren - denn allein mit den eigenen Produkten erreicht man die nötigen Auslastungs-Werte für die High End-Fabriken letztlich nicht. In den kommenden Jahren dürfte von Seiten des US-Konzerns also einiges an neuem Schwung in den gesamten Markt gebracht werden.
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Ein Schlüssel für die kommenden Entwicklungen ist der Bau neuer Fertigungsanlagen. So baut Intel gerade zwei neue Fabriken, in die rund 20 Milliarden Dollar investiert werden. Ab dem Jahr 2024 sollen hier die dann modernsten Designs gefertigt werden können. Und noch in diesem Jahr will der Konzern den Standort für eine komplett neue Anlage festzurren, in dessen Entwicklung dann bis zu 100 Milliarden Dollar fließen sollen.
Aggressives Wachstum
Diese Mengen an Kapital sind gigantisch, doch mit weniger dürfte man die Pläne Gelsingers kaum umsetzen können. So will Intel den Hauptbeitrag dazu leisten, den Weltmarktanteil der USA bei der Chipfertigung wieder auf das frühere Niveau zu bringen. 1990 stammten noch 37 Prozent der weltweit genutzten Halbleiter-Komponenten aus dem Land, aktuell sind es nur noch 12 Prozent. Binnen des laufenden Jahrzehnts will man hier zumindest wieder auf 30 Prozent zurückkommen.Das erfordert allerdings ganz anderer Anstrengungen, als man sie bisher kannte. Denn um ganz vorn mitzuspielen, braucht man nicht nur große Werke, sondern muss auch in kurzen Abständen die neuesten Prozesstechnologien an den Start bringen. Intels Roadmap sieht hier bereits fünf große Aktualisierungs-Schritte in den kommenden vier Jahren vor. Gelsinger will auf diese Weise bis 2024 zu den großen asiatischen Produzenten TSMC und Samsung aufschließen und sie ein Jahr später überholt haben.
Damit die dafür nötigen großen Investitionen jemals wieder eingespielt werden, muss Intel sich auch weiter als bisher als Auftragshersteller positionieren - denn allein mit den eigenen Produkten erreicht man die nötigen Auslastungs-Werte für die High End-Fabriken letztlich nicht. In den kommenden Jahren dürfte von Seiten des US-Konzerns also einiges an neuem Schwung in den gesamten Markt gebracht werden.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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