Kampf gegen Rassismus: Google streicht "Blacklist" aus Chrome-Code
Rassismus ist derzeit ein riesiges Thema, nach dem mutmaßlichen Mord an George Floyd formiert sich weltweit eine Massenbewegung, die ein Ende dieser Art der Diskriminierung fordert. Auch Sprache kommt auf den Prüfstand und Google bezieht auch in Kleinigkeiten Stellung.
Schwarzes Schaf und weiße Weste. Das sind zwei Begriffe der deutschen Sprache, die vermeintlich harmlos wirken, aber durchaus folgenschwer sind, da sie Weiß als etwas Gutes, Schwarz hingegen negativ besetzen. Ähnliches gilt für die englischen Begriffe Blacklist und Whitelist: Auf erstere kommt in Sachen Software alles, was verbannt oder geblockt werden soll, bei letzterem werden Inhalte explizit durchgewunken.
Wie 9to5Google entdeckt hat, haben die Google Chrome-Entwickler bereits im vergangenen Oktober in Chromium eine Developer-Anleitung aktualisiert, die erläutert, wie man in Sachen Rassismus "neutralen" Code schreibt. In der Dokumentation heißt es: "Begriffe wie 'Blacklist' und 'Whitelist' verstärken die Auffassung, dass 'Schwarz ist gleich schlecht' und 'Weiß ist gleich gut'." Google verweist hier auf einen Aufsatz des afroamerikanischen Schriftstellers Langston Hughes, der erläutert, warum auch solche Worte und Begrifflichkeiten sehr wohl eine Bedeutung haben.
Google hat bereits vor zwei Jahren mit dieser Umstellung begonnen und hat Nutzer-seitig die "Blacklist" zur "Blocklist" umbenannt. Im internen Code von Chrome gab es aber noch diverse Verweise auf Blacklists, die Proteste der "Black Lives Matter"-Bewegung haben Google dazu motiviert, die Umstellung auf Blocklist auch intern zu forcieren. Und es ist nicht wenig, das umgestellt werden muss, denn im Code müssen nun etwa 2000 Verweise auf das Wort Blacklist ersetzt werden.
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Blocklist statt Blacklist
Google hat sich im Zuge der jüngsten Anti-Rassismus-Proteste und der "Black Lives Matter"-Bewegung entschieden, die Begriffe Whitelist und Blacklist zu eliminieren. Das ist allerdings keine Reaktion auf die jüngsten Proteste.Wie 9to5Google entdeckt hat, haben die Google Chrome-Entwickler bereits im vergangenen Oktober in Chromium eine Developer-Anleitung aktualisiert, die erläutert, wie man in Sachen Rassismus "neutralen" Code schreibt. In der Dokumentation heißt es: "Begriffe wie 'Blacklist' und 'Whitelist' verstärken die Auffassung, dass 'Schwarz ist gleich schlecht' und 'Weiß ist gleich gut'." Google verweist hier auf einen Aufsatz des afroamerikanischen Schriftstellers Langston Hughes, der erläutert, warum auch solche Worte und Begrifflichkeiten sehr wohl eine Bedeutung haben.
Google hat bereits vor zwei Jahren mit dieser Umstellung begonnen und hat Nutzer-seitig die "Blacklist" zur "Blocklist" umbenannt. Im internen Code von Chrome gab es aber noch diverse Verweise auf Blacklists, die Proteste der "Black Lives Matter"-Bewegung haben Google dazu motiviert, die Umstellung auf Blocklist auch intern zu forcieren. Und es ist nicht wenig, das umgestellt werden muss, denn im Code müssen nun etwa 2000 Verweise auf das Wort Blacklist ersetzt werden.
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