Microsoft Office soll massiv europäisches Datenschutz-Recht brechen
Microsoft soll mit seinem Office-Paket massiv gegen die europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verstoßen. Die Telemetrie-Funktionen der Software würden in großem Umfang sensible Daten der Nutzer sammeln und unter anderem auch an Datenzentren in den USA übermitteln. Das geht aus einem aktuellen Prüfbericht hervor.
Erstellt wurde dieser von der Administration in den Niederlanden, die sich in erster Linie genauer anschauen wollte, inwiefern die Datenschutz-Aspekte von 300.000 Angestellten im Öffentlichen Dienst durch die von ihnen genutzten Microsoft-Office-Pakete berührt sind. Und hier gibt es demnach erhebliche Probleme, da umfangreiche Informationen an die Server Microsofts übermittelt würden.
Beim Thema Telemetrie-Daten wird erst einmal nicht intuitiv klar, worum es sich hier im Detail eigentlich dreht. Es ist keineswegs so, dass Microsoft hier lediglich einige grundlegende Informationen darüber erfassen würde, wenn Programme abstürzen oder wie hoch die Anteile von Systemen auf einem bestimmten Patch-Level sind. Die Untersuchung in den Niederlanden zeigte, dass dann doch immer wieder ziemlich sensible Daten übermittelt werden.
Laut den Autoren des Berichtes habe die Prüfung auch ergeben, dass eine Übermittlung innerhalb Europas nur bedingt besser wäre. Denn die Nutzer werden von der Microsoft-Software auch nicht hinreichend darüber aufgeklärt, welche Daten erhoben und verschickt werden. Weiterhin bekämen die User keine ausreichenden Optionen, überhaupt selbst hinreichend über eine Übertragung entscheiden zu können.
Die Verstöße gegen die DSGVO können in dieser Form Geldstrafen in einem zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach sich ziehen. Allerdings dürfte es soweit wohl nicht kommen, denn die Lage ist weit von einer Eskalation entfernt. Vielmehr zeigt sich Microsoft kooperativ und sucht zusammen mit den zuständigen Behörden nach Möglichkeiten, die Rechtsverstöße abzustellen.
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Beim Thema Telemetrie-Daten wird erst einmal nicht intuitiv klar, worum es sich hier im Detail eigentlich dreht. Es ist keineswegs so, dass Microsoft hier lediglich einige grundlegende Informationen darüber erfassen würde, wenn Programme abstürzen oder wie hoch die Anteile von Systemen auf einem bestimmten Patch-Level sind. Die Untersuchung in den Niederlanden zeigte, dass dann doch immer wieder ziemlich sensible Daten übermittelt werden.
Geschriebene Inhalte gehen an MS-Server
Teils würden auch konkrete Inhalte an Microsoft-Datenzentren übertragen. Dazu gehören unter anderem Sätze, die der Nutzer eingegeben hat und bei denen die Rechtschreibprüfung möglicherweise nicht zufriedenstellend funktionierte. Aber auch an anderen Stellen wurden Datenübermittlungen gefunden, die so nicht mit dem geltenden Recht in Europa zu vereinbaren sind. Das Kernproblem liegt dabei meist in der Tatsache, dass die Informationen an Systeme übertragen werden, die dann nicht mehr im Geltungsbereich der DSGVO stehen, wodurch der Rechtsschutz der Nutzer unterlaufen wird.Laut den Autoren des Berichtes habe die Prüfung auch ergeben, dass eine Übermittlung innerhalb Europas nur bedingt besser wäre. Denn die Nutzer werden von der Microsoft-Software auch nicht hinreichend darüber aufgeklärt, welche Daten erhoben und verschickt werden. Weiterhin bekämen die User keine ausreichenden Optionen, überhaupt selbst hinreichend über eine Übertragung entscheiden zu können.
Die Verstöße gegen die DSGVO können in dieser Form Geldstrafen in einem zweistelligen Millionen-Euro-Bereich nach sich ziehen. Allerdings dürfte es soweit wohl nicht kommen, denn die Lage ist weit von einer Eskalation entfernt. Vielmehr zeigt sich Microsoft kooperativ und sucht zusammen mit den zuständigen Behörden nach Möglichkeiten, die Rechtsverstöße abzustellen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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