Xbox 'Project Scorpio' Hardware enthüllt:
Viel, sehr viel mehr Leistung
Microsoft hat heute in Zusammenarbeit mit britischen Journalisten umfangreiche Angaben zu seiner neuen High-End-Konsole mit dem Codenamen "Project Scorpio" preisgegeben. Offenbar dürfen sich die Kunden auf absolute High-End-Technik einstellen, die einem PC keineswegs unähnlich ist.
"Project Scorpio" soll laut den Berichten von DigitalFoundry und Eurogamer in der Lage sein, Spiele ohne weiteres in 4K-Auflösung nutzbar zu machen. Titel, die aktuell in 1080p auf der Xbox One im Einsatz sind, können künftig also mit 3840x2160 Pixeln und somit in Ultra-HD gespielt werden, heißt es. Möglich wird dies durch eine kräftige Aufstockung der Hardware-Leistung.
Frühes Sample der sogenannten Scorpio Engine
Konkret kommt eine weiter verbesserte Version der von AMD entwickelten "Jaguar"-Cores zum Einsatz, wobei erneut zwei Cluster aus vier x86-Kernen verwendet werden. Diesen stehen insgesamt vier Megabyte L2-Cache zur Verfügung, während die Taktrate von 1,75 Gigahertz bei der Xbox One auf nunmehr ganze 2,3 Gigahertz gesteigert wird - ein Plus von 31 Prozent.
Der Chip wird erneut von dem taiwanischen Vertragsfertiger TSMC produziert, wobei man auf einen Prozess mit 16 Nanometern Strukturbreite setzt, um einen energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. Dennoch dürfte die Plattform mehr Kühlung und letztlich auch Energie benötigen als etwa ein 10-Nanometer-SoC von Intel. Microsoft soll außerdem großen Wert darauf gelegt haben, die Latenzen beim Austausch von Daten in seinem neuen Custom-SoC gering zu halten.
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Gerade bei der Grafikeinheit setzt man auf starke Verbesserungen, so dass diese künftig 4,6 Mal mehr Leistung bieten soll als bei der Xbox One. Die GPU von "Project Scorpio" besitzt insgesamt vierzig angepasste sogenannte Compute Units, die jeweils mit maximal 1172 Megahertz arbeiten. Durch diesen für eine Spielkonsole sehr hohen Takt sollen letztlich mehr als sechs TeraFLOP Grafik-Power zur Verfügung stehen.
Hinzu kommen ganze 12 Gigabyte GDDR5-Arbeitsspeicher, der extrem schnell arbeitet und eine Bandbreite von 326 Gigabyte pro Sekunde vorweist. CPU und GPU teilen sich diesen Speicher, wobei vom System grundsätzlich rund vier Gigabyte benötigt werden, so dass den Spielen künftig ganze acht Gigabyte GDDR5-RAM zur Verfügung stehen sollen. Bei der Xbox One waren es noch fünf Gigabyte, wobei auch deutlich langsamerer DDR3-RAM zum Einsatz kam.
Die Hauptplatine der Xbox 'Project Scorpio'
Um die Performance weiter zu verbessern, hat Microsoft seiner GPU außerdem einen neuen, sogenannten Command-Processor verpasst, der die von der CPU gelieferten Instruktionen annimmt, verarbeitet und an die eigentlichen Rechenkerne der Grafikeinheit weitergibt. Der Command-Processor von "Project Scorpio" soll im Grunde eine Art Hardware-Implementation von DirectX12 enthalten, wodurch die Last für die CPU erheblich reduziert wird. Letztlich soll bei DirectX12-Titeln die Arbeitslast beim CPU-Rendering um die Hälfte geringer ausfallen. Titel wie Forza, Battlefield 1, Star Wars: BattleFront sollen deshalb deutlich effektiver laufen.
Auch die Audioverarbeitung, welche normalerweise ebenfalls CPU-intensiv sein kann, wird ebenfalls von dedizierter Hardware in dem SoC übernommen. Der sogenannte Audio-Processing-Block (APB) ist im Grunde der gleiche wie bei der Xbox One. Neu kommt aber Unterstützung für "Spatial Audio" hinzu, also für Dolby Atmos.
Dieser von AMD & Microsoft entwickelte SoC bildet das Herz von 'Project Scorpio'
Im Vergleich zu PCs will man vor allem durch erhebliche Anpassungen auf Hardware-Ebene Vorteile erzielen. Wo man beim PC versucht, mit Hilfe reiner Leistung Verbesserungen zu erreichen, optimiert Microsoft die Hardware spezifisch für die Verwendung von Spielen. Letztlich soll dadurch ohne weiteres 4K-Betrieb bei 60 Bildern pro Sekunde möglich sein, wobei noch einiges an Raum für noch anspruchsvollere Spiele bleiben soll.
Zu Demonstrationszwecken wurde beim Besuch der Kollegen ausschließlich das ohnehin schon bestens für die Xbox optimierte Spiel Forza Motorsport eingesetzt. Dabei wurde dem Bericht zufolge eine GPU-Last von maximal knapp 70 Prozent erreicht. Microsoft kühlt das extrem leistungsfähige System mit Hilfe eines Vapor-Chamber-Konzepts, bei dem in einem aktiven Kühler Flüssigkeit zirkuliert, um die Hitze effektiver abzuführen.
