Exzentrischer Biohacker, der ewig leben will, hat Autoimmun-Krankheit
Der bekannte Biohacker Bryan Johnson, der jährlich Millionen in die Verlängerung seines Lebens investiert, leidet an einer unheilbaren Autoimmunerkrankung. Bei Autoimmungastritis "isst" sich sein Magen selbst. Nun sucht er nach einer Lösung.
Autoimmungastritis, kurz AIG, zerstört die säureproduzierenden Zellen im Magen. Das verhindert die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12. Obwohl die Krankheit nicht tödlich verläuft, birgt sie Gefahren. Zu den Begleiterscheinungen zählen ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs, chronische Blutarmut sowie neurologische Komplikationen aufgrund des Mangels an Vitamin B12.
Für seine Gesundheitsprojekte wie das Programm Blueprint gibt der Unternehmer jährlich rund 1,75 Millionen Euro aus. Dennoch konnte er den Ausbruch der Krankheit nicht verhindern.
Johnson gab an, dass er die Krankheit heilen wolle und dafür experimentelle Ansätze wie die CAR-T-Zelltherapie prüfe. Bei der personalisierten Gentherapie werden Immunzellen im Labor genetisch verändert, um gezielt in das Immunsystem einzugreifen. Bisher steckt die Forschung dazu bei AIG jedoch noch in den frühen Phasen.
Mediziner weisen darauf hin, dass die genauen Ursachen für AIG noch unklar sind. Vermutet wird ein komplexes Zusammenspiel aus Genetik und Umwelteinflüssen. Johnson selbst macht seine frühere Ernährung mit Fast Food und zuckerhaltigen Getränken sowie chronischen Stress für den Ausbruch verantwortlich. Fachleute sehen dafür jedoch keine wissenschaftlichen Belege.
Der Fall zeigt die Grenzen der aktuellen medizinischen Optimierung, wie sie Johnson durchführt, auf. Auch mit strengen Diäten, unzähligen medizinischen Messungen und ständiger Überwachung lassen sich genetisch bedingte Autoimmunreaktionen nicht vollständig verhindern. Ob die geplanten experimentellen Behandlungen den gewünschten Erfolg bringen, bleibt abzuwarten.
Was meint ihr dazu? Glaubt ihr, dass sich solche chronischen Krankheiten in Zukunft durch Technologie heilen lassen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Siehe auch:
Diagnose für den Tech-Millionär
Der 48-jährige Tech-Millionär Bryan Johnson hat öffentlich gemacht, dass er an Autoimmungastritis leidet. Dabei greift das Immunsystem die eigene Magenschleimhaut an. Johnson, der durch extreme Maßnahmen zur biologischen Verjüngung bekannt wurde, erhielt die Diagnose im Mai, wie er vor einigen Tagen in sozialen Medien verriet. Zuvor hatte er eigenen Angaben nach elf Jahre lang mit unerklärlich niedrigen Eisenwerten zu kämpfen, die er trotz pflanzlicher Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln nicht ausgleichen konnte.Autoimmungastritis, kurz AIG, zerstört die säureproduzierenden Zellen im Magen. Das verhindert die Aufnahme von Eisen und Vitamin B12. Obwohl die Krankheit nicht tödlich verläuft, birgt sie Gefahren. Zu den Begleiterscheinungen zählen ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs, chronische Blutarmut sowie neurologische Komplikationen aufgrund des Mangels an Vitamin B12.
Für seine Gesundheitsprojekte wie das Programm Blueprint gibt der Unternehmer jährlich rund 1,75 Millionen Euro aus. Dennoch konnte er den Ausbruch der Krankheit nicht verhindern.
Ursachen und Therapieansätze
Wie die Tageszeitung USA Today berichtet, betrachtet die Schulmedizin AIG derzeit als unheilbar. Die Behandlung konzentriert sich primär auf die Linderung von Symptomen und den Ausgleich von Nährstoffmängeln durch Infusionen.Netflix-Doku: Don't Die - The Man Who Wants to Live Forever
Johnson gab an, dass er die Krankheit heilen wolle und dafür experimentelle Ansätze wie die CAR-T-Zelltherapie prüfe. Bei der personalisierten Gentherapie werden Immunzellen im Labor genetisch verändert, um gezielt in das Immunsystem einzugreifen. Bisher steckt die Forschung dazu bei AIG jedoch noch in den frühen Phasen.
Mediziner weisen darauf hin, dass die genauen Ursachen für AIG noch unklar sind. Vermutet wird ein komplexes Zusammenspiel aus Genetik und Umwelteinflüssen. Johnson selbst macht seine frühere Ernährung mit Fast Food und zuckerhaltigen Getränken sowie chronischen Stress für den Ausbruch verantwortlich. Fachleute sehen dafür jedoch keine wissenschaftlichen Belege.
Tücken bei der Früherkennung
Die Erkrankung bleibt oft jahrzehntelang unbemerkt. Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit oder neurologische Probleme treten meist erst spät auf. Ein verlässlicher Nachweis erfordert eine Magenspiegelung mit Gewebeproben. Experten betonen, dass Ärzte bei Patienten mit unerklärlichem Eisenmangel häufiger Routinebiopsien durchführen sollten, da die Krankheit schwer zu diagnostizieren ist.Der Fall zeigt die Grenzen der aktuellen medizinischen Optimierung, wie sie Johnson durchführt, auf. Auch mit strengen Diäten, unzähligen medizinischen Messungen und ständiger Überwachung lassen sich genetisch bedingte Autoimmunreaktionen nicht vollständig verhindern. Ob die geplanten experimentellen Behandlungen den gewünschten Erfolg bringen, bleibt abzuwarten.
Was meint ihr dazu? Glaubt ihr, dass sich solche chronischen Krankheiten in Zukunft durch Technologie heilen lassen? Teilt eure Meinung gerne in den Kommentaren!
Zusammenfassung
- Der Tech-Millionär Bryan Johnson leidet an Autoimmungastritis (AIG)
- Die unheilbare Krankheit zerstört säureproduzierende Zellen im Magen
- Ein Mangel an Eisen und Vitamin B12 sind typische Folgen der Störung
- Johnson möchte die Erkrankung durch eine CAR-T-Zelltherapie heilen
- Eine sichere Diagnose ist meistens erst durch eine Biopsie möglich
- Die genauen Ursachen der Autoimmunerkrankung sind wissenschaftlich unklar
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