Fake-Reviews: Amazon schmeißt Zubehör-Anbieter raus (Update)
Der Versandhändler Amazon macht derzeit seinen Kampf gegen Fake-Reviews und Bewertungs-Betrug auf seiner Plattform sehr öffentlich. Jetzt ist bekannt geworden, dass der Online-Händler innerhalb kurzer Zeit gleich drei bekannte Zubehör-Hersteller verbannt hat.
Dabei handelt es sich um die Unternehmen Ravpower, Aukey und Mpow. Die Produkte der Anbieter sind fast vollständig aus dem Amazon-Sortiment verschwunden, wobei Aukey und Mpow schon im Mai entfernt wurden und Ravpower laut Medienberichten in dieser Woche folgte. Der Hintergrund zu den Rauswürfen ist jedoch bisher nicht ganz einwandfrei von Amazon genannt worden: Bei Aukey und Mpow hatte Amazon bereits bestätigt, dass sie aufgrund von Verletzungen der Richtlinien nicht mehr verkaufen dürfen. Es soll dabei ganz konkret darum gehen, dass sich die Firmen mit Gutscheinen und Gratis-Artikel gute Bewertungen erkauft haben. Den gleichen Vorwurf gibt es nun auch bei Ravpower.
Das Angebot an die Journalistin war dabei noch nicht mal individuell, sondern ein einfacher Werbeflyern, der in ihrer Bestellung beigepackt war. Damit sieht es so aus, als ob es bei Ravpower gang und gäbe war, sich Bewertungen zu erschleichen. Nguyen machte den Fall öffentlich und kurz danach verschwanden die Ravpower-Produkte bei Amazon. Amazon selbst hat bisher noch nicht viel zu den drei prominenten Beispielen gesagt.
Die täglichen Blitzangebote in der bewährten WinFuture-Übersicht Siehe auch:
Update 18. Juni: Es sind noch weitere Rauswürfe bekannt geworden. Demnach hat Amazon auch die Marken Taotronics und Vava vom Marketplace entfernt.
Infografik: Wenn Sie 1997 in Amazon investiert hätten…
Verstoß gegen Amazon-Richtlinien
Dabei hatte die Wall-Street-Journal-Journalistin Nicole Nguyen von einem solchen Bestechungsversuch durch Ravpower berichtet. Sie selbst hatte das Angebot erhalten, einen Geschenkgutschein in Höhe von 35 Dollar zu bekommen, sobald sie eine positive Bewertung für ein zuvor von ihr gekauftes Produkt abgibt. Der Kauf von Bewertungen und das Anbieten von Gutscheinen im Gegenzug zu guten Bewertungen ist dabei schon seit rund fünf Jahren laut den Amazon-Richtlinien untersagt.Das Angebot an die Journalistin war dabei noch nicht mal individuell, sondern ein einfacher Werbeflyern, der in ihrer Bestellung beigepackt war. Damit sieht es so aus, als ob es bei Ravpower gang und gäbe war, sich Bewertungen zu erschleichen. Nguyen machte den Fall öffentlich und kurz danach verschwanden die Ravpower-Produkte bei Amazon. Amazon selbst hat bisher noch nicht viel zu den drei prominenten Beispielen gesagt.
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Thema:
Nadine Juliana DresslerRedakteurin für Windows & Netzwerke
Seit 2001 im Journalismus, klassisch ausgebildet, Autorin eines Windows-Buches. Ihre Themen reichen von Insider-Builds über die FritzBox bis zu DSL und Starlink.
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