CDU und deren Chefin finden derzeit zielsicher jedes Netz-Fettnäpfchen
Am vergangenen Wochenende haben die Europawahlen stattgefunden und die beiden (ehemaligen) Großparteien mussten teils herbe Verluste hinnehmen. Die Union stand vor allem bei jungen Menschen in der Kritik, dafür war u. a. das mittlerweile millionenfach geklickte Video eines YouTubers verantwortlich. Und die CDU tut sich immer noch schwer damit.
Die Tage nach der EU-Wahl sind traditionell als Katertage zu sehen. Denn während die einen (allen voran die Grünen) vom Feiern einen dicken Kopf haben, müssen bei anderen (Union und SPD) Verluste analysiert werden. Bei der CDU fällt dabei vor allem ein Wort bzw. Name: Rezo.
Und bei der CDU tat und tut man sich extrem schwer mit der Kritik der zumeist jungen Nutzer und Internet-Persönlichkeiten, das mittlerweile sprichwörtliche Neuland ist hier noch eine Untertreibung. Auch und vor allem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (kurz AKK) "glänzte" mit so mancher unpassenden Bemerkung.
Es folgte ein Aufschrei und viele sahen hier eine Zensurabsicht der CDU-Chefin. Diese reagierte per Twitter und bezeichnete die Kritik an ihr als "absurd". Ein Aber konnte sie aber auch nicht lassen und meinte, dass es "eine Frage der politischen Kultur" sei, dass man vor Wahlen nicht "zum Nichtwählen oder gar zur Zerstörung demokratischer Parteien der Mitte aufrufen" soll.
Die Kritik an AKK verstummte aber nicht, im Gegenteil: Am Dienstagmorgen dominiert die CDU-Chefin die Deutschland-Trends auf Twitter und die Hashtags sind eindeutig: Derzeit stehen #AKKRuecktritt, #annegate und #Meinungsfreiheit in den "Deutschland-Trends" des Kurznachrichtendienstes ganz oben.
Rezo mit rund zwölf Millionen Abrufen
Der eigentlich nicht politisch aktive YouTuber hat im Vorfeld der Wahl einen rund einstündigen Flame in Richtung der etablierten Parteien, allen voran der Union, abgefeuert. Der Titel des Videos war und ist Programm: "Die Zerstörung der CDU." Es folgte ein zweites Video, in dem zahlreiche YouTuber eine Wahlempfehlung abgaben und sich vor allem gegen CDU, SPD und AfD aussprachen.Und bei der CDU tat und tut man sich extrem schwer mit der Kritik der zumeist jungen Nutzer und Internet-Persönlichkeiten, das mittlerweile sprichwörtliche Neuland ist hier noch eine Untertreibung. Auch und vor allem CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer (kurz AKK) "glänzte" mit so mancher unpassenden Bemerkung.
"Meinungsäußerungen regulieren"
Gestern legte sie nach und das Wort "unbedachte Äußerung" ist noch das Freundlichste, was man dazu sagen kann. Denn Kramp-Karrenbauer dachte laut darüber nach, ob und wie man "Meinungsäußerungen im Internet vor Wahlen regulieren" sollte. AKK fragte sich, welche Regeln aus dem analogen Bereich man auch im digitalen anwenden sollte, wenn es um das Thema Meinungsmache geht.Die Kritik an AKK verstummte aber nicht, im Gegenteil: Am Dienstagmorgen dominiert die CDU-Chefin die Deutschland-Trends auf Twitter und die Hashtags sind eindeutig: Derzeit stehen #AKKRuecktritt, #annegate und #Meinungsfreiheit in den "Deutschland-Trends" des Kurznachrichtendienstes ganz oben.
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