Manipulierte Diesel-Software:
VW-Chefs werden auch bei uns angeklagt
Einer der größten Fälle von illegalen Software-Manipulationen hat nun doch auch in Deutschland weitergehende Konsequenzen. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig erhebt Anklage gegen eine Reihe von ehemaligen VW-Führungspersonen.
Vielfach wurde bisher angenommen, dass die Verantwortlichen sich hierzulande recht glimpflich aus der Affäre ziehen können, während in den USA bereits Manager ins Gefängnis geschickt wurden. Doch nun werden der Volkswagen-Konzernchef Herbert Diess, sein Vorgänger Martin Winterkorn und Dieter Pötsch, der dem Aufsichtsrat vorsitzt, sich vor Gericht verantworten müssen.
Im Herbst 2015 ging die US-Umweltschutzbehörde EPA mit der Erkenntnis an die Öffentlichkeit, dass die Diesel-Fahrzeuge von VW mit einer manipulierten Steuerungs-Software ausgestattet sind, die auf dem Prüfstand wesentlich weniger Emissionen zeigte, als ein Auto auf der Straße. Die Ermittler mussten in dem Fall der Frage nachgehen, wer zu welchem Zeitpunkt was wusste.
Seitens des Unternehmens versteht man allerdings nicht, warum die Manager nun persönlich angeklagt werden sollen. Immerhin hätten eigene Untersuchungen ergeben, dass die Vorwürfe gegen die drei Personen unbegründet sind. Die fehlende Aktivität resultierte demnach aus der Tatsache, dass den Vorständen von Experten zugesichert worden sei, dass man das Problem sowohl technisch als auch rechtlich im Griff habe. Entsprechend hätte niemand ahnen können, dass das Unternehmen letztlich zu Milliarden-Zahlungen verdonnert wird.
Siehe auch: Abgasskandal: Gebrauchte modifizierte Dieselautos sind ein Verkaufs-Hit
Im Herbst 2015 ging die US-Umweltschutzbehörde EPA mit der Erkenntnis an die Öffentlichkeit, dass die Diesel-Fahrzeuge von VW mit einer manipulierten Steuerungs-Software ausgestattet sind, die auf dem Prüfstand wesentlich weniger Emissionen zeigte, als ein Auto auf der Straße. Die Ermittler mussten in dem Fall der Frage nachgehen, wer zu welchem Zeitpunkt was wusste.
Was wusste Winterkorn?
Und ein wesentlicher Punkt in der Anklage dürften nun Informationen über eine interne Sitzung im Konzern sein, an der Ende Juli 2015 sowohl der frisch ins Unternehmen gekommene Diess als auch Winterkorn teilgenommen haben sollen. Auf dieser soll das Thema der illegalen Abschalteinrichtungen bereits thematisiert worden sein. Bevor die US-Behörden den Skandal öffentlich machten, war von Aktivitäten seitens der obersten Konzernführung aber nichts zu vernehmen.Seitens des Unternehmens versteht man allerdings nicht, warum die Manager nun persönlich angeklagt werden sollen. Immerhin hätten eigene Untersuchungen ergeben, dass die Vorwürfe gegen die drei Personen unbegründet sind. Die fehlende Aktivität resultierte demnach aus der Tatsache, dass den Vorständen von Experten zugesichert worden sei, dass man das Problem sowohl technisch als auch rechtlich im Griff habe. Entsprechend hätte niemand ahnen können, dass das Unternehmen letztlich zu Milliarden-Zahlungen verdonnert wird.
Siehe auch: Abgasskandal: Gebrauchte modifizierte Dieselautos sind ein Verkaufs-Hit
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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