Mazda: Elektroautos mit großen Akkus sind schlechter für CO2 als Diesel
In der Autoindustrie hat sich herumgesprochen, dass Elektroautos die Zukunft gehört. Viele arbeiten inzwischen an einer Vollumstellung von Verbrenner zu Elektro. Einige tun sich bei der Umstellung aber immer noch schwer und sind dabei sogar bereit, die Wahrheit zu verbiegen.
Wie Electrek schreibt ist aber beides falsch. Das Kunden-Argument ist ein "weiches", denn im Prinzip wollen alle an Elektromobilität Interessierten, dass sie mit einer Ladung möglichst weit kommen. Das zweite Argument ist ein wissenschaftliches bzw. rechnerisches, doch auch hier irrt sich Schultze, wie unzählige Studien beweisen.
Schultze verweist zunächst darauf, dass die CO2-Emissionen des Kompakt-SUVs MX-30 mit 35,5-KWh-Akku mit einem Mazda3-Diesel-Kompaktauto vergleichbar wären. Dabei zählt er Akkuproduktion und -entsorgung mit. Hier habe das Elektroauto selbst dann einen Vorteil, wenn man den Akku nach 100.000 Meilen ersetzen müsste. Infografik: Diese Elektroautos rollen am weitesten
Im Gegensatz dazu, so Schultze, habe eine 95-kWh-Batterie von Tag 1 an klar höhere CO2-Emmissionen. Die lokale Luftverschmutzung wird jedoch mit keinem Wort erwähnt und auch sonst verweist Electrek auf Untersuchungen, dass Elektroautos in jeder Hinsicht sauberer sind als Diesel.
Mazda will hier aber nicht grundsätzlich Elektroautos schlechtreden, man verteidigt hiermit vor allem die Entscheidung, einen kleinen Akku zu verbauen. Denn die Japaner sind wie andere Hersteller der Ansicht, dass Akkus im 35,5-kWh-Bereich für Europa eben mehr als genug seien. Laut dem Elektromobilitätsblog werden aber Reichweiten unter 200 Meilen und damit Akkus unter 60 kWh in den USA als "lachhaft" angesehen. Die Anhänger der Kleinakku-Fraktion positionieren ihre Autos im urbanen und suburbanen Bereich, bei dem die Besitzer die Stadt nie verlassen.
Es ist zwar Sache der Hersteller, wie sie ihre Fahrzeuge positionieren, doch dabei sollte man die Wahrheit nicht so verbiegen wie Mazda, meint Electrek. Denn das Argument für kleine Akkus komme immer wieder von Autobauern, die gerade den Markt für sich entdecken. Jene, die schon länger dabei sind, stellen indes allesamt auf größere Akkus um.
Besser für Kunden und Umwelt?
Dazu gehört auch Mazda. Der asiatische Hersteller steht aktuell vor der Einführung des MX-30, dem ersten vollelektrischen Fahrzeug von Mazda. Die Japaner sind also nicht grundsätzlich gegen Elektromobilität, dennoch hat Christian Schultze Einwände gegen bestimmte Lösungen. Der Chef des europäischen Zentrums für Forschung und Entwicklung von Mazda ist der Ansicht, dass Autos mit 35,5-KWh-Akkus und damit einer Reichweite von rund 240 Kilometern genug für die Kunden und auch besser für die Umwelt seien.Wie Electrek schreibt ist aber beides falsch. Das Kunden-Argument ist ein "weiches", denn im Prinzip wollen alle an Elektromobilität Interessierten, dass sie mit einer Ladung möglichst weit kommen. Das zweite Argument ist ein wissenschaftliches bzw. rechnerisches, doch auch hier irrt sich Schultze, wie unzählige Studien beweisen.
Schultze verweist zunächst darauf, dass die CO2-Emissionen des Kompakt-SUVs MX-30 mit 35,5-KWh-Akku mit einem Mazda3-Diesel-Kompaktauto vergleichbar wären. Dabei zählt er Akkuproduktion und -entsorgung mit. Hier habe das Elektroauto selbst dann einen Vorteil, wenn man den Akku nach 100.000 Meilen ersetzen müsste. Infografik: Diese Elektroautos rollen am weitesten
Im Gegensatz dazu, so Schultze, habe eine 95-kWh-Batterie von Tag 1 an klar höhere CO2-Emmissionen. Die lokale Luftverschmutzung wird jedoch mit keinem Wort erwähnt und auch sonst verweist Electrek auf Untersuchungen, dass Elektroautos in jeder Hinsicht sauberer sind als Diesel.
Mazda will hier aber nicht grundsätzlich Elektroautos schlechtreden, man verteidigt hiermit vor allem die Entscheidung, einen kleinen Akku zu verbauen. Denn die Japaner sind wie andere Hersteller der Ansicht, dass Akkus im 35,5-kWh-Bereich für Europa eben mehr als genug seien. Laut dem Elektromobilitätsblog werden aber Reichweiten unter 200 Meilen und damit Akkus unter 60 kWh in den USA als "lachhaft" angesehen. Die Anhänger der Kleinakku-Fraktion positionieren ihre Autos im urbanen und suburbanen Bereich, bei dem die Besitzer die Stadt nie verlassen.
Es ist zwar Sache der Hersteller, wie sie ihre Fahrzeuge positionieren, doch dabei sollte man die Wahrheit nicht so verbiegen wie Mazda, meint Electrek. Denn das Argument für kleine Akkus komme immer wieder von Autobauern, die gerade den Markt für sich entdecken. Jene, die schon länger dabei sind, stellen indes allesamt auf größere Akkus um.
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Witold PryjdaSenior Redakteur
Seit 1996 im Journalismus, ausgebildet an der Österreichischen Medienakademie. Sein Spektrum reicht von Robotern und KI über E-Autos bis zur Militärtechnik.
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