Smartphone-Markt Deutschland:
Seit Ende 2018 geht es nur noch bergab
Smartphones verkaufen sich auch in Deutschland längst nicht mehr so gut, wie noch im letzten Jahr. Die Verkäufe sind laut Daten des von der Branche meistgenutzten Messinstruments schon seit Ende 2018 auch hierzulande rückläufig. Sind den Kunden die Geräte zu teuer?
Wie aus uns vorliegenden Zahlen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hervorgeht, sind die Verkaufszahlen im Smartphone-Markt bereits das gesamte Jahr 2019 rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr mussten die Hersteller einen teilweise deutlichen Rückgang der Absatzzahlen hinnehmen. Auch das Embargo der US-Regierung unter Trump gegen den chinesischen Hersteller Huawei verstärkte anscheinend den Abwärtstrend.
Die hier zitierten Zahlen stammen von der GfK, die in der Mobilfunkbranche als wichtigster Maßstab für die Lage im Markt gilt, schließlich erfasst das Unternehmen konkrete Daten, die es von diversen Händlern, Mobilfunkfirmen und aus anderen Vertriebswegen erhält. Normalerweise werden diese Informationen an die Gerätehersteller und Händler selbst verkauft, da diese damit ihre Position im Markt anhand eines gemeinsamen Maßstabs analysieren können.
Im zweiten Quartal 2019 ging es unverändert negativ weiter, auch wenn die Verkäufe nach den Neuvorstellungen zum Mobile World Congress etwas angezogen haben dürften. Im Juni gab es dann erneut einen Einbruch - um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, was vermutlich auch an den Ängsten der Kunden vor dem im Mai verhängten US-Handelsverbot gegen Huawei und den damit verbundenen Berichten liegen dürfte. So mancher potenzieller Käufer verzichtete in diesem Monat auf den Kauf eines Huawei-Smartphones, gab es doch zahlreiche Unkenrufe, laut denen diese möglicherweise bald nicht mehr mit Android laufen dürften. Inzwischen hat sich Huaweis Marktanteil aber wieder erholt.
Die Konkurrenz in Form von Samsung, Apple & Co profitierte zwar nach Marktanteilen, schrumpfte Huaweis Anteil im Juni doch vorrübergehend auf nur noch 11 Prozent, doch in Sachen Stückzahlen machte sich das Trump-Embargo offenbar kaum bemerkbar. Der Juli war bisher der "beste" Monat des Jahres 2019, denn die Verkaufszahlen blieben zumindest nach der Zahl der verkauften Einheiten fast unverändert. Auch im August und September gab es allerdings wieder Rückgänge der verkauften Stückzahlen um durchschnittlich rund sechs Prozent gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres.
Die Versuche der Hersteller, die sinkenden Verkaufszahlen nach Einheiten durch eine Steigerung der Preise der Geräte und eine damit einhergehende Erhöhung des durchschnittlichen Verkaufspreises der Smartphones und somit steigende Margen abzufangen, sind unterdessen weitestgehend gescheitert. Die Kunden kaufen schlichtweg weniger Geräte und diese meist auch noch zu günstigeren Preisen - wohl weil Smartphones in den letzten Jahren zu wenige attraktive Neuerungen geboten haben und deshalb zur "Commodity", also einem einfachen Alltagsgegenstand geworden sind.
Die hier zitierten Zahlen stammen von der GfK, die in der Mobilfunkbranche als wichtigster Maßstab für die Lage im Markt gilt, schließlich erfasst das Unternehmen konkrete Daten, die es von diversen Händlern, Mobilfunkfirmen und aus anderen Vertriebswegen erhält. Normalerweise werden diese Informationen an die Gerätehersteller und Händler selbst verkauft, da diese damit ihre Position im Markt anhand eines gemeinsamen Maßstabs analysieren können.
Der Markt ist in Deutschland wohl einfach gesättigt
Wie aus der GfK-Statistik hervorgeht, ist die Zahl der verkauften Smartphones in Deutschland schon seit Dezember 2018 deutlich rückläufig. Im letzten Monat des Vorjahres ging es trotz über zwei Millionen verkauften Geräten im Vergleich zu 2017 um fast acht Prozent abwärts. Im Januar und Februar, einer Zeit in der die Stückzahlen nach dem Weihnachtsgeschäft ohnehin traditionell schwächeln, setzte sich der Trend mit jeweils knapp acht Prozent geringeren Verkäufen fort.Im zweiten Quartal 2019 ging es unverändert negativ weiter, auch wenn die Verkäufe nach den Neuvorstellungen zum Mobile World Congress etwas angezogen haben dürften. Im Juni gab es dann erneut einen Einbruch - um mehr als zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr, was vermutlich auch an den Ängsten der Kunden vor dem im Mai verhängten US-Handelsverbot gegen Huawei und den damit verbundenen Berichten liegen dürfte. So mancher potenzieller Käufer verzichtete in diesem Monat auf den Kauf eines Huawei-Smartphones, gab es doch zahlreiche Unkenrufe, laut denen diese möglicherweise bald nicht mehr mit Android laufen dürften. Inzwischen hat sich Huaweis Marktanteil aber wieder erholt.
Die Konkurrenz in Form von Samsung, Apple & Co profitierte zwar nach Marktanteilen, schrumpfte Huaweis Anteil im Juni doch vorrübergehend auf nur noch 11 Prozent, doch in Sachen Stückzahlen machte sich das Trump-Embargo offenbar kaum bemerkbar. Der Juli war bisher der "beste" Monat des Jahres 2019, denn die Verkaufszahlen blieben zumindest nach der Zahl der verkauften Einheiten fast unverändert. Auch im August und September gab es allerdings wieder Rückgänge der verkauften Stückzahlen um durchschnittlich rund sechs Prozent gegenüber den gleichen Monaten des Vorjahres.
Die Versuche der Hersteller, die sinkenden Verkaufszahlen nach Einheiten durch eine Steigerung der Preise der Geräte und eine damit einhergehende Erhöhung des durchschnittlichen Verkaufspreises der Smartphones und somit steigende Margen abzufangen, sind unterdessen weitestgehend gescheitert. Die Kunden kaufen schlichtweg weniger Geräte und diese meist auch noch zu günstigeren Preisen - wohl weil Smartphones in den letzten Jahren zu wenige attraktive Neuerungen geboten haben und deshalb zur "Commodity", also einem einfachen Alltagsgegenstand geworden sind.
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