Im Vergleich von Sonys PlayStation 4 Pro verschafft sich Microsoft zumindest laut dem vorläufigen Datenblatt einen deutlichen Vorteil, da man in allen Aspekten der Hardware mehr Leistung bieten kann. Die Redmonder wollen "Project Scorpio" ausdrücklich als Premium-Plattform positioniert sehen, so dass der Preis wohl bei rund 500 US-Dollar liegen wird, wobei sich Microsoft nicht dazu äußern wollte. Die Markteinführung der Xbox "Project Scorpio" wird rechtzeitig vor dem Weihnachtsgeschäft erwartet. Genauere Details zu seinen Spieleplänen will man wohl anlässlich der im Juni stattfindenden Spielemesse E3 preisgeben.
Frühes Sample der sogenannten Scorpio Engine
Konkret kommt eine weiter verbesserte Version der von AMD entwickelten "Jaguar"-Cores zum Einsatz, wobei erneut zwei Cluster aus vier x86-Kernen verwendet werden. Diesen stehen insgesamt vier Megabyte L2-Cache zur Verfügung, während die Taktrate von 1,75 Gigahertz bei der Xbox One auf nunmehr ganze 2,3 Gigahertz gesteigert wird - ein Plus von 31 Prozent.
Der Chip wird erneut von dem taiwanischen Vertragsfertiger TSMC produziert, wobei man auf einen Prozess mit 16 Nanometern Strukturbreite setzt, um einen energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten. Dennoch dürfte die Plattform mehr Kühlung und letztlich auch Energie benötigen als etwa ein 10-Nanometer-SoC von Intel. Microsoft soll außerdem großen Wert darauf gelegt haben, die Latenzen beim Austausch von Daten in seinem neuen Custom-SoC gering zu halten.
Auf YouTube ansehenGerade bei der Grafikeinheit setzt man auf starke Verbesserungen, so dass diese künftig 4,6 Mal mehr Leistung bieten soll als bei der Xbox One. Die GPU von "Project Scorpio" besitzt insgesamt vierzig angepasste sogenannte Compute Units, die jeweils mit maximal 1172 Megahertz arbeiten. Durch diesen für eine Spielkonsole sehr hohen Takt sollen letztlich mehr als sechs TeraFLOP Grafik-Power zur Verfügung stehen.
Hinzu kommen ganze 12 Gigabyte GDDR5-Arbeitsspeicher, der extrem schnell arbeitet und eine Bandbreite von 326 Gigabyte pro Sekunde vorweist. CPU und GPU teilen sich diesen Speicher, wobei vom System grundsätzlich rund vier Gigabyte benötigt werden, so dass den Spielen künftig ganze acht Gigabyte GDDR5-RAM zur Verfügung stehen sollen. Bei der Xbox One waren es noch fünf Gigabyte, wobei auch deutlich langsamerer DDR3-RAM zum Einsatz kam.
Die Hauptplatine der Xbox 'Project Scorpio'
Um die Performance weiter zu verbessern, hat Microsoft seiner GPU außerdem einen neuen, sogenannten Command-Processor verpasst, der die von der CPU gelieferten Instruktionen annimmt, verarbeitet und an die eigentlichen Rechenkerne der Grafikeinheit weitergibt. Der Command-Processor von "Project Scorpio" soll im Grunde eine Art Hardware-Implementation von DirectX12 enthalten, wodurch die Last für die CPU erheblich reduziert wird. Letztlich soll bei DirectX12-Titeln die Arbeitslast beim CPU-Rendering um die Hälfte geringer ausfallen. Titel wie Forza, Battlefield 1, Star Wars: BattleFront sollen deshalb deutlich effektiver laufen.
Auch die Audioverarbeitung, welche normalerweise ebenfalls CPU-intensiv sein kann, wird ebenfalls von dedizierter Hardware in dem SoC übernommen. Der sogenannte Audio-Processing-Block (APB) ist im Grunde der gleiche wie bei der Xbox One. Neu kommt aber Unterstützung für "Spatial Audio" hinzu, also für Dolby Atmos.
Dieser von AMD & Microsoft entwickelte SoC bildet das Herz von 'Project Scorpio'
Im Vergleich zu PCs will man vor allem durch erhebliche Anpassungen auf Hardware-Ebene Vorteile erzielen. Wo man beim PC versucht, mit Hilfe reiner Leistung Verbesserungen zu erreichen, optimiert Microsoft die Hardware spezifisch für die Verwendung von Spielen. Letztlich soll dadurch ohne weiteres 4K-Betrieb bei 60 Bildern pro Sekunde möglich sein, wobei noch einiges an Raum für noch anspruchsvollere Spiele bleiben soll.
Zu Demonstrationszwecken wurde beim Besuch der Kollegen ausschließlich das ohnehin schon bestens für die Xbox optimierte Spiel Forza Motorsport eingesetzt. Dabei wurde dem Bericht zufolge eine GPU-Last von maximal knapp 70 Prozent erreicht. Microsoft kühlt das extrem leistungsfähige System mit Hilfe eines Vapor-Chamber-Konzepts, bei dem in einem aktiven Kühler Flüssigkeit zirkuliert, um die Hitze effektiver abzuführen.
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