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Huawei: Deutschen ist Trump-Embargo egal - Marktanteil hat sich erholt
Bisher gelingt es Huawei, den Großteil der negativen Auswirkungen des US-Embargos zumindest in Deutschland abzufangen. Dies zeigen 'offizielle' Daten über die Marktanteile der Smartphone-Hersteller, die von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhoben wurden.
Als im Mai bekannt wurde, dass Google dem chinesischen Hersteller Huawei aufgrund des von der US-Regierung verhängten Handelsverbots die Lizenz zur Verwendung von offiziellen Android-Versionen auf seinen Smartphones entzieht, war die Aufregung groß. Vom Ende des Vertriebs der Huawei-Smartphones in westlichen Märkten war die Rede, mancher ging sogar so weit, von einem Todesstoß gegen Huawei im Smartphone-Markt zu sprechen.
Die Informationen wurden uns von einer Quelle aus der Mobilfunkindustrie zugespielt. Die Zahlen der GfK werden in der Branche als wichtigster Index für die Marktlage in Deutschland verwendet, da sie Verkaufszahlen von zahllosen großen und kleinen Händlern und Distributoren vereinen. Normalerweise werden diese Daten von der GfK unter großer Geheimhaltung an die Hersteller verkauft, schließlich besitzt das Unternehmen eine Art Monopol, wenn es um möglichst genaue Informationen zu Verkäufen im deutschen Handel geht.
So hatte Huawei im Juli 17 und im August 2019 sogar wieder einen Marktanteil von beachtlichen 20 Prozent in Deutschland. Im September 2019 bewegte man sich zudem im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar auf einem leicht höheren Niveau als im September 2018 (17 Prozent) und brachte es auf einen Marktanteil von immerhin 18 Prozent. Auch die Verluste an Konkurrenten wie Samsung und Apple haben sich inzwischen wohl wieder relativiert. Aktuell liegt Huawei weiter stabil auf dem dritten Platz unter den größten Smartphone-Herstellern.
Zudem steuert der Konzern mit Aktionen in Kooperation mit dem Einzelhandel und den Netzbetreibern vermutlich mit viel Marketing-Geld gegen. Hinzu kommt, dass man ältere Geräte per "Rebranding" unter neuem Namen verkauft, wie jüngst mit dem Huawei Nova 5T geschehen, das eigentlich ein Honor 20 Pro ist. Auf der IFA 2019 hatte man im September zudem neue Farbvarianten der P30-Modelle vorgestellt, die helfen, den Lebenszyklus der Geräte im Markt zu verlängern.
Hinzu kommt auch noch, dass Huawei kräftig damit geworben hat, dass man den Kunden ein sogenanntes "Zukunftsversprechen" gibt. Auch dieses bewirbt der Konzern mit viel Aufwand, auch über Social-Media-Kanäle, und pocht dabei darauf, dass alle aktuell verfügbaren Geräte auch weiterhin mit Updates versorgt werden, was auch Android-Updates einschließt. Obendrein hat man kräftig in Service-Dienstleistungen investiert, die den Kunden eine gewisse Sicherheit geben sollen. Dazu gehört auch der allmonatliche Service-Day, bei dem im Berliner Service-Center kostenlose Display-Folien und Rabatte auf Zubehör und Reparaturen geboten werden.
Wie lange Huaweis Strategie des Rebrandings, der Modellpflege, der Service-Investitionen und dem "Zukunftsversprechen" noch funktioniert, bleibt abzuwarten. Schließlich altern die von Google zertifizierten aktuellen Modelle des Konzerns zunehmend und noch scheint kein Ausweg aus der Misere rund um das Handelsverbot der US-Regierung, das amerikanischen Firmen wie Google die Zusammenarbeit mit Huawei untersagt, in Sicht.
Die Informationen wurden uns von einer Quelle aus der Mobilfunkindustrie zugespielt. Die Zahlen der GfK werden in der Branche als wichtigster Index für die Marktlage in Deutschland verwendet, da sie Verkaufszahlen von zahllosen großen und kleinen Händlern und Distributoren vereinen. Normalerweise werden diese Daten von der GfK unter großer Geheimhaltung an die Hersteller verkauft, schließlich besitzt das Unternehmen eine Art Monopol, wenn es um möglichst genaue Informationen zu Verkäufen im deutschen Handel geht.
