Desktop-PCs: Kuriose Statistik zeigt Windows-Absturz auf unter 60%
Microsofts Betriebssystem Windows hat im Desktop-Bereich weltweit einen markanten Meilenstein unterschritten. Nach aktuellen Daten des Statistikdienstes StatCounter lag der Marktanteil im Juni 2026 deutlich unter der 60-Prozent-Marke.
Auch Apples Betriebssysteme spielen weiterhin eine bedeutende Rolle. StatCounter weist für das klassische OS X einen Anteil von 11,89 Prozent aus, während das neuere MacOS auf 4,48 Prozent kommt. Zusammengenommen liegt Apple damit weiterhin deutlich vor Linux. Chrome OS folgt mit 1,21 Prozent.
Die aktuelle Desktop-Statistik Statcounters
Die Zahlen sollten allerdings mit Vorsicht interpretiert werden. StatCounter ermittelt seine Marktanteile nicht anhand installierter Betriebssysteme, sondern auf Grundlage der Nutzung von Webseiten, die den Tracking-Dienst des Unternehmens einsetzen. Erfasst werden unter anderem Informationen zu Betriebssystem, Browser und Bildschirmauflösung. Die Statistik spiegelt somit die gemessene Webnutzung wider und nicht die tatsächliche Anzahl installierter Systeme.
Für das Wachstum von Linux gibt es mehrere mögliche Ursachen. So hat unter anderem das Steam Deck die Sichtbarkeit des Betriebssystems im Gaming-Bereich erhöht. Gleichzeitig hat sich die Unterstützung für Computerspiele auf Linux in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Hinzu kommen ausgereiftere Distributionen wie Ubuntu, Fedora, Arch Linux, Linux Mint oder OpenSUSE, die den Einstieg für neue Nutzer erleichtern.
Auch Unzufriedenheit mit Windows 11 könnte eine Rolle spielen. Kritisiert werden unter anderem die vergleichsweise hohen Hardware-Anforderungen, Datenschutzbedenken sowie Microsofts stärkere Ausrichtung auf Online-Dienste. Solche Faktoren könnten dazu beitragen, dass sich mehr Anwender nach alternativen Plattformen umsehen.
Siehe auch:
- Windows Marktanteil sank im Juni 2026 auf dem Desktop-Markt auf 56,55 Prozent
- Damit unterschritt Microsoft erstmals die 60-Prozent-Marke bei Desktop-Betriebssystemen
- Linux erreichte 4,39 Prozent und festigte damit seine Position über der Vier-Prozent-Marke
- Apple liegt mit OS X und MacOS zusammen bei 16,37 Prozent und deutlich vor Linux
- StatCounter misst Marktanteile über Website-Zugriffe statt über tatsächlich installierte Systeme
- Gründe für Linux-Wachstum sind Steam Deck, bessere Spielunterstützung und ausgereiftere Distributionen
- Windows-11-Kritik umfasst hohe Hardware-Anforderungen, Datenschutzbedenken und Cloud-Ausrichtung
Linux konnte zulegen
Für den vergangenen Monat wurde das Betriebssystem mit nur noch 56,55 Prozent gelistet, nachdem der Wert über die letzte Zeit immer weiter gefallen war. Besonders Linux konnte seine Position hingegen weiter ausbauen. Laut StatCounter erreichte das freie Betriebssystem im Juni einen weltweiten Anteil von 4,39 Prozent und überschritt damit erneut die Vier-Prozent-Marke. Zwar bleibt Linux im Vergleich zu Windows ein Nischenprodukt, doch die Zahlen verdeutlichen einen langfristigen Aufwärtstrend auf dem Desktop-Markt.Auch Apples Betriebssysteme spielen weiterhin eine bedeutende Rolle. StatCounter weist für das klassische OS X einen Anteil von 11,89 Prozent aus, während das neuere MacOS auf 4,48 Prozent kommt. Zusammengenommen liegt Apple damit weiterhin deutlich vor Linux. Chrome OS folgt mit 1,21 Prozent.
Die aktuelle Desktop-Statistik Statcounters
Die Zahlen sollten allerdings mit Vorsicht interpretiert werden. StatCounter ermittelt seine Marktanteile nicht anhand installierter Betriebssysteme, sondern auf Grundlage der Nutzung von Webseiten, die den Tracking-Dienst des Unternehmens einsetzen. Erfasst werden unter anderem Informationen zu Betriebssystem, Browser und Bildschirmauflösung. Die Statistik spiegelt somit die gemessene Webnutzung wider und nicht die tatsächliche Anzahl installierter Systeme.
Vieles ist Unbekannt
Der zweitgrößte Wert in der Statistik lautet schlicht "Unbekannt". Hier konnte anhand der Daten also das genutzte Betriebssystem nicht ermittelt werden und es ist unklar, was sich dahinter genau verbirgt. Dennoch gilt der Rückgang von Windows unter die 60-Prozent-Marke als durchaus beachtenswert. Das Microsoft-Betriebssystem bleibt zwar mit großem Abstand Marktführer, doch der Desktop-Markt entwickelt sich zunehmend vielfältiger.Für das Wachstum von Linux gibt es mehrere mögliche Ursachen. So hat unter anderem das Steam Deck die Sichtbarkeit des Betriebssystems im Gaming-Bereich erhöht. Gleichzeitig hat sich die Unterstützung für Computerspiele auf Linux in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Hinzu kommen ausgereiftere Distributionen wie Ubuntu, Fedora, Arch Linux, Linux Mint oder OpenSUSE, die den Einstieg für neue Nutzer erleichtern.
Auch Unzufriedenheit mit Windows 11 könnte eine Rolle spielen. Kritisiert werden unter anderem die vergleichsweise hohen Hardware-Anforderungen, Datenschutzbedenken sowie Microsofts stärkere Ausrichtung auf Online-Dienste. Solche Faktoren könnten dazu beitragen, dass sich mehr Anwender nach alternativen Plattformen umsehen.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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