Mehrheit der Deutschen lehnt gesetzlichen Anspruch auf Homeoffice ab
Seit dem Beginn der Pandemie sind die eigenen vier Wände immer häufiger zum Arbeitsplatz geworden und darum ist auch ein politischer Hickhack entbrannt, Arbeitsminister Hubertus Heil will das Recht auf Homeoffice gesetzlich verankern. Dazu gibt es nun eine Bitkom-Umfrage.
Das Thema Homeoffice ist seit Anfang des Jahres omnipräsent und die neue Arbeitsrealität beschäftigt auch die Politik. Denn so mancher ist der Ansicht, dass man auch nach dem Ende der Bedrohung durch Covid-19 die Möglichkeit haben sollte, von zu Hause aus arbeiten zu dürfen.
Infografik: Homeoffice wird zur Dauerlösung
Interessant ist das Ergebnis im Detail, denn unter 16- bis 29-Jährigen wird das Vorhaben mit 51 Prozent mehrheitlich begrüßt. Ältere können indes weniger damit anfangen, denn in der Gruppe der 30-Jährigen und älter dominiert die Ablehnung der Pläne (58 Prozent). Diese sehen vor, dass alle Erwerbstätigen, deren Tätigkeit von Zuhause aus ausgeübt werden kann, einen Anspruch darauf haben, ihren Arbeitsort an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr frei zu wählen.
Als Gründe für eine Ablehnung der Pläne nannten Kritiker Befürchtungen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Arbeitnehmern: Etwa die Hälfte (48 Prozent) spricht gegen ein Recht auf Homeoffice die Ungerechtigkeit gegenüber Kollegen, deren Tätigkeit nicht Homeoffice-tauglich ist. 40 Prozent der Befragten meinte, dass unter Homeoffice die Kommunikation leidet, jeder Dritte meint, dass Homeoffice auf Kosten der Arbeitsleistung geht.
Mehrheit lehnt einen Anspruch ab
Der Branchenverband Bitkom wollte wissen, wie die Öffentlichkeit dazu steht und das Ergebnis ist durchaus überraschend: Denn eine Mehrheit von 56 Prozent würde einen gesetzlichen Rechtsanspruch auf Homeoffice, wie er aktuell diskutiert wird, nicht begrüßen, so eine repräsentative Umfrage. Im Gegensatz dazu sind den Plänen von Arbeitsminister Hubertus Heil 40 Prozent der Befragten positiv eingestellt.Interessant ist das Ergebnis im Detail, denn unter 16- bis 29-Jährigen wird das Vorhaben mit 51 Prozent mehrheitlich begrüßt. Ältere können indes weniger damit anfangen, denn in der Gruppe der 30-Jährigen und älter dominiert die Ablehnung der Pläne (58 Prozent). Diese sehen vor, dass alle Erwerbstätigen, deren Tätigkeit von Zuhause aus ausgeübt werden kann, einen Anspruch darauf haben, ihren Arbeitsort an einer bestimmten Anzahl von Tagen im Jahr frei zu wählen.
Als Gründe für eine Ablehnung der Pläne nannten Kritiker Befürchtungen einer Zwei-Klassen-Gesellschaft unter den Arbeitnehmern: Etwa die Hälfte (48 Prozent) spricht gegen ein Recht auf Homeoffice die Ungerechtigkeit gegenüber Kollegen, deren Tätigkeit nicht Homeoffice-tauglich ist. 40 Prozent der Befragten meinte, dass unter Homeoffice die Kommunikation leidet, jeder Dritte meint, dass Homeoffice auf Kosten der Arbeitsleistung geht.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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