Diesel-Skandal: Razzien bei Mitsubishi - Daimler-Update wirkungslos
Der Skandal um betrügerische Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen nimmt kein Ende. Anhand aktueller Ermittlungen wird klar, das wahrscheinlich auch Kunden von Mitsubishi betroffen sind. Und auch bei Daimler bekommt man die Probleme nicht in den Griff.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main ließ gestern verschiedene Niederlassungen des japanischen Automobilherstellers in Deutschland durchsuchen, um Beweise zu sichern. Aber auch bei den Zulieferern Continental und Denso tauchten unvermittelt Beamte auf. Continental bestätigte dies gegenüber der Wirtschaftswoche, erklärte allerdings, dass man in der Sache als Zeuge geführt werde.
Die Aktionen der Ermittler stützen sich auf den Verdacht des Betruges. Der Fall gleicht dabei im Grunde den Problemen, die auch bei anderen Anbietern verzeichnet wurden: Illegale Abschaltvorrichtungen sorgen hier dafür, dass unter den Bedingungen einer Prüfreihe die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden, der Motor die dafür notwendigen Vorrichtungen auf der Straße aber abschaltet. In diesem Fall soll es die Mitsubishi-Fahrzeuge mit Diesel-Motoren mit 1,6 und 2,2 Litern Hubraum betreffen, die mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 verkauft wurden.
Ein betrügerisches Vorgehen des Herstellers kann unmittelbare Folgen für die Kunden haben. Es kann sein, dass bestimmte Straßen oder Bereiche der Innenstadt für sie nicht mehr zu befahren sind. Auch eine komplette Stilllegung des Fahrzeugs ist im schlimmsten Fall denkbar. Die Behörden bitten Verbraucher, die ab dem Jahr 2014 einen Mitsubishi-Diesel kauften, sich als Zeuge bei ihrer örtlichen Polizei zu melden.
Doch gibt es an dieser Stelle direkt wieder ein Problem: Laut einem Bericht des Spiegel zeigen Messungen durch ein unabhängiges Unternehmen, dass der Stickoxid-Ausstoß durch die neue Firmware gar nicht sinkt. Der erlaubte Wert liegt bei 180 Milligramm pro Kilometer. Vor dem Update wurden unter Praxisbedingungen 715 Milligramm gemessen, danach waren es sogar 792 Milligramm.
Siehe auch: Manipulierte Diesel-Software: VW-Chefs werden auch bei uns angeklagt
Die Aktionen der Ermittler stützen sich auf den Verdacht des Betruges. Der Fall gleicht dabei im Grunde den Problemen, die auch bei anderen Anbietern verzeichnet wurden: Illegale Abschaltvorrichtungen sorgen hier dafür, dass unter den Bedingungen einer Prüfreihe die zulässigen Grenzwerte eingehalten werden, der Motor die dafür notwendigen Vorrichtungen auf der Straße aber abschaltet. In diesem Fall soll es die Mitsubishi-Fahrzeuge mit Diesel-Motoren mit 1,6 und 2,2 Litern Hubraum betreffen, die mit den Abgasnormen Euro 5 und Euro 6 verkauft wurden.
Ein betrügerisches Vorgehen des Herstellers kann unmittelbare Folgen für die Kunden haben. Es kann sein, dass bestimmte Straßen oder Bereiche der Innenstadt für sie nicht mehr zu befahren sind. Auch eine komplette Stilllegung des Fahrzeugs ist im schlimmsten Fall denkbar. Die Behörden bitten Verbraucher, die ab dem Jahr 2014 einen Mitsubishi-Diesel kauften, sich als Zeuge bei ihrer örtlichen Polizei zu melden.
Daimler: Pflicht-Update ohne Wirkung
Unterdessen versucht Daimler das Problem mit Software-Updates in den Griff zu bekommen. Zahlreiche Fahrzeuge - laut Kraftfahrtbundesamt wohl 360.000 - werden dafür in die Werkstätten zurückgerufen. Und das ist für die Halter verpflichtend. Wer sich das Update nicht einspielen lässt, verliert im Grunde die Zulassung und darf das Auto nicht mehr im Straßenverkehr bewegen.Doch gibt es an dieser Stelle direkt wieder ein Problem: Laut einem Bericht des Spiegel zeigen Messungen durch ein unabhängiges Unternehmen, dass der Stickoxid-Ausstoß durch die neue Firmware gar nicht sinkt. Der erlaubte Wert liegt bei 180 Milligramm pro Kilometer. Vor dem Update wurden unter Praxisbedingungen 715 Milligramm gemessen, danach waren es sogar 792 Milligramm.
Siehe auch: Manipulierte Diesel-Software: VW-Chefs werden auch bei uns angeklagt
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Christian Kahle
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