Microsoft setzt sich für eine Steuererhöhung gegen sich selbst ein
Microsoft setzt sich im Rahmen seiner politischen Lobbyarbeit derzeit für eine Steuer ein, die vor allem das Unternehmen selbst spürbar belasten würde. Neben den Redmondern gäbe es im Grunde nur ein weiteres Unternehmen, das im Rahmen dessen ordentlich zahlen müsste - und das ist Amazon.
Dass ein Konzern überhaupt für die Erhebung eine zusätzlichen Steuer eintritt, ist durchaus recht selten, erst recht, wenn er dann auch noch zu den Hauptzahlern gehören würde. Allerdings dient die Abgabe durchaus auch einem Zweck, der Microsoft einen direkten Gegenwert verspricht: Der US-Bundesstaat Washington will mit den zusätzlichen Einnahmen Bildungsinitiativen im Technologie-Bereich finanzieren, wie die Seattle Times berichtet.
Und das ist dringend nötig. Schätzungen von Bundesbehörden zufolge werden von vor einigen Jahren bis zum Jahr 2020 rund 1,4 Millionen Jobs mit Informatik-Hintergrund hinzukommen. Im gleichen Zeitraum würden unter gleichbleibenden Voraussetzungen aber nur etwa 400.000 Fachkräfte in den USA ausgebildet. Entsprechend groß ist das Interesse der großen Technologieunternehmen an deutlich mehr Nachwuchs.
Da die Politik das Geld sich nicht gerade beim ohnehin nicht ganz so finanzkräftigen IT-Mittelstand holen will, wurde die Regelung gezielt auf große Unternehmen ausgelegt und betrifft somit in Washington fast nur Microsoft und Amazon. Die Redmonder werden dann rund 67 Prozent mehr Unternehmenssteuer in dem Bundesstaat bezahlen müssen. Das dürfte auf Dauer aber vermutlich günstiger sein als verschiedene andere Methoden, mit denen man an mehr Fachkräfte in der Region kommen könnte.
Im Gegensatz dazu hatte Amazon sich zuletzt massiv gegen eine gesonderte Besteuerung zur Wehr gesetzt. Die Stadt Seattle wollte den Konzern unter anderem zur Kasse bitten, um preiswerteren Wohnraum fördern zu können. Das hat zwar keine so direkte Verbindung zu der Firma, ist indirekt aber ebenfalls enorm wichtig - wie auch wiederum Microsoft zeigte.
Siehe auch: Region Seattle: Microsoft steckt 500 Mio. $ in bezahlbaren Wohnraum
Und das ist dringend nötig. Schätzungen von Bundesbehörden zufolge werden von vor einigen Jahren bis zum Jahr 2020 rund 1,4 Millionen Jobs mit Informatik-Hintergrund hinzukommen. Im gleichen Zeitraum würden unter gleichbleibenden Voraussetzungen aber nur etwa 400.000 Fachkräfte in den USA ausgebildet. Entsprechend groß ist das Interesse der großen Technologieunternehmen an deutlich mehr Nachwuchs.
67 Prozent mehr
Das neue Gesetz, das auf Ebene des Bundesstaates geplant ist, würde allerdings auch erst 2020 in Kraft treten können und bis es dann Effekte auf die Absolventenzahlen hat, gehen noch einmal Jahre ins Land. Trotzdem sieht man es bei Microsoft als notwendig an, die Bildung in dem Bereich wesentlich stärker voranzubringen - auch wenn dies bedeutet, dass man selbst deutlich mehr Steuern zahlen muss.Da die Politik das Geld sich nicht gerade beim ohnehin nicht ganz so finanzkräftigen IT-Mittelstand holen will, wurde die Regelung gezielt auf große Unternehmen ausgelegt und betrifft somit in Washington fast nur Microsoft und Amazon. Die Redmonder werden dann rund 67 Prozent mehr Unternehmenssteuer in dem Bundesstaat bezahlen müssen. Das dürfte auf Dauer aber vermutlich günstiger sein als verschiedene andere Methoden, mit denen man an mehr Fachkräfte in der Region kommen könnte.
Im Gegensatz dazu hatte Amazon sich zuletzt massiv gegen eine gesonderte Besteuerung zur Wehr gesetzt. Die Stadt Seattle wollte den Konzern unter anderem zur Kasse bitten, um preiswerteren Wohnraum fördern zu können. Das hat zwar keine so direkte Verbindung zu der Firma, ist indirekt aber ebenfalls enorm wichtig - wie auch wiederum Microsoft zeigte.
Siehe auch: Region Seattle: Microsoft steckt 500 Mio. $ in bezahlbaren Wohnraum
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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