Tesla kauft Akku-Weltmarkt leer und andere stehen nun dumm da
Der Elektroauto-Hersteller Tesla soll für eine weltweite Verknappung von Akkus verantwortlich sein. Da das Unternehmen seine Gigafactory, in der die Stromspeicher für die eigenen Fahrzeuge gefertigt werden, nur schleppend in Gang bekommt, kaufte man riesige Bestände auf dem Weltmarkt ein, die nun an vielen anderen Stellen fehlen.
Mit der Gigafactory sollen die Produktionskosten von Akkus deutlich gesenkt werden. Das ist die Basis dafür, dass Tesla mit seinen Elektroautos auch einen Massenmarkt ansprechen kann. Allerdings kämpft man in dem Werk im US-Bundesstaat Nevada seit Monaten mit Problemen bei der Energieversorgung und Personalknappheit - und im Ergebnis können schlicht bei weitem nicht ausreichend Akkus für Teslas Autoproduktion hergestellt werden.
Daher hat das Unternehmen ordentlich auf dem Weltmarkt zugeschlagen. Insbesondere Panasonic, einer der größten Anbieter der standardisierten zylindrischen Batterie-Module, die in verschiedenen Größen und Stückzahlen zu den jeweils benötigten Akkus zusammengesetzt werden, hat den größten Teil seiner Fertigung an Tesla verkauft. Und das führt auf dem globalen Markt zu einer regelrechten Kettenreaktion, wie aus einem Bericht der südkoreanischen ETNews hervorgeht.
Alle möglichen anderen Unternehmen, die bei ihren Produkten auf Akkus angewiesen sind, haben seit Monaten Probleme, die zylindrischen Basis-Komponenten zu bekommen. Bei Anfragen an Panasonic gab es gleich eine Absage. Aber auch die Versuche, bei Samsung SDI, LG Chemicals oder Murata Aufträge abgeben zu können, sind eher schwierig. Denn es ist nun nicht so, dass diese ständig auf Halde produzieren würden. Der Markt hatte schlicht nicht die Kapazitäten, eine zusätzliche Nachfrage im Umfang Teslas zu verkraften.
In einem Tesla S werden Akkus verbaut, die ausreichen, um rund 200 E-Bikes zu produzieren. Anhand dessen bekommt man eine leise Ahnung, wie massiv die Probleme in anderen Bereichen werden, wenn Tesla plötzlich Batterien für tausende Fahrzeuge vom Weltmarkt wegkauft. Bleibt also zu hoffen, dass die Gigafactory irgendwann in Fahrt kommt und es sich nicht als völlige Schnapsidee herausstellt, eine der wichtigsten Fertigungsanlagen mitten in Nevadas Wüste zu stellen.
Daher hat das Unternehmen ordentlich auf dem Weltmarkt zugeschlagen. Insbesondere Panasonic, einer der größten Anbieter der standardisierten zylindrischen Batterie-Module, die in verschiedenen Größen und Stückzahlen zu den jeweils benötigten Akkus zusammengesetzt werden, hat den größten Teil seiner Fertigung an Tesla verkauft. Und das führt auf dem globalen Markt zu einer regelrechten Kettenreaktion, wie aus einem Bericht der südkoreanischen ETNews hervorgeht.
Alle möglichen anderen Unternehmen, die bei ihren Produkten auf Akkus angewiesen sind, haben seit Monaten Probleme, die zylindrischen Basis-Komponenten zu bekommen. Bei Anfragen an Panasonic gab es gleich eine Absage. Aber auch die Versuche, bei Samsung SDI, LG Chemicals oder Murata Aufträge abgeben zu können, sind eher schwierig. Denn es ist nun nicht so, dass diese ständig auf Halde produzieren würden. Der Markt hatte schlicht nicht die Kapazitäten, eine zusätzliche Nachfrage im Umfang Teslas zu verkraften.
Nutzer von Spezial-Akkus haben Glück
"Es ist unmöglich, in Japan zylindrische Batterien zu bekommen", erklärte ein Großhändler aus Japan gegenüber dem Magazin. Gleiches gelte inzwischen auch für die großen südkoreanischen Produzenten und selbst in China sind keine Überschüsse mehr vorhanden, die irgendwer kaufen könnte. Ob man nun Werkzeuge, E-Bikes, E-Zigaretten oder Powerbanks fertigt - der aktuelle Engpass trifft nahezu alle. Von Glück reden können hingegen zumindest jene Hersteller, die Akkus in speziellen Bauformen verwenden - so beispielsweise Notebook- und Smartphone-Produzenten.In einem Tesla S werden Akkus verbaut, die ausreichen, um rund 200 E-Bikes zu produzieren. Anhand dessen bekommt man eine leise Ahnung, wie massiv die Probleme in anderen Bereichen werden, wenn Tesla plötzlich Batterien für tausende Fahrzeuge vom Weltmarkt wegkauft. Bleibt also zu hoffen, dass die Gigafactory irgendwann in Fahrt kommt und es sich nicht als völlige Schnapsidee herausstellt, eine der wichtigsten Fertigungsanlagen mitten in Nevadas Wüste zu stellen.
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Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
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