Windows 10-Updates: Jeder zweite Nutzer hatte schon einmal Probleme

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Die Veröffentlichung des letzten großen Windows 10-Updates liegt inzwi­schen gut zwei Monate zurück und auch dieses Mal gab es das eine oder andere Problem nach dessen Installation. Und diese Probleme treten häufiger auf als gedacht, denn eine Umfrage einer britischen Konsu­men­tenschutzorganisation hat ergeben, dass bei rund 50 Prozent schon mal etwas schiefgegangen ist. Über das Windows Insider-Programm bemüht sich das Redmonder Unternehmen, möglichst viele kleine und große Bugs auszumerzen, bevor man ein Update an die Öffentlichkeit weitergibt. Doch auch wenn es zahlreiche Insider gibt, die freiwillig Telemetriedaten und Feedback bereitstellen: Angesichts der schier unzähligen Hard- und Software-Konfigurationen, die es auf Windows-Geräten gibt, kann man vor der Freigabe nicht alle potenziellen Fehler beseitigen.

Denn laut dem Konsumentenschutzmagazin Which? hatte bereits jeder zweiter Windows 10-Nutzer schon einmal Probleme nach einem Update. Die Bandbreite bzw. der Schweregrad sind hier allerdings stark schwankend, denn die rund 1100 befragten Windows 10-Nutzer gaben sowohl kleinere Software-Inkompatibilitäten als auch komplett hängende ("gebrickte") Systeme an.


So gaben 21 Prozent der Which?-Nutzer an, dass eine oder mehrere Anwendungen nach einem Update nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert hätten. Bei 16 Prozent kam es zu Hardware-Problemen, etwa Peripherie, die nach einem Update nicht mehr so funktioniert hat wie zuvor.

"Gebrickte" Systeme

Bei einigen wenigen kam es laut TechRadar zu kompletten Aussetzern des Systems. 46 Prozent dieser Nutzer mussten in weiterer Folge jemanden bezahlen, damit dieser den Schaden für sie behebt. Im Schnitt gaben sie für diese Leistung 76 Euro aus.

Die Konsumentenschützer fordern deshalb von Microsoft, dass das Unternehmen für Schäden wie Datenverlust, die ein Update verursacht, haftet. Laut Which? hätten in den vergangenen drei Jahren mehr Windows 10-Nutzer das Computer-Helpdesk der Organisation kontaktiert als bei jedem anderen stationären oder mobilen Betriebssystem - zusammen wohlgemerkt. Microsoft will auf die Forderungen eingehen sowie diese in Erwägung ziehen und bei Kundenproblemen von Fall zu Fall entscheiden.

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