Huawei Marktanteil: Kurzer, krasser Einbruch im Juni, jetzt hoch wie zuvor
Zwar musste Huawei in der Tat einen heftigen Rückgang seiner Smartphone-Verkäufe hinnehmen, als das US-Embargo bekannt wurde und auch die Kunden stark verunsichert wurden. Erst kürzlich kommentierte der Chef der Tochtermarke Honor in Deutschland, Marco Eberlein, dazu, dass es um rund 40 Prozent abwärts ging. Die Auswirkungen waren aber nur von kurzer Dauer, denn nachdem man laut den GfK-Zahlen zwar einen Rückgang des Marktanteils in Deutschland von zuvor 21 Prozent im Mai auf nur noch 11 Prozent im Juni hinnehmen musste, erholten sich die Verkäufe nach Stückzahlen scheinbar recht schnell.So hatte Huawei im Juli 17 und im August 2019 sogar wieder einen Marktanteil von beachtlichen 20 Prozent in Deutschland. Im September 2019 bewegte man sich zudem im Vergleich zum Vorjahresmonat sogar auf einem leicht höheren Niveau als im September 2018 (17 Prozent) und brachte es auf einen Marktanteil von immerhin 18 Prozent. Auch die Verluste an Konkurrenten wie Samsung und Apple haben sich inzwischen wohl wieder relativiert. Aktuell liegt Huawei weiter stabil auf dem dritten Platz unter den größten Smartphone-Herstellern.
Marketing, Service, Modellpflege: Wie Huawei sich aus der Krise trickst
Die Gründe dafür, dass Huawei sich trotz des Embargos der US-Regierung und dem Wegfall der Möglichkeit zur Verwendung von offiziellen, Google-zertifizierten Android-Versionen auf wirklich neuen Geräten zumindest in Deutschland noch so gut halten kann, dürften vielfältig sein. Einerseits liegt dies wohl unter anderem daran, dass man ein breites Portfolio anbietet und die Flaggschiff-Modelle der Huawei P30-Serie im April erst kurz vor dem Inkrafttreten des US-Embargos im Mai eingeführt hat.Zudem steuert der Konzern mit Aktionen in Kooperation mit dem Einzelhandel und den Netzbetreibern vermutlich mit viel Marketing-Geld gegen. Hinzu kommt, dass man ältere Geräte per "Rebranding" unter neuem Namen verkauft, wie jüngst mit dem Huawei Nova 5T geschehen, das eigentlich ein Honor 20 Pro ist. Auf der IFA 2019 hatte man im September zudem neue Farbvarianten der P30-Modelle vorgestellt, die helfen, den Lebenszyklus der Geräte im Markt zu verlängern.
Hinzu kommt auch noch, dass Huawei kräftig damit geworben hat, dass man den Kunden ein sogenanntes "Zukunftsversprechen" gibt. Auch dieses bewirbt der Konzern mit viel Aufwand, auch über Social-Media-Kanäle, und pocht dabei darauf, dass alle aktuell verfügbaren Geräte auch weiterhin mit Updates versorgt werden, was auch Android-Updates einschließt. Obendrein hat man kräftig in Service-Dienstleistungen investiert, die den Kunden eine gewisse Sicherheit geben sollen. Dazu gehört auch der allmonatliche Service-Day, bei dem im Berliner Service-Center kostenlose Display-Folien und Rabatte auf Zubehör und Reparaturen geboten werden.
Wie lange Huaweis Strategie des Rebrandings, der Modellpflege, der Service-Investitionen und dem "Zukunftsversprechen" noch funktioniert, bleibt abzuwarten. Schließlich altern die von Google zertifizierten aktuellen Modelle des Konzerns zunehmend und noch scheint kein Ausweg aus der Misere rund um das Handelsverbot der US-Regierung, das amerikanischen Firmen wie Google die Zusammenarbeit mit Huawei untersagt, in Sicht.
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