Netzagentur: Kaum ein Nutzer bekommt die versprochene Bandbreite
Die maximalen Bandbreiten, die den Kunden von Internet-Providern versprochen werden, gibt es in der Praxis oft schlicht nicht. Das hat die Bundesnetzagentur nach einer längeren Praxis-Prüfung mitgeteilt. Zumindest wird es aber nur selten unerträglich langsam.
Infografik: Mobile Internetnutzung in Deutschland
In der Regel wird vor allem den stationären, kabelgebundenen Anbindungen eine gute Durchsatzquote bescheinigt. Das ist in der Realität aber eher nicht der Fall. Bei den Messungen der Bundesnetzagentur erreichten je nach Bandbreitenklasse nur zwischen 4 und 25 Prozent der Nutzer die volle zugesagte Geschwindigkeit.
Die schlechtesten Ergebnisse gab es bei den ADSL-Anschlüssen, die die Grundlage der meisten Tarife zwischen 8 und 18 Megabit pro Sekunde waren. In den schnellsten Klassen war das Ergebnis hingegen eher abhängig von der Tageszeit. Denn hier gehen die Daten über TV-Kabel und man muss sich die Kapazität der Verteilerknoten mit den Nachbarn teilen - die natürlich alle vorwiegend abends zuhause sind und auf das Netz zugreifen.
Trotzdem äußerten sich hier im Durchschnitt wesentlich mehr Nutzer zufrieden über ihre Anbindung. 82,8 Prozent bewerteten hier mit "Sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend", im Festnetz waren es nur 65 Prozent. Die Bundesnetzagentur führt dies darauf zurück, dass die Nutzer hier andere Faktoren wie die Mobilität und die generelle Verfügbarkeit mobiler Anbindungen höher schätzen als die angesichts der begrenzten Datenvolumina ohnehin weniger wichtige Höchst-Bandbreite. Für den groß angelegten Test hatte die Behörde ein Jahr lang regelmäßig Messungen auf über 150.000 Anschlüssen durchgeführt.
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In der Regel wird vor allem den stationären, kabelgebundenen Anbindungen eine gute Durchsatzquote bescheinigt. Das ist in der Realität aber eher nicht der Fall. Bei den Messungen der Bundesnetzagentur erreichten je nach Bandbreitenklasse nur zwischen 4 und 25 Prozent der Nutzer die volle zugesagte Geschwindigkeit.
Die schlechtesten Ergebnisse gab es bei den ADSL-Anschlüssen, die die Grundlage der meisten Tarife zwischen 8 und 18 Megabit pro Sekunde waren. In den schnellsten Klassen war das Ergebnis hingegen eher abhängig von der Tageszeit. Denn hier gehen die Daten über TV-Kabel und man muss sich die Kapazität der Verteilerknoten mit den Nachbarn teilen - die natürlich alle vorwiegend abends zuhause sind und auf das Netz zugreifen.
Mobilfunk noch viel schlechter
Im Mobilfunk wurden noch einmal wesentlich schlechtere Ergebnisse als im Festnetz erzielt. Bei den kabelgebundenen Anbindungen erhielten weniger als 30 Prozent der Nutzer im besten Fall die Hälfte der versprochenen Bandbreite. Bei den Mobilfunkanbindungen mussten hingegen über 70 Prozent mit weniger als 50 Prozent auskommen.Trotzdem äußerten sich hier im Durchschnitt wesentlich mehr Nutzer zufrieden über ihre Anbindung. 82,8 Prozent bewerteten hier mit "Sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend", im Festnetz waren es nur 65 Prozent. Die Bundesnetzagentur führt dies darauf zurück, dass die Nutzer hier andere Faktoren wie die Mobilität und die generelle Verfügbarkeit mobiler Anbindungen höher schätzen als die angesichts der begrenzten Datenvolumina ohnehin weniger wichtige Höchst-Bandbreite. Für den groß angelegten Test hatte die Behörde ein Jahr lang regelmäßig Messungen auf über 150.000 Anschlüssen durchgeführt.
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Christian KahleRedakteur für Forschung, Energie und Raumfahrt
Begleitet die IT-Branche seit dem Dotcom-Boom, Informatik studierte er in Berlin. Sein Spektrum reicht von Quantencomputern über Solarstrom bis zur Raumfahrt.
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