Erste Testanlage in Karlsruhe produziert Diesel und Benzin aus Luft
Es wäre doch schön, wenn der Treibstoff für Verbrennungsmotoren nicht mehr von fragwürdigen Handelspartnern gekauft werden müsste und die Klimabilanz verschlechtert, sondern man ihn einfach und nachhaltig aus der Luft bekäme. Das wird nun Realität.
Zumindest im kleinen Maßstab in Form einer Versuchsanlage. Diese steht ab heute in Karlsruhe auf dem Gelände des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), wie aus einem Bericht der Nachrichtenagentur DPA hervorgeht. Hier arbeiten vier hintereinanderfolgende Stufen daran, aus dem Kohlendioxid in der Umgebungsluft synthetische Varianten der gängigen Treibstoffe zu produzieren - und das möglichst nur unter Einsatz von elektrischer Energie aus regenerativen Quellen.
In der ersten Phase wird das Kohlendioxid aus der Umgebungsluft herausgeholt. Dieses wird im zweiten Arbeitsschritt unter Zugabe von Wasser in Kohlenmonoxid und Wasserstoff umgewandelt, was die Grundrohstoffe für den dritten Prozess sind. Hier entstehen dann längerkettige Kohlenwasserstoffmoleküle. Im abschließenden vierten Schritt werden diese dann je nach Bedarf aufgespalten und es entsteht entweder Diesel, Benzin oder Kerosin.
Die erste Versuchsanlage ist noch wenig effizient: Zwei Liter Kraftstoff können hier täglich produziert werden. Die beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure wollen in einem zweiten System, das demnächst gebaut werden soll, aber schon 200 Liter täglich schaffen. Weiterhin hofft man dann auf eine - theoretisch durchaus mögliche - Leistung von bis zu 2000 Litern am Tag.
Siehe auch: Künstliche Blätter: Neue Solarzelle erzeugt Treibstoff aus Luft
In der ersten Phase wird das Kohlendioxid aus der Umgebungsluft herausgeholt. Dieses wird im zweiten Arbeitsschritt unter Zugabe von Wasser in Kohlenmonoxid und Wasserstoff umgewandelt, was die Grundrohstoffe für den dritten Prozess sind. Hier entstehen dann längerkettige Kohlenwasserstoffmoleküle. Im abschließenden vierten Schritt werden diese dann je nach Bedarf aufgespalten und es entsteht entweder Diesel, Benzin oder Kerosin.
Lokale Produktion
Die gesamte Anlage findet dabei in einem klassischen Schiffscontainer Platz. Dadurch soll es möglich sein, dass Betreiber von Kraftwerken, die mit regenerativen Energien arbeiten, die Systeme direkt vor Ort aufstellen. So könnte ein Windpark dann in Zeiten, in denen es gerade ein Überangebot an Strom gibt und die Turbinen eigentlich aus dem Wind gedreht werden, direkt die Kraftstoffproduktion mit der nicht benötigten Energie starten.Die erste Versuchsanlage ist noch wenig effizient: Zwei Liter Kraftstoff können hier täglich produziert werden. Die beteiligten Wissenschaftler und Ingenieure wollen in einem zweiten System, das demnächst gebaut werden soll, aber schon 200 Liter täglich schaffen. Weiterhin hofft man dann auf eine - theoretisch durchaus mögliche - Leistung von bis zu 2000 Litern am Tag.
Siehe auch: Künstliche Blätter: Neue Solarzelle erzeugt Treibstoff aus Luft
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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