Bundesregierung: Euer Netz ist zu langsam? - Dann klagt doch!
Im Wahlkampf wird natürlich auch wieder viel über die Bedeutung der Internet-Versorgung geredet - wenn es aber um verbindliche Ansprüche der Verbraucher geht, folgt gar nichts. Das zeigt sich an einer aktuellen Stellungnahme der Bundesregierung auf eine Parlaments-Anfrage.
Nach Datenerhebungen der Bundesnetzagentur gibt es kaum einen Internet-Nutzer, der regelmäßig die vom Provider versprochene Bandbreite auch tatsächlich nutzen kann. Die Grünen-Bundestagsabgeordnete Tabea Rößner hat daher laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins Der Spiegel nachgefragt, ob sich dieses Problem nicht mit einem pauschalierten Schadensersatzanspruch regeln ließe - ähnlich wie es dies schon bei Verspätungen von Bahnen oder Flugzeugen gibt.
Es ist aber nicht nur so, dass eine solche Regelung dem "deutschen Rechtssystem derzeit fremd sei". Die Bundesregierung sieht auch keine Notwendigkeit daran etwas zu ändern. Denn nach Ansicht der Verantwortlichen haben die Verbraucher wesentlich größere Nachteile, wenn sie verspätet an ihrem Reiseziel ankommen, als wenn ihre Bandbreite ständig deutlich unter den Zusagen liegt.
Anhand der gemessenen Daten könnte man im Ernstfall immerhin auch bessere Konditionen "im Rahmen einer zivilrechtlichen Klage gegenüber dem jeweiligen Anbieter durchsetzen". Millionen Internet-Nutzer sollen also das Risiko einer Klage gegen ihren Provider in Kauf nehmen, um endlich zumindest die Bandbreite zu erhalten, die ihnen per Vertrag zugestanden wird. "Das ist ein Beleg dafür, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer guten Internetanbindung noch immer fehlt", kommentierte Rößner die Stellungnahme.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Es ist aber nicht nur so, dass eine solche Regelung dem "deutschen Rechtssystem derzeit fremd sei". Die Bundesregierung sieht auch keine Notwendigkeit daran etwas zu ändern. Denn nach Ansicht der Verantwortlichen haben die Verbraucher wesentlich größere Nachteile, wenn sie verspätet an ihrem Reiseziel ankommen, als wenn ihre Bandbreite ständig deutlich unter den Zusagen liegt.
Bürger sollen sich selbst kümmern
Auf Seiten der Bundesregierung hält man es für völlig ausreichend, wenn die Verbraucher das Mess-Tool der Bundesnetzagentur verwenden. Wenn sie mit den Ergebnissen unzufrieden sind, können sie sich ja dann an ihren Provider wenden und auf Grundlage dieser Daten dann versuchen, eine Vertragsanpassung herbeizuführen.Anhand der gemessenen Daten könnte man im Ernstfall immerhin auch bessere Konditionen "im Rahmen einer zivilrechtlichen Klage gegenüber dem jeweiligen Anbieter durchsetzen". Millionen Internet-Nutzer sollen also das Risiko einer Klage gegen ihren Provider in Kauf nehmen, um endlich zumindest die Bandbreite zu erhalten, die ihnen per Vertrag zugestanden wird. "Das ist ein Beleg dafür, dass das Bewusstsein für die Wichtigkeit einer guten Internetanbindung noch immer fehlt", kommentierte Rößner die Stellungnahme.
Großer Internet-Vergleichs-Rechner
Thema:
Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
Videos zum Thema
Beliebt im Preisvergleich
- WLAN-Router mit Modem:
Neue Downloads
Beiträge aus dem Forum
-
Kann man einen zweiten DSL Tarif buchen?
Freeboy -
MagentaTV technische Probleme
Opfer0815 -
Fritz dsl 64 bit...
snoopi -
| gelöst | kein dsl interner mehr
fubbiquantz -
DSL-Vertrag kündigen oder bleiben?
Holger_N -
DSL Geschwindigkeit, FritzBox7330, Vodafone
Frank955 -
| selbstlösung | dsl mobile flat android
fubbiquantz
Weiterführende Links
Neue Nachrichten
- Microsoft und Israel: Big Walk-Entwickler schließen Xbox-Release aus
- HMD unter Druck: Nokia-Handys sterben wohl den nächsten Tod
- Mysteriöse Sicherheitslücke: AMD-GPUs erhalten seltene vBIOS-Updates
- Epic zeigt KI-codierten Store - der ist "schnell" und peinlich schlecht
- US-Tech-Konzerne warnen EU: Unabhängigkeit von uns ist viel zu teuer
- Bank muss 1000 Coder anheuern, um Lücken zu fixen, die KI fand
- Ihr lest gern Magazine? Readly gibt es jetzt 2 Monate für 1 Euro
Videos
Beliebte Downloads
Beliebte Nachrichten
Christian Kahle
Redakteur bei WinFuture
Ich empfehle ...
Meist kommentierte Nachrichten
Forum
-
MP4 Codecs
Lagoonss - Heute 10:53 Uhr -
"MSBuild.exe "Hard error" - Anzeige nach Win11-Start
Kuberg - Heute 09:02 Uhr -
Figma ist ein cloudbasiertes Design-Tool,
d-hubs - Gestern 23:53 Uhr -
die Oktober-Version ´26 von Home-Assistant-ist da:
d-hubs - Gestern 10:33 Uhr -
ONLYOFFICE 10.0 kommt - nach einer ziemlich langen Wartezeit
d-hubs - Gestern 08:40 Uhr
❤ WinFuture unterstützen
Sie wollen online einkaufen?
Dann nutzen Sie bitte einen der folgenden Links,
um WinFuture zu unterstützen:
Vielen Dank!
Alle Kommentare zu dieser News anzeigen