Endlich wohnen, wo man will:
Homeoffice-Trend befeuert Umzugs-Pläne
Die Auswirkungen der Coronakrise zeigen auch, dass sehr viele Menschen ausschließlich aus beruflichen Gründen in Gegenden wohnen, in denen sie gar nicht so gern leben wollen. Der Trend zum Homeoffice ändert dies wahrscheinlich spürbar.
Das gilt zumindest für die USA, wo die Freelancer-Plattform Upwork jetzt entsprechende Daten erhoben hat. Demnach lässt sich anhand von Umfrage-Ergebnissen hochrechnen, dass 14 Millionen bis 23 Millionen US-Amerikaner die Chancen des Homeoffice-Trends nutzen wollen, um in eine andere Stadt oder Region umzuziehen. Man geht davon aus, dass viele Unternehmen wohl dauerhaft nicht mehr erwarten werden, dass alle ihre Beschäftigten täglich im Büro auftauchen.
Es geht allerdings auch nicht immer darum, dass die Leute gern anderswo wohnen wollen. Für viele ist es auch wirtschaftlich die wesentlich bessere Option. Denn gerade zahlreiche Beschäftigte, in deren Branchen die Heimarbeit im Grunde keine Hürde darstellt, sind gezwungen, in Gegenden zu wohnen, in denen Häuser und Mieten völlig überteuert sind. Selbst gut verdienende Entwickler und Universitäts-Dozenten haben beispielsweise zunehmend Probleme, im Silicon Valley eine für sie bezahlbare Unterkunft zu finden.
Vor allem die großen Städte und Metropolregionen müssten damit rechnen, dass Menschen aus ihnen wieder wegziehen. Denn wenn man ohnehin nicht jeden Tag ins Büro fahren muss, kann man auch irgendwo wohnen, wo es ruhiger, billiger und schöner ist. Bestätigt werden die Upwork-Daten auch vom größten US-Umzugsunternehmen United Van Lines. Dieses verzeichnete in der letzten Zeit eine Steigerung der Anfragen von Umzugsinteressenten um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Es geht allerdings auch nicht immer darum, dass die Leute gern anderswo wohnen wollen. Für viele ist es auch wirtschaftlich die wesentlich bessere Option. Denn gerade zahlreiche Beschäftigte, in deren Branchen die Heimarbeit im Grunde keine Hürde darstellt, sind gezwungen, in Gegenden zu wohnen, in denen Häuser und Mieten völlig überteuert sind. Selbst gut verdienende Entwickler und Universitäts-Dozenten haben beispielsweise zunehmend Probleme, im Silicon Valley eine für sie bezahlbare Unterkunft zu finden.
Großstädten droht Abwanderung
Laut Adam Ozimek, dem Chefökonomen Upworks, sind die aktuellen Daten somit nur ein erster Indikator dessen, wie stark der Homeoffice-Trend sich gesellschaftlich auswirken kann. Denn wenn viele Gutverdiener aus ihren Konzentrations-Gebieten wegziehen und sich stärker über das Land verteilen als bisher, kann das vielfältige positive und auch negative Folgen nach sich ziehen.Vor allem die großen Städte und Metropolregionen müssten damit rechnen, dass Menschen aus ihnen wieder wegziehen. Denn wenn man ohnehin nicht jeden Tag ins Büro fahren muss, kann man auch irgendwo wohnen, wo es ruhiger, billiger und schöner ist. Bestätigt werden die Upwork-Daten auch vom größten US-Umzugsunternehmen United Van Lines. Dieses verzeichnete in der letzten Zeit eine Steigerung der Anfragen von Umzugsinteressenten um 